10 Uhr

Nonstop I

Courma et Courmayeur

Courma et Courmayeur

Elettra Gallone | Emerald Mountain Films | Italien | 79 Min. | italienisch/UT deutsch

Am Fuße des Mont Blanc liegt Courmayeur, ein Bergdorf mit rund 3.000 Einwohnern, geprägt von Natur, Sport und einem engen Gemeinschaftsleben. Doch an Wochenenden und in den Winterferien verwandelt sich der Ort in „Courma“: eine mondäne Tourismusdestination voller Luxus, Nachtleben und urbanem Trubel. Mit aufmerksamem Blick begleitet Elettra Gallone Bewohner und Gäste, die in zwei unterschiedlichen Welten zu leben scheinen. Dabei zeichnet die Regisseurin das Porträt eines Ortes, der zwischen Tradition und Overtourism seine Identität sucht. Ein atmosphärischer Dokumentarfilm, der das fragile Gleichgewicht zwischen Heimatliebe und touristischer Inszenierung einfängt.

ca. 11:30 Uhr

Gletscherarchäologie

Spurensuche in eisigen Höhen

ca. 11:30 Uhr

Gletscherarchäologie

Spurensuche in eisigen Höhen

Sebastian Kirschner | Bayerischer Rundfunk | Schweiz, Italien, Deutschland | 29 Min. | deutsch

Der Klimawandel lässt die Gletscher schmelzen und fördert im Eis eingeschlossene Relikte vergangener Jahrtausende zutage. Eine Fundgrube für Archäologen – und ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn die Gletscherflächen sind verhältnismäßig groß und das jährliche Zeitfenster für Exkursionen sehr kurz. Angesichts des rasanten Klimawandels sind die kommenden 20 Jahre entscheidend. Danach sind Schnee und Eis zu weit abgeschmolzen, um Kulturgüter retten und erforschen zu können. Der Film begleitet die Suche nach historischen Spuren in eisigen Höhlen- und Gletscherlandschaften und zeigt, wie Archäologinnen und Archäologen Zeugnisse früherer Zeiten sichern und untersuchen.

ca. 12:10 Uhr

Le tracce del Lupo

Die Spuren des Wolfes

ca. 12:10 Uhr

Le tracce del Lupo

Die Spuren des Wolfes

Alessandro Ingaria, Álvaro Congosto | Italien | 23 Min. | italienisch/UT deutsch

„Die Spuren des Wolfes“ erzählt die Geschichte von Erik, einem Parkranger, der an Leukämie erkrankt und dank einer Stammzelltransplantation überlebt – die Spende stammt von einem Baby aus Spanien. Während sich sein Körper radikal verändert, kehrt Erik in die Berge der italienischen Alpen zurück, wo er Wölfe beobachtet und verfolgt. Basierend auf seinem Krankheitstagebuch entsteht ein filmisches Protokoll von Behandlung und Rückkehr ins Feld. Aus Notizen und Beobachtungen wird eine parallele Landkarte von Angst, Ausdauer und Genesung. Die Spurensuche im Schnee spiegelt den Heilungsprozess – und der Wolf wird zum Symbol für Widerstandskraft und Lebenswille.

ca. 12:30 Uhr

Play-Off

ca. 12:30 Uhr

Play-Off

Gaël Truc | Italien | 29 Min. | italienisch/UT deutsch

Die kurze Geschichte einer großen Liebe zwischen einem Bergdorf und dem Eishockey, der in den 1970er-Jahren zum kulturellen Mittelpunkt der Gemeinde wird. Mit wachsender Leidenschaft widmet sich eine ganze Generation dem Spiel, das bald den Alltag und das Lebensgefühl prägt. Zwischen packenden Matches und langen Abenden entsteht eine eigene kleine Welt aus Emotionen und Zusammenhalt. Doch selbst die intensivsten Liebesgeschichten sind nicht für die Ewigkeit gemacht – und so endet auch diese Ära zwischen Eis, Erinnerungen und Abschied. Gaël Truc erhielt 2022 für seinen Film „Combat“ die Auszeichnung „Bester Film in der Kategorie Lebensraum Berg“.

14 Uhr

Nonstop II

La Pietà

La Pietà

Pepe Andreu, Rafa Molés | Suicafilms, Axfilms, Studio Nominum | Spanien, Island, Litauen | 82 Min. | isländisch/UT deutsch

Vor mehr als einem Jahrhundert zogen sich Flosi Björnsson und seine sieben Geschwister an den Fuß des Vatnajökull, Islands größtem Gletscher, zurück. Keiner von ihnen heiratete oder bekam Kinder. Sie widmeten ihr Leben in radikaler Isolation dem Gletscher, lange bevor von dessen Schmelzen die Rede war. Wie ein Walskelett am Ufer blieb ihr abgelegener Hof neugierigen Blicken verschlossen – bis heute. Der Fotograf Ragnar Axelsson kehrt an den Ort seiner Kindheitssommer zurück, öffnet die Türen, und Flosis Stimme klingt erneut durch das Haus. Aus fotografischem Archivmaterial, vor dem Zerfall geretteten Objekten und neuen Aufnahmen entsteht ein poetischer Dokumentarfilm über das Zusammenspiel von Erinnerung und Verlust inmitten einer schwindenden Gletscherwelt.

ca. 15:30 Uhr

Izarren Zaunka

Das Bellen der Sterne

ca. 15:30 Uhr

Izarren Zaunka

Das Bellen der Sterne

Nagore Eceiza Mujica | El Santo Films | Spanien | 12 Min. | baskisch/UT deutsch

Hinfallen und wieder aufstehen. Hinfallen und wieder aufstehen, jeden Tag. Das ist der Kern und der Ausgangspunkt des Films. Ein Mann ist aus gesundheitlichen Gründen niedergeschlagen, lebt in der Stadt und leidet unter Schlaflosigkeit. Von dort aus begibt er sich an einem ganz normalen Tag auf den Weg in die Natur, zum Klettern, und findet so vom inneren Chaos zum seelischen Frieden. Der Film weist Elemente einer poetischen Erzählung auf. Der Titel „Izarren Zaunka – Das Bellen der Sterne“ dient als poetische Metapher für die innere, nächtliche Unruhe, die im Verlauf des Films in eine stille Verbindung zur Natur mündet.

ca. 15:50 Uhr

Emil & Karl – Kleine Reifen, große Berge

ca. 15:50 Uhr

Emil & Karl – Kleine Reifen, große Berge

Holger Wimmer | schau ma mal film | Deutschland | 23 Min. | deutsch

Zwei Väter brechen mit ihren kleinen Söhnen Emil und Karl zu einer sechstägigen Mountainbike-Tour durch die Schweizer Alpen auf. Mit schwerem Gepäck und Kinderanhängern bewältigen sie 180 Kilometer und 6.000 Höhenmeter rund um den Schweizerischen Nationalpark im Kanton Graubünden. Zwischen steilen Anstiegen, Wetterumschwüngen und kindlichen Bedürfnissen wird die Reise zur täglichen Herausforderung, aber auch zu einem intensiven Familienabenteuer. Während die Kinder die Natur staunend entdecken, lernen die Väter, Tempo und Erwartungen anzupassen. So entsteht während der anstrengenden Tour eine besondere Vater-Kind-Bindung inmitten einer beeindruckenden Berglandschaft.

15 Uhr

Familienkino

Die Eiche – Mein Zuhause

Die Eiche – Mein Zuhause

Laurent Charbonnier, Michel Seydoux | Winds, Camera One, Gaumont | Frankreich | 80 Min. | ohne Sprache

Es war einmal eine alte Eiche… Die Jahreszeiten ändern sich, aber ihre Bewohner bleiben die gleichen: das flinke Eichhörnchen, die farbigen Rüsselkäfer, die lauten Eichelhäher, die unermüdlichen Ameisen und viele andere Lebewesen. Sie alle finden Zuflucht, Unterschlupf und ein Zuhause in diesem majestätischen Baum. Die Eiche wirkt wie ein Mietshaus der Natur, in dem die Nachbarn miteinander zanken und feiern. Es gibt tierische Konzerte, dramatische Naturkatastrophen und action-geladene Verfolgungsjagden. Der Film ist eine sinnliche Reise in eine wunderbar vibrierende Welt – ein Naturfilm, der ohne jeglichen Begleitkommentar die Großartigkeit einer alten Eiche, und damit aller Bäume, feiert.

17 Uhr

Bergauf-Bergab-Edition

Eigerman – Robert Jasper und die Nordwand

Eigerman – Robert Jasper und die Nordwand

Malte Roeper | Bayerischer Rundfunk | Deutschland | 29 Min. | deutsch

Der Ausnahmebergsteiger Robert Jasper ist in der Szene als „Eigerman“ weltberühmt, der breiten Öffentlichkeit jedoch kaum bekannt. Der Schwarzwälder hat rund 30 Routen in der Eiger-Nordwand durchstiegen, darunter die legendäre „Odyssee“, und insgesamt über ein Jahr in der Wand verbracht. Seine Eisklettereien haben eine ganze Generation inspiriert. 2025 kehrt er in „seine“ Wand zurück. Dabei nähert er sich dem Berg erstmals mit dem Fahrrad, um die Route „Porte du Chaos“ im Alleingang zu versuchen. Der Film zeichnet das Bild seines berggeprägten Lebens.

Regisseur Malte Roeper und Robert Jasper sind anwesend.

 

 

Der Weg ist das Ziel - Die Eiger-Nordwand-Tragödie von 1936

Der Weg ist das Ziel - Die Eiger-Nordwand-Tragödie von 1936

Gerhard Baur | Bayerischer Rundfunk | Deutschland | 50 Min. | deutsch

„Der Weg ist das Ziel“ ist ein Meisterwerk des Allgäuer Filmemachers Gerhard Baur. Er rekonstruiert die dramatischen Ereignisse in der Eiger-Nordwand 1936. Der Besteigungsversuch von Toni Kurz, Andreas Hinterstoisser, Edi Rainer und Willy Angerer endete in einer Tragödie. Der Film rekonstruiert die Umstände, die zu einer der dramatischsten Rettungsversuche in der Alpingeschichte führten. Darüber hinaus zeichnet er das Sittenbild einer Zeit, in der auch das Bergsteigen von Eroberungsgedanken und Heroismus geprägt war.

 

17 Uhr

Resilienz

Ohne Geld durch die Schweiz – Der Selbstversuch

Ohne Geld durch die Schweiz – Der Selbstversuch

Matthias Rusch | Schweizer Fernsehen SRF | Schweiz | 29 Min. | schweizerdeutsch/UT deutsch

Die Schweiz: eines der reichsten Länder der Welt. Die Bewohnerinnen und Bewohner: meist etwas reserviert. Wie schwierig ist es, ohne Geld durch dieses Land zu reisen? Matthias Rusch, Reporter beim Schweizer Fernsehen SRF, macht die Probe aufs Exempel. In vier Tagen reist er zu Fuß und per Anhalter von Zermatt quer durch die winterliche Schweiz bis an den Bodensee. Ohne Geld, ohne Proviant, nur mit einem Rucksack und einem Mobiltelefon, um den Selbstversuch zu filmen, bei dem er seine Arbeitskraft gegen Kost und Logis eintauscht. Ein Abenteuer vor der Haustür, das zu überraschenden Begegnungen und eindrucksvollen Erfahrungen führt.

Run Again

Run Again

Alexis Berg | Little Hell Production | Frankreich | 67 Min. | englisch/UT deutsch

Dave Pen, Sänger der britischen Rockband Archive, steht nach Jahren des Stillstands an einem Wendepunkt. Während die Pandemie das Tourleben zum Erliegen bringt, sucht der 45-Jährige nach einer erfüllenden Herausforderung. Er findet sie in einer der härtesten Ausdauerprüfungen Großbritanniens: dem winterlichen „Spine Race“ entlang des Pennine Way. Der Film begleitet ihn auf einer körperlich wie mental extremen Reise durch Kälte, Erschöpfung und Zweifel. Im Mix aus Konzertmitschnitten, persönlichen Erinnerungen und endlosen Laufkilometern entsteht das intime Porträt eines Menschen, der Sinn und Identität im Neuanfang sucht.

17 Uhr

Coolness

Ice Women

Ice Women

Jens Becker, Dorothea Braun | Dorothea Braun | Deutschland, Österreich | 90 Min. | englisch, deutsch, inuktun, iñupiaq/UT deutsch

Der Film erzählt die Geschichte der Arktis neu – aus der Perspektive von Frauen. Drei außergewöhnliche Pionierinnen, die unter extremen Bedingungen reisten, forschten und überlebten, treten aus dem Schatten einer männlich geprägten Expeditionsgeschichte. Ihre Erfahrungen spiegeln sich in heutigen Wissenschaftlerinnen und Inuit- Frauen, die im Spannungsfeld von Klimawandel, Forschung und Erinnerung stehen. Der Film verbindet selten gezeigtes Archivmaterial mit Stimmen aus der Gegenwart und eröffnet einen vielschichtigen Blick auf Natur, Wissen und weibliche Selbstermächtigung in einer der fragilsten Regionen der Erde.

17 Uhr

Anfänge

Hof in neuen Händen

Hof in neuen Händen

Bernhard Wohlfahrter | BR Redaktion Heimat | Deutschland | 43 Min. | deutsch

Einen Bauernhof zu übernehmen bedeutet, ein Lebenswerk fortzuführen – meist innerhalb der Familie. Doch was geschieht, wenn sich kein Hoferbe findet? Filmautor Bernhard Wohlfahrter begleitet für die BR-Redaktion Heimat junge Frauen und Männer,  die ihren Traum vom eigenen Bauernhof und einem Leben in größtmöglicher Autarkie auf unterschiedlichen Wegen verwirklichen. Sie übernehmen leerstehende oder außerfamiliär vermittelte Betriebe und führen diese mit viel Einsatz und Hingabe weiter. Dabei entstehen neue Formen von Landwirtschaft – zwischen Tradition, Gemeinschaft und ökologischer Zukunftsgestaltung.

Argentinien – Feuerland und Patagonien

Argentinien – Feuerland und Patagonien

Alexandra Hardorf | Alexandra Hardorf, Christiane Schwarz, Chamäleonfilm | Deutschland | 43 Min. | deutsch

Mit einer Fläche von 630 Quadratkilometern beherbergt der Nationalpark Tierra del Fuego (Feuerland) die südlichsten Wälder der Welt, weitläufige Gletscherflächen, sturmumtoste Gipfel sowie tiefe Fjorde, die das argentinische Festland zerklüften. In Patagonien prägen die endlos weite Pampa, kristallblaue Seen, immergrüne Wälder und wilde Granitspitzen die Landschaft. Von Ushuaia bis El Chaltén leben Menschen eng verbunden mit der Natur: Königskrabbenfischerin Liz Consentino, Gaucho Miguel Burgos, Puma-Experte Emiliano Donadio und die Kletterer am Fitz Roy. Ein Blick in eine extreme Region voller Naturwunder und Geschichten.

19 Uhr

Schlussfeier | LOWA Young Talents Award

Preisverleihung

Preisverleihung

Spannend gestaltet sich die Preisvergabe. Musikalisch umrahmt stellen wir die Siegerfilme in Ausschnitten vor, begrüßen Preisträgerinnen und Preisträger live oder auf der Leinwand und feiern gemeinsam den Abschluss des 23. Internationalen Bergfilm-Festivals 2026. 

 

Der Zeit ihre Steine

Der Zeit ihre Steine

Hanna Carmen Schneider, Paul Schweller | Deutschland | 18 Min. | deutsch

Filmemacherin Hanna Carmen Schneider und Filmemacher Paul Schweller wurden 2025 mit dem „LOWA Young Talents Award“ des Bergfilm-Festivals Tegernsee ausgezeichnet. Im Rahmen der diesjährigen Schlussfeier präsentieren sie ihr gefördertes Werk „Der Zeit ihre Steine“. Der Film begleitet die Suche des jungen Schweizer Strahlers Nino. Wie viele seiner Vorgänger, führt ihn diese in die Fels- und Grasflanken der Graubündner Berge. Der mühsame Prozess seines Strebens entwickelt sich zu einer poetischen Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Mensch und Berg. Zeit, Ziel und Mensch beginnen, ineinander zu verfließen.

Die Regisseure Hanna Carmen Schneider und Paul Schweller sind anwesend.

19:30 Uhr

Neue Perspektiven

Nouveau Regard

Neue Perspektiven

Nouveau Regard

Neue Perspektiven

René Grincourt | David Bertschinger Karg, Gregor Betschon | Schweiz | 19 Min. | französisch, englisch/UT deutsch

René Grincourt erzählt von der Neuentdeckung einer alpinen Landschaft. Die Gipfel des Mont-Blanc-Massivs werden zur Kulisse für eine leise Form des Erkundens – dem alpinen Bouldern. Gemeinsam mit Clément Lechaptois, Jim Pope und Ashima Shiraishi erschließt der Franzose in großer Höhe ein neues Bouldergebiet. Im Zentrum steht dabei nicht die sportliche Leistung, sondern eine veränderte Beziehung zu den Bergen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels wird die langsame, achtsame Annäherung zu einer Einladung, der verletzlichen alpinen Welt zuzuhören und eine neue Verbindung zu ihr zu finden.

K2 – Chasing Shadows

K2 – Chasing Shadows

Hugo Clouzeau, David Arnaud | Movio Sarl | USA, Frankreich, Schweiz | 66 Min. | französisch, englisch/UT deutsch

Alpinist Benjamin Védrines zählt zu den stärksten Höhenbergsteigern seiner Generation. Er ist für sein enormes technisches Können ebenso bekannt wie für seine Speed-Besteigungen in den Alpen und im Himalaya. Sein großes Ziel: den K2 (8.611 m) ohne zusätzlichen Sauerstoff in Rekordzeit zu besteigen. Doch der Film begleitet ihn nicht nur bei dieser extremen Herausforderung, sondern auch auf einer persönlichen Suche nach Sinn und Orientierung. Er erzählt von den körperlichen und mentalen Grenzen, die auch für einen Ausnahmeathleten gelten. Dies zu akzeptieren, erfordert von Védrines eine Reise, die weit über den Gipfel hinausführt. Hugo Clouzeau erhielt 2024 den Preis des Deutschen Alpenvereins (DAV) in der Kategorie „Erlebnisraum Berg“ für „Nuptse“.

Kronoshock

Kronoshock

Ignasi López Fàbregas | Spanien | 10 Min.

In einem abgelegenen Tal, umgeben von Wiesen und Flüssen, erhebt sich eine gewaltige Wand aus Fels und Schnee. Der abenteuerlustige Lord Cliffrider will als Erster den mythischen Gipfel erreichen. Doch während er dem Ruf des Berges folgt, dehnt sich die Zeit und sein Ziel entgleitet. „Kronoshock“ ist ein Stop-Motion-Film über Wandel im Alpinismus und die Frage nach Fortschritt. Mit poetischen Bildern verbindet er Epochen des Bergsteigens zu einer Reflexion über Ehrgeiz, Vergänglichkeit und Mensch-Natur-Beziehungen. Ignasi López Fàbregas erhielt 2021 den „Preis für den besonderen Film“ für „El Gran Hito“.

19:30 Uhr

Identitäten

This Isn‘t Me

This Isn‘t Me

Gabriele Giuso, Brando Carasso | Workless Collective | Italien | 29 Min. | italienisch, englisch/UT deutsch

Hamish McArthur zählt zu den talentiertesten Boulderern der Welt. Im italienischen Valle Orco begleitet ihn ein Filmteam beim Versuch, ein ambitioniertes neues Projekt zu realisieren – und dieses Filmteam wiederum wird bei seinen angeblichen Dreharbeiten beobachtet. Schon bald verschwimmen die Grenzen zwischen biografischer Wirklichkeit und medial inszeniertem Rollenspiel. Im humorvollen Dialog zwischen Athlet und fingiertem Regisseur entstehen erzählerische Brüche, die Fragen nach Identität und Authentizität im Dokumentarischen aufwerfen. Und spektakulär geklettert wird natürlich auch.

Tod am Matterhorn

Tod am Matterhorn

Matthias Lüscher | Schweiz | 51 Min. | schweizerdeutsch/UT deutsch

Das Matterhorn (4.478 m) zählt zu den gefährlichsten Bergen der Welt: Seit 1865 starben über 600 Alpinisten bei Besteigungsversuchen. Der Film „Tod am Matterhorn“ untersucht, warum die Risiken vor allem am Hörnligrat, dem Normalweg, so häufig unterschätzt werden. Er begleitet Bergführer Anjan Truffer von der Air Zermatt ins Solvaybiwak, porträtiert Hüttenwartin Edith Lehner auf der Hörnlihütte und folgt Bergführerin Meli Rüfenacht bei ihrer ersten Besteigung, nachdem sie einen tödlichen Unfall miterleben musste. Die Reportage beleuchtet Gefahren, psychische Folgen für Hinterbliebene und Retter sowie den Einfluss sozialer Medien – ein Film, der angesichts der schwierigen Bedingungen am Berg im Sommer 2026 hochaktuell ist.

Move Mountains

Move Mountains

Abhishek Tiwari | Abhishek Tiwari, Cinecompass Creations | Indien | 23 Min. | englisch/UT deutsch

In der Welt des Kletterns werden ständig „Berge versetzt“. Das ist mehr als nur eine Metapher – es spiegelt das Streben nach dem Unerreichbaren, dem Unmöglichen wider. In seiner reinsten Form verwirklicht sich dieses Streben beim Bouldern, dem Klettern an Findlingen, ohne Seil und Sicherungsmaterialien. Bernd Zangerl ist ein Pionier und Meister dieser Spielform. In seiner zweiten Heimat im indischen Himalaya hat der Vorarlberger sein persönliches Shangri-La gefunden. Der indische Filmemacher Abhishek Tiwari blickt aus seiner Sicht auf Zangerls Tun – und lernt einen Menschen kennen, für den die granitenen Felsblöcke das Fundament eines konsequenten und spirituellen Lebens bilden.

19:30 Uhr

Aggregatzustände

THE Nordstau

THE Nordstau

Johannes Aitzetmüller | fancy tree films | Österreich | 11 Min. | englisch/UT deutsch

Der Nordstau gilt in Innsbruck als beinahe mythisches Wetterphänomen: Er hüllt die Nordkette des Karwendel in frischen Pulverschnee und löst unter Freeridern einen Wettlauf um die begehrte „First Line“ aus. Im Mittelpunkt der Filmsatire steht Freeski-Weltmeisterin Arianna Tricomi, die dem hektischen Treiben mit bemerkenswerter Gelassenheit begegnet. Während sich ehrgeizige Powder-Junkies mit fiesen Tricks gegenseitig ausspielen und dabei für großes Chaos sorgen, steigert sich die Jagd nach unberührtem Pulverschnee zunehmend ins Absurde. Mit augenzwinkerndem Humor nimmt der Film die Dynamik der Freeride-Szene ebenso liebevoll wie pointiert auf 's Korn.

The Five Treasures of the Snows

Die fünf Schatzkammern des Schnees

The Five Treasures of the Snows

Die fünf Schatzkammern des Schnees

John Porter, Dom Bush | Land and Sky Media | Großbritannien | 27 Min. | englisch/UT deutsch

Im Jahr 1955 gelingt einem britischen Expeditionsteam die Erstbesteigung des Kangchendzönga (8.586 m), des dritthöchsten Berges der Erde. Der Film zeichnet diese Unternehmung nach und beleuchtet ihre Bedeutung für die Entwicklung des Himalaya-Bergsteigens. Besonderes Augenmerk gilt dem vollständig integrierten Sherpa-Team, dessen unverzichtbarer Beitrag zum Erfolg lange nicht die verdiente Anerkennung fand. Historische Filmaufnahmen, Fotografien und jüngste Rechercheergebnisse verbinden sich mit Einblicken in die kulturelle und spirituelle Bedeutung des als heilig verehrten Berges. So entsteht das facettenreiche Bild einer Erstbesteigung, die als Meilenstein der Alpingeschichte gilt.

Si les glaciers ne revenaient pas

Wenn die Gletscher nicht zurückkehrten

Si les glaciers ne revenaient pas

Wenn die Gletscher nicht zurückkehrten

Yves Magat | IDIP Films, Musée valaisan des Bisses | Schweiz | 51 Min. | französisch/UT deutsch

Zum Ende des 21. Jahrhunderts werden die meisten Alpengletscher verschwunden sein. Dies wird auch erhebliche Auswirkungen auf die Walliser „Bisses“ haben, ein traditionelles Bewässerungssystem, das auf dem Transport von Gletscherschmelzwasser basiert. Die Berglandwirtschaft, der Tourismus, die Energieerzeugung und die Ökosysteme sind davon betroffen. Wasser wird weiterhin im Mittelpunkt der Debatte stehen. Aber liegt in den gemeinschaftlich bewirtschafteten „Bisses“ vielleicht sogar ein Lösungsansatz? Der Film begleitet Gaëtan Morard, Direktor des Musée valaisan des Bisses, auf dem Wasserpfad, wo er auf Menschen trifft, die sich heute mit den Problemen von morgen befassen.

Fifty-Fifty

Fifty-Fifty

Angela Perceival | Arc‘teryx Presents | Kanada | 10 Min. | englisch/UT deutsch

Sich zu einer Seilschaft zusammenzuschließen, bedeutet mehr, als eine Zweckgemeinschaft einzugehen. Schließlich geht es nicht nur darum, ein paar Längen zu meistern. Nein, eine Seilschaft ist nicht nur durch das Kletterseil, sondern auch durch ein unsichtbares Band des Vertrauens und Verständnisses verbunden. In diesem Sinne bilden die Alpinistinnen Ines Papert und Sarah Huenekin ein perfektes Paar. Gemeinsam beweisen die beiden Ü-50-Jährigen, dass Alter nur eine Frage der Perspektive ist – und dass sie in der Lage sind, ihr Potenzial dann gänzlich auszuschöpfen, wenn sie sich als Kletterpartnerinnen gegenseitig unterstützen.

19:30 Uhr

Schätze

Materia Prima

Materia Prima

Jens Schanze | Mascha Film GbR | Deutschland | 90 Min. | spanisch, englisch, quechua, aymara/UT deutsch

Das weltweit größte Lithiumvorkommen liegt in und rund um den bolivianischen Cerro Rico. Während sich europäische Akteure den Rohstoff für die Automobilindustrie sichern wollen, verbinden die Menschen vor Ort damit die Hoffnung auf einen Ausweg aus der Armut. Der Film zeigt multiperspektivisch, wie unterschiedlich die Interessen und Wahrnehmungen sind. Unternehmer und Diplomaten üben sich in Verhandlungen, während sich ein Bauer, eine Lamahirtin, eine Minenwächterin, eine Anwältin, ein Bergarbeiter und eine Aktivistin gegen die Ausbeutung der Rohstoffe durch ausländische Unternehmen wappnen. Diese hat in Bolivien eine lange Geschichte: Zitate eines indigenen Chronisten aus dem 16. Jahrhundert zeigen, dass der Wohlstand Europas auf grausamer und gewaltvoller Plünderung der Silberadern im Cerro Rico gründete.