09:30 Uhr

Kinderkino

Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde

Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde

Antonia Simm | Bayerischer Rundfunk, megaherz Film | Deutschland | 93 Min. | deutsch

Checker Tobi stößt beim Entrümpeln seines Kellers auf eine alte Videoaufnahme. Darin stellt sein achtjähriges Ich die erste Checker-Frage: Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich? Die Suche nach der vergessenen Antwort wird zu seinem bislang größten Abenteuer. Sie führt in die Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars, nach Spitzbergen zum arktischen Saatgut-Tresor und auf den Spuren der Maya in die verwinkelten Höhlensysteme Mexikos. Zwischen Hundeschlittenfahrten und Kletterpartien erwächst in Tobi die Erkenntnis, welche Verantwortung wir für unsere Erde haben. Der dritte Kinofilm von Checker Tobi strotzt vor Abenteuerlust, Humor und Neugierde – ein Muss für junge Filmfans!

12 Uhr

Nonstop I

Si Vîf – A Life of a Musician

Si vîf – Das Leben eines Musikers

Si Vîf – A Life of a Musician

Si vîf – Das Leben eines Musikers

Dorino Minigutti | Agherose s.r.l. | Italien | 58 Min. | friaulisch und italienisch/UT deutsch

„Si Vîf“ bedeutet auf Friaulisch sinngemäß „so ist das Leben“. Der Singer-Songwriter Gigi Maieron ist sein ganzes Künstlerleben lang in den Bergen seiner norditalienischen Heimat verwurzelt. Auf den Gipfeln und in den Tälern Karniens, wo sich raue Natur und stille Weite begegnen, entfaltet sich ein künstlerischer Kosmos, der von Maierons Intuition, seiner Eigenwilligkeit und seiner poetischen Kraft geprägt ist. In einer Mischung aus Alltagsszenen, Bühnenmomenten und Rückblicken entsteht das Porträt eines Musikers, dessen Werk eng mit seiner Herkunft verbunden ist.

ca. 13:10 Uhr

Muskox

ca. 13:10 Uhr

Muskox

Chris Schmid | Chris Schmid, Stay Wild Studio | Schweiz | 53 Min. | englisch/UT deutsch

Sie sind die stillen und stoischen Meister der arktischen Tundra: Moschusochsen. Seit gut einer Million Jahren bewohnen die Paarhufer die unwirtlichen, kalten, sturmumtosten Regionen weit nördlich des Polarkreises. In atemberaubenden Bildern erzählt der Film vom Leben der stämmigen Tiere, vom Zusammenhalt innerhalb der Herde, von Rudelkämpfen, von der Bedrohung durch Polarwölfe und Eisbären, von gnadenlosen Wintern und von der Intensität und Kraft des Lebens in einer der extremsten Landschaften der Erde. Doch das Leben der Moschusochsen ist bedroht. Die Folgen des Klimawandels und des Rohstoffabbaus schränken ihren Lebensraum immer stärker ein. Kann eine der ältesten Spezies in Zukunft überleben?

 

ca. 14:10 Uhr

Natura Fugit

Natur auf der Flucht

ca. 14:10 Uhr

Natura Fugit

Natur auf der Flucht

Jesús Mari Lazkano | dibulitoon studio und Art Frame | Spanien | 22 Min. | englisch/UT deutsch

Der animierte Kurzfilm „Natura Fugit“ ist von einem von den Nationalsozialisten beschlagnahmten und verschollen geglaubten Gemälde Caspar David Friedrichs inspiriert, der das Mer de Glace im Mont-Blanc-Massiv zeigt. Auf dem Gletscher stehend entfaltet sich eine Zeitreise durch eine sich wandelnde Bergwelt. Aus der Perspektive des Eises wird die zunehmende Vermenschlichung der Natur ebenso sichtbar wie die Folgen von Klimawandel und globaler Erwärmung. Der über vier Jahre entstandene Film basiert auf fast 3.000 großformatigen Zeichnungen von Jesús Mari Lazkano und verbindet ästhetische und ökologische Aspekte.

ca. 14:40 Uhr

100 Solleder Lettenbauer

ca. 14:40 Uhr

100 Solleder Lettenbauer

Emanuele Confortin | Alessandro Baù, Alessandro Beber, Emanuele Confortin | Italien 54 Min. | italienisch/UT deutsch

„100 Solleder Lettenbauer“ ist ein Dokumentarfilm, der die legendäre Erstbegehung der Nordwestwand des Monte Civetta durch die Münchner Alpinisten Emil Solleder und Gustav Lettenbauer im Jahr 1925 nachzeichnet. Der Film beleuchtet die historische Bedeutung der Route, die als Meilenstein des Alpinismus und als eine der ersten alpinen Wege im VI. Schwierigkeitsgrad gilt. Der Fokus liegt zum einen auf Archivmaterial. Zum anderen kommen heutige Alpinisten zu Wort, die die Geschichte der Wand und ihre Entwicklung bis in die Gegenwart einordnen.

16 Uhr

Nonstop II

Forward

Forward

Nic Collar | Ryan Scott Productions | Kanada | 66 Min. | englisch/UT deutsch

Clay, der 45 Tage vor seinen beiden Drillingsgeschwistern mit einer zerebralen Lähmung geboren wurde, lässt sich nicht einschränken. Geprägt von „Super-Mama“ Joanne, die sich weigert, Behinderung mit Ausgrenzung gleichzusetzen, wachsen die Brüder in festem Glauben an die Kraft von Abenteuern und Zugehörigkeit auf. Clay und sein Drillingsbruder Tanner fokussieren sich auf Skitourengehen und Big-Wave-Surfen. Gemeinsam mit einer bunten Truppe von Weltklasse-Para-Sportlern hinterfragen sie Grenzen und Inklusion in der Natur. Aus der persönlichen Reise entsteht mehr: eine größere Bewegung, Verbundenheit und neue Möglichkeiten – Outdoor-Abenteuer für alle.

ca. 17:10 Uhr

Der hängende Stein

ca. 17:10 Uhr

Der hängende Stein

Ivetta Urozhaeva | BARDAK.Media | Deutschland, Russland | 2 Min. | deutsch

Dieser Film ist eine poetische Reise zu den Wurzeln und Wundern einer Kindheit in Sibirien – zum hängenden Stein, der zu sprechen scheint: Ich liege hier schon lange. Seit der Himmel riss und die Berge begannen, sich zu erinnern. Einst flüsterte man an den Feuern von mir. Wenn ich erwache, gerät alles aus dem Gleichgewicht. Doch ich schlafe nicht aus Zorn. Ich schlafe, damit die Welt bestehen bleibt. Meine Ruhe ruht auf einem einzigen Stein. Er hängt über einem Abgrund von Jahrtausenden. Wie Erinnerung. Wie Stille. Wie das Letzte, was noch hält. Manchmal spüre ich: Die Waage hat gezuckt. Wegen einer Kleinigkeit. Was am Ende passiert, entscheiden jene, die über die Erde gehen.

ca. 17:15 Uhr

Monteviasco, Italiens vergessenes Bergdorf

ca. 17:15 Uhr

Monteviasco, Italiens vergessenes Bergdorf

Mirella Pappalardo, Lucia Vannucchi | Spiegel TV GmbH | Deutschland | 30 Min. | deutsch

Monteviasco ist ein abgelegenes Dorf in der Lombardei, weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten, ohne Geschäfte und Schule. Seit die Seilbahn, die in das Dorf hinaufführt, vor sieben Jahren den Betrieb eingestellt hat, ist Monteviasco nur noch über einen zweistündigen Fußmarsch oder per Helikopter erreichbar. Fünf verbliebene Bewohnerinnen und Bewohner harren dennoch in dem „vergessenen Bergdorf“ aus. Der Film beobachtet ihren isolierten Alltag inmitten schwindender Infrastruktur. Zugleich dokumentiert er die stille Beharrlichkeit der verbliebenen Bewohner und stellt die Frage, welche Zukunft die Dorfgemeinschaft erwartet.

ca. 17:50 Uhr

Un día al año

Einmal im Jahr

ca. 17:50 Uhr

Un día al año

Einmal im Jahr

Alfonso García Franco | Kutunka Films | Spanien | 16 Min. | spanisch/UT deutsch

Seit 1970 trifft sich im Atxarte-Tal in den Pyrenäen eine Gruppe Kletterer. Über die Jahre wachsen die Frauen und Männer zu einer engen Gemeinschaft zusammen. Ein schwerer Unfall markiert einen tiefen Einschnitt. Er führt zur Entstehung einer besonderen Tradition, mit der das Leben gefeiert und der Zusammenhalt der Community gestärkt wird. Doch nach fünf Jahrzehnten steht die jährliche Zusammenkunft unter dem Druck gesellschaftlicher Veränderungen und droht in Vergessenheit zu geraten. Der Film zeichnet das Porträt einer Gemeinschaft im Wandel, die nach Wegen sucht, ihre Identität zu bewahren und den Geist der Freiheit lebendig zu halten.

17 Uhr

Leidenschaften

Karma: The Line Between

Karma: The Line Between

Marcin Tomaszewski | Marcin Tomaszewski, START Foundation | Polen, Spanien | 10 Min. | polnisch/UT deutsch

Manche Ereignisse bleiben in Orten, Erinnerungen und Beziehungen lebendig. „Karma“ führt durch vertraute Räume – ein Zuhause, die Stadt, einen Flughafen und die Berge, die sich nach und nach in eine stille Geschichte über Entscheidungen und ihre Folgen fügen. Inspiriert von eigenen Erfahrungen als Alpinist und Big-Wall-Kletterer greift Marcin Tomaszewski Momente auf, in denen Menschen an einer Weggabelung stehen. Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen, während Stimmen nahestehender Menschen wie ferne Echos zurückkehren. Ein poetischer Film über Übergänge, Erinnerung und den Mut, einen eigenen Weg zu gehen.

Walter Bonatti a Bardonecchia

Walter Bonatti a Bardonecchia

Riccardo Topazio | Riccardo Topazio, Cai Bardonecchia | Italien | 51 Min. | italienisch/UT deutsch

Der Dokumentarfilm zeichnet anhand von Zeitzeugenberichten, Fotografien, Archivaufnahmen und historischen Beiträgen die Jahre nach, die der Alpinist Walter Bonatti in Bardonecchia verbrachte. Nach seinem frühen Ruhm im Zuge der italienischen K2-Expedition 1954 wird er im folgenden Winter von der Gemeinde als Bergführer und Skilehrer engagiert. Zwei Jahre lebt er in dem piemontesischen Ort, der ihn nicht nur aufnimmt, sondern geradezu adoptiert. Für Bonatti war der Aufenthalt in Bardonecchia prägend – eine Übergangsphase zwischen einer großen alpinistischen Karriere und einem Leben als öffentliche Person.

Gletscherkonzert Chiara Schmidt

Klettern, Klima und Klavier · Chiara Schmidt

Gletscherkonzert Chiara Schmidt

Klettern, Klima und Klavier · Chiara Schmidt

Elena Blume | Bayerischer Rundfunk | Deutschland | 12 Min. | deutsch

Bergsport und Umweltschutz sind für Chiara Schmidt kein Widerspruch. Die Pianistin aus Salzburg ist begeisterte Kletterin und engagiert sich für den Klimaschutz, indem sie ihre Musik in die Berge bringt. Mit Konzerten auf Gipfeln und im Hochgebirge will sie auf die dramatischen Folgen des Klimawandels aufmerksam machen. Unterstützt von Freundinnen und Bergkameraden transportiert sie ihr Keyboard und die Ausrüstung zu entlegenen Spielorten in beeindruckender Kulisse. Der Film begleitet sie beim Klettern am Plombergstein und bei einem Gletscherkonzert in den Hohen Tauern – und zeigt dabei die Verbindung von Musik und Naturerlebnis.

Emil & Karl – Kleine Reifen, große Berge

Emil & Karl – Kleine Reifen, große Berge

Holger Wimmer | schau ma mal film | Deutschland | 23 Min. | deutsch

Zwei Väter brechen mit ihren kleinen Söhnen Emil und Karl zu einer sechstägigen Mountainbike-Tour durch die Schweizer Alpen auf. Mit schwerem Gepäck und Kinderanhängern bewältigen sie 180 Kilometer und 6.000 Höhenmeter rund um den Schweizerischen Nationalpark im Kanton Graubünden. Zwischen steilen Anstiegen, Wetterumschwüngen und kindlichen Bedürfnissen wird die Reise zur täglichen Herausforderung, aber auch zu einem intensiven Familienabenteuer. Während die Kinder die Natur staunend entdecken, lernen die Väter, Tempo und Erwartungen anzupassen. So entsteht während der anstrengenden Tour eine besondere Vater-Kind-Bindung inmitten einer beeindruckenden Berglandschaft.

17 Uhr

Leistungen

The Thin Air Between

Zwischen Erfolg und Scheitern

The Thin Air Between

Zwischen Erfolg und Scheitern

Simon Hipkins | Key Pictures | Großbritannien | 27 Min. | englisch/UT deutsch

Der ehemalige Radprofi Joe Petrowski hat 14 Stunden Zeit, um Geschichte zu schreiben: Innerhalb dieses Limits will er 290 Kilometer von der italienischen Riviera nach Chamonix radeln, von dort auf den Mont Blanc steigen und damit 4.810 Höhenmeter überwinden. Sein Ziel? Die Fastest Known Time (FKT), gehalten vom italienischen Triathleten Marcello Ugazio, zu unterbieten. Stürze, Stürme, Gewitter und Gletscherspalten stehen seinem Vorhaben im Weg. In einer schlaflosen Nacht geht Joe bis an seine Grenzen, um herauszufinden, wo genau die Belastbarkeit endet und der Wahnsinn beginnt. Eine atemberaubende, visuell beeindruckende Reise in die dünne Luft zwischen Erfolg und Scheitern.

K2 – Mon Amour

K2 – Mon Amour

Mathieu Rivoire | Mathieu Rivoire Films | Frankreich | 40 Min. | französisch, englisch/UT deutsch

Im Sommer 2024 brechen die Alpinistin Liv Sansoz und der Bergsteiger Zeb Roche zum K2 (8.611 m) auf. Ihr ehrgeiziges Ziel ist, den zweithöchsten Berg der Erde ohne zusätzlichen Sauerstoff zu besteigen und anschließend im Tandem-Gleitschirm vom Gipfel zu starten. Mit spektakulären, bislang ungesehenen Aufnahmen ist der Film weit mehr als die Dokumentation eines außergewöhnlichen Gipfelversuchs. Er begleitet das Paar durch Zweifel, Entbehrungen und entscheidende Momente einer Expedition und wird zu einer poetischen Liebeserklärung an die wilde, raue und zugleich faszinierende Schönheit des K2 und seiner einzigartigen Hochgebirgslandschaft.

 

The Fast Line

The Fast Line

Jochen Schmoll | Red Bull TV | Schweiz, Spanien | 30 Min. | schweizerdeutsch

Der Film begleitet den Schweizer Nicolas Hojac und den Österreicher Philipp Brugger bei dem Versuch, den Geschwindigkeitsrekord für die Durchsteigung der Nordwände von Eiger, Mönch und Jungfrau zu brechen. Ihr Ziel ist, die Triologie in unter 24 Stunden zu schaffen. In Dunkelheit, Eis und steilem Fels kämpfen die beiden Alpinisten unter extremen Bedingungen gegen die Zeit. Nach 15 Stunden und 30 Minuten erreichen sie den Gipfel der Jungfrau – fast zehn Stunden schneller als der vormalige, 2004 von Stephan Siegrist und Ueli Steck aufgestellte Rekord. Regisseur Jochen Schmoll war bereits dreimal Preisträger beim Internationalen Bergfilm Festival Tegernsee.

17 Uhr

Mit Liebe

Fossa Santa

Das Heilige Grab

Fossa Santa

Das Heilige Grab

Paolo Vinati | Italien | 15 Min. | ladinisch/UT deutsch

In der Kirche von Kolfuschg (ladinisch Calfosch) im Gadertal bauen Gemeindemitglieder zu Ostern jährlich das Heilige Grab („Fossa Santa“) auf – eine Installation aus dem 19. Jahrhundert von großem historischen und künstlerischen Wert. Die eindrucksvolle Passionsdarstellung zeigt verschiedene Szenen aus der Passion Jesu Christi und ist Teil einer bis heute gepflegten regionalen Tradition der Kar- und Osterliturgie im Alpenraum. Der Dokumentarfilm von Paolo Vinati beleuchtet diese besondere Tradition und ihre kulturelle Bedeutung für das Gadertal und darüber hinaus.

Loving Karma

Loving Karma

Johnny Burke, Andrew Hinton | Andrew Hinton | Indien | 80 Min. | hindi, tibetisch, englisch/UT deutsch

„Loving Karma“ von Johnny Burke und Andrew Hinton ist die Fortsetzung des Emmy-prämierten Dokumentarfilms „Tashi and the Monk“. Zwölf Jahre nach ihrem erstem Besuch kehren die Filmemacher nach Jhamtse Gatsal im Himalaya zurück, einer vom ehemaligen buddhistischen Mönch Lobsang Phuntsok gegründeten Gemeinschaft für Kinder mit schweren traumatischen Erfahrungen. Im Zentrum des Films stehen Lobsang selbst, die inzwischen herangewachsene Tashi sowie Kinder, die in jüngerer Vergangenheit in die Gemeinschaft aufgenommen wurden. Ein beeindruckender Film über die Arbeit eines beeindruckenden Mannes, der mit gelebter Liebe, Fürsorge und Geduld Kindern eine zweite Lebenschance verschafft.

19:30 Uhr

DAV-Abend | Lawinen und Risiken

Fathom

Fathom

Matthias und Jakob Weger | Weger Brothers | Italien | 10 Min. | englisch/UT deutsch

„To fathom“ bedeutet, etwas zu ergründen, einer Sache nachzugehen, die Ursachen zu erforschen. Der Kurzfilm des Brüderpaars Jakob und Matthias Weger trägt diesen Titel nicht umsonst. Während des Aufstiegs in einer steilen und schmalen Rinne in den Dolomiten werden die beiden Südtiroler von einem Schneebrett erfasst und in die Tiefe gerissen. Und die Brüder stehen vor der Frage, ob sie weiterhin nur Heldengeschichten, oder auch die oft bittere Realität des extremen Freeridens zeigen und aus der Auseinandersetzung mit eigenen Fehlern lernen wollen.

 

Better Up There

Better Up There

Mathis Dumas | Frankreich | 40 Min. | französisch/UT deutsch

Der Franzose Léo Slemett ist einer der hoffnungsvollsten Newcomer in der Welt des Freeride-Skifahrens. Unermüdlich kämpft er gegen Widrigkeiten, um seine Träume verwirklichen und die Grenzen seiner Fähigkeiten erweitern zu können. Doch das Schicksal ist nicht auf seiner Seite: Immer wieder hat Slemett mit Rückschlägen zu kämpfen, und der Verlust zweier Lebenspartnerinnen bringt ihn völlig aus dem Gleichgewicht. In dem Bewusstsein, dass die Berge ihm vieles genommen, aber alles gegeben haben, versucht er, nach und nach ins Leben zurückzufinden.

„Better Up There“ wird zusammen mit „Fathom“ im Rahmen des DAV-Abends zum Thema „Lawinen und Risiken“ gezeigt.

 

19:30 Uhr

Nepal-Abend

Sherpa – Trouble on Everest

Sherpa – Trouble on Everest

Jennifer Peedom | Felix Media, Arrow Media | Australien | 95 Min. | englisch, nepali/UT deutsch

Regisseurin Jennifer Peedom wollte die Spannungen der Everest-Saison 2014, als sich der Ärger über gefährliche Arbeitsbedingungen und wirtschaftliche Ausbeutung in Handgreiflichkeiten entlud, aus der Perspektive der Sherpas dokumentieren. Doch während der Dreharbeiten verändert eine Lawine im Khumbu-Eisbruch, bei der 16 Sherpas ums Leben kommen, den filmischen Ansatz grundlegend. Im Mittelpunkt stehen fortan die Trauer und der Zusammenhalt der Sherpa-Gemeinschaft, die sich nach der Tragödie entschließt, das Geschäft am Berg, den sie Chomolungma nennt, zurückzuerobern.

Jennifer Peedom wurde 2026 mit dem „Grand Prix“ der International Alliance for Mountain Film für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.

19:30 Uhr

Aufbrüche

Northaway

Northaway

Leon Buchholz | THV Productions Thelonious Hartmann | Deutschland | 24 Min. | deutsch

Zwei Freundinnen brechen auf zu einer Ski-Expedition über den Jostedalsbreen, den größten Festlandgletscher Europas. Ihr Ansatz ist minimalistisch. Sie reisen mit dem Zug nach Norwegen, bereiten ihr Essen im Voraus selbst zu und reduzieren ihre Ausrüstung auf das Nötigste. Auf der Durchquerung der gewaltigen Eislandschaft geraten sie in extreme Wetterbedingungen, kämpfen sich durch Stürme und Whiteouts und erleben zugleich die überwältigende Schönheit einer sich ständig verändernden Natur. Die bewusste Reduktion der Mittel, das Vertrauen auf das eigene Können und die unmittelbare Erfahrung der Wildnis sind die Ingredienzen eines großen Abenteuers.

Inner Fight

Inner Fight

Núria Castán Barón | Spanien, Österreich | 21 Min. | katalanisch, spanisch/UT deutsch

Die autobiografische Dokumentation von Núria Castán Barón begleitet die Zweitplatzierte der Freeride World Tour 2024 auf ihrem Weg vom Beginn ihrer Snowboard-Karriere bis zu einem einschneidenden Erlebnis: Am 4. April 2023 überlebt sie eine Lawine, deren Folgen ihre psychische Gesundheit stark beeinträchtigen. Aus Leidenschaft wird Angst und Schmerz. Dann folgt der Heilungsprozess, in dem die junge Frau lernt, ihre Vergangenheit anzunehmen und die Kontrolle über ihre Gedanken zurückzugewinnen. In ästhetisch gestalteten Bildern beschreibt Núria ihren Kampf und ihr Comeback in den Freeride-Sport – eine Geschichte über Resilienz, mentale Gesundheit und innere Stärke.

Chimères Patagones

Chimères Patagones

Guillaume Broust | Fastprod | Frankreich | 35 Min. | französisch/UT deutsch

Im Februar 2024 gelingt Lise Billon, Fanny Schmutz und Maud Vanpoulle die erste reine Frauenbegehung der legendären „Kompressor-Route“ am Cerro Torre in Patagonien. Seit ihrer Erstbegehung 1971 durch den Italiener Cesare Maestri ist diese Linie berühmt und berüchtigt. Ebenso humorvoll wie hintergründig erzählt Billon aus ihrer Sicht, wie die drei Alpinistinnen gegen technische Herausforderungen in Fels und Eis, ihre eigenen Dämonen und traditionelle Rollenbilder im Alpinismus ankämpfen. Guillaume Broust erhielt 2025 eine Lobende Erwähnung der Jury für „The Future of Climbing“ und 2019 den Preis „Bester Film – Erlebnisraum Berg“ für „The Pathan Project“.

Vaddas

Vaddas

Merlin Libicky | Valentin Werner-Tutschku, Mountain Tribe | Österreich | 15 Min. | deutsch, englisch/UT deutsch

Eine Gruppe von Skifahrern reist in den hohen Norden, um auf einer arktischen Insel steile Linien zu befahren. Doch kurz vor der Abreise gerät das Vorhaben ins Wanken: In dem kleinen 500-Seelen-Dorf, das als Ausgangspunkt dienen soll, ist die Tankstelle abgebrannt – ein scheinbar nebensächliches Ereignis, das die gesamte Logistik des Unternehmens verändert. Die Protagonisten sind mit Unsicherheiten und langen Wartezeiten konfrontiert. Gezwungen zu improvisieren, passen sie ihre Ziele der neuen Situation an. Als sich schließlich ein schmales Zeitfenster öffnet, erleben sie eine Abfahrt, die die Erwartungen weit übersteigt.

 

19:30 Uhr

Analog

Der Letzte seiner Art

Der Letzte seiner Art

Markus Schindler, Theresa Weidmann | Markus Schindler, Frieda Film | Deutschland | 29 Min. | deutsch

„Der Letzte seiner Art“ begleitet den Naturfilmer Jürgen Eichinger, der seit mehr als vier Jahrzehnten konsequent auf analogem 16-mm-Filmmaterial arbeitet. Mit Geduld, handwerklicher Präzision und großer Kenntnis alpiner Lebensräume entstehen Aufnahmen von Wildtieren, Bergen und Landschaften. Das Porträt blickt hinter die Kamera eines Filmemachers, dessen Arbeitsweise von langen Aufenthalten im Gebirge, dem Warten auf den richtigen Moment und der Hingabe an das analoge Medium geprägt ist. Eine Hommage an das Naturfilmen – ein entschleunigtes Handwerk, das von filmischer Beobachtungsgabe lebt.

Die Regisseure Markus Schindler und Theresa Weidmann sowie Jürgen Eichinger sind anwesend.

Unsere Berge im Wandel – Die Alpen

Unsere Berge im Wandel – Die Alpen

Jürgen Eichinger | Deutschland | 45 Min. | deutsch

Vier Jahre lang begleitet Jürgen Eichinger den tiefgreifenden Wandel der Alpen. Mit eindrucksvollen Vorher-Nachher-Bildvergleichen, großartigen Panoramaaufnahmen und intensiven Tierbeobachtungen folgt der Film den Veränderungen von Gipfeln, Bergwald, Wildfluss und Almflächen. Er zeigt, wie Klimawandel und menschliche Eingriffe Lebensräume umformen und wie sich Wildtiere den neuen Bedingungen anpassen – oder an ihre Grenzen geraten. Eine bildgewaltige Bergnatur-Dokumentation über Dynamik, Vergänglichkeit und die Zukunft des alpinen Lebensraums. Jürgen Eichinger ist ein vielfach ausgezeichneter Filmemacher, der bis heute auf analogem Filmmaterial arbeitet. 

Regisseur Jürgen Eichinger ist anwesend.

19:30 Uhr

Hinschauen

Kongo – Of Mud and Blood

Kongo – Im Rausch der Hoffnung

Kongo – Of Mud and Blood

Kongo – Im Rausch der Hoffnung

Jean-Gabriel Leynaud | PallasFilm GmbH | Frankreich, Deutschland | 90 Min. | französisch, swahili, kinyarwanda/UT deutsch

Ein ebenso wichtiger wie beeindruckender Film. Aus der Perspektive seiner Protagonisten und Protagonistinnen erzählt er vom Leben in Numbi, einer kleinen Stadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Unmittelbar führt er in den Alltag der Menschen, die das Erz Coltan unter extremen Bedingungen abbauen – ein Rohstoff, der für nahezu alle modernen elektronischen Geräte unverzichtbar ist. Mit seinem beobachtenden, nie urteilenden Blick schafft es Filmemacher Jean-Gabriel Leynaud, die grausame Härte eines Lebens zwischen Staub und Schlamm, zwischen Rausch und Entbehrung zu zeigen. Ohne erhobenen Zeigefinger dokumentiert er, welche Folgen die Globalisierung zeitigt und wer die Kosten der Digitalisierung trägt. Ein Film, der uns alle angeht.