09:30 Uhr

Kinderkino

Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde

Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde

Antonia Simm | Bayerischer Rundfunk, megaherz Film | Deutschland | 93 Min. | deutsch

Checker Tobi stößt beim Entrümpeln seines Kellers auf eine alte Videoaufnahme. Darin stellt sein achtjähriges Ich die erste Checker-Frage: Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich? Die Suche nach der vergessenen Antwort wird zu seinem bislang größten Abenteuer. Sie führt in die Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars, nach Spitzbergen zum arktischen Saatgut-Tresor und auf den Spuren der Maya in die verwinkelten Höhlensysteme Mexikos. Zwischen Hundeschlittenfahrten und Kletterpartien erwächst in Tobi die Erkenntnis, welche Verantwortung wir für unsere Erde haben. Der dritte Kinofilm von Checker Tobi strotzt vor Abenteuerlust, Humor und Neugierde – ein Muss für junge Filmfans!

12 Uhr

Nonstop I

12 Uhr

Frozen Atlantis – Seeking Wonder in Shifting Lands

12 Uhr

Frozen Atlantis – Seeking Wonder in Shifting Lands

Bernhard Schirg | Schweden, Deutschland | 62 Min. | englisch/UT deutsch

Zu Fuß, im Kajak und auf Ski erkundet Regisseur Bernhard Schirg Berg-, Fluss- und Gletscherlandschaften Nordschwedens, die von Wasserkraftwerken, schwindendem Eis und Rohstoffabbau geprägt sind. Auf seinen Erkundungen folgt er Spuren des Gelehrten Olof Rudbeck aus dem 17. Jahrhundert. Auf dessen Expedition entstanden frühe kartografische Bergpanoramen, während er Mythen wie Atlantis und Elysium mit den Landschaften Skandinaviens verband. „Frozen Atlantis“ dringt in die Bedeutungsebenen hinter den heutigen Landschaften vor und untersucht, wie Geschichten unsere Beziehung zur Welt prägen und wie Mythen in sich wandelnden Landschaften bis heute Orientierung bieten.

ca. 13:10 Uhr

1910 – The Uncovering

1910 – Die Enthüllung

ca. 13:10 Uhr

1910 – The Uncovering

1910 – Die Enthüllung

Chad Townsend | Chad Townsend, Skogen Studios | Kanada | 27 Min. | englisch, japanisch/UT deutsch

Viele Jahre lang war eine Eisenbahnstrecke die einzige Verbindung quer durch Kanada – ein schmales Stahlband durch hohe und wilde Bergregionen. 1910 kamen bei einem tragischen Ereignis 58 Eisenbahnarbeiter aus Europa und Japan ums Leben: Während sie die Gleise von den Überresten einer Lawine befreiten, ging mitten in der Nacht eine weitere Lawine ab. Die Dokumentation beleuchtet das Leben zweier ungewöhnlicher Freunde, die durch das Lawinenunglück verbunden sind – eines Geschäftsmannes aus der Stadt und eines Skiführers aus den Bergen. Sie eint das Bedürfnis nach Sinn und Heilung  sowie der Wille, die mit dem Unglück verbundenen Geheimnisse und Ungerechtigkeiten aufzuklären.

ca. 13:45 Uhr

Pedro – Ein Leben in den Bergen

ca. 13:45 Uhr

Pedro – Ein Leben in den Bergen

Alexander Stratigenas | Timothy Ross, Noah Weyermann, Jona Weyermann; ORISONO GmbH | Schweiz | 30 Min. | schweizerdeutsch/UT deutsch

Pedro Casanellas ist ein leidenschaftlicher Bergführer, Kletterer und Skilehrer, der seit seinem 15. Lebensjahr in der Schweiz lebt. Inmitten der Alpen hat er nicht nur seine Berufung, sondern auch sein Zuhause gefunden. Im Kanton Tessin bewohnt Casanellas ein einfaches Rustico, ohne jeglichen Komfort, aber dafür in unmittelbarer Nähe zur umgebenden Natur. „Pedro – Ein Leben in den Bergen“ ist ein berührender Dokumentarfilm über einen Menschen, der es geschafft hat, sein Denken und Tun in Übereinstimmung zu bringen – ein leiser Film über Freiheit, Naturverbundenheit und ein bewusstes Leben abseits der Moderne.

 

ca. 14:20 Uhr

Ätna – Tanz auf dem Vulkan

ca. 14:20 Uhr

Ätna – Tanz auf dem Vulkan

Michael Düchs | Bayerischer Rundfunk | Deutschland | 28 Min. | deutsch

Ein Tanz auf dem Vulkan: Mountainbiken am Ätna – ist das überhaupt möglich? Spektakuläre Lavafontänen und rauchende Krater bringen den Ätna regelmäßig in die Schlagzeilen. Mit dem Mountainbike erkundet ein Filmteam den höchsten aktiven Vulkan Europas und taucht ein in eine faszinierende Landschaft aus Lavafeldern, Wäldern und weiten Panoramen. Zwischen schweißtreibenden Anstiegen, grandiosen Abfahrten und dem Genuss sizilianischer Gastfreundschaft entsteht ein Abenteuer voller Kontraste. Höhepunkt der Reise ist der Versuch, den rund 3.400 Meter hohen Gipfel zu erreichen – ein Vorhaben, das von Wind, Wetter und den Launen des Vulkans abhängt. Wird „Mama Ätna“ den Aufstieg erlauben?

16 Uhr

Nonstop II

Sustraiak, raíces perdidas

Sustraiak, verlorene Wurzeln

Sustraiak, raíces perdidas

Sustraiak, verlorene Wurzeln

Luis Arrieta Etxeberria | La Docfilms | Spanien, Marokko | 73 Min. | spanisch, arabisch/UT deutsch

Hiba, Bachir und Manan – drei junge Menschen, die als Kinder ohne elterliche Begleitung aus ihren Herkunftsländern in die spanische Provinz Navarra migrierten. In der neuen Umgebung finden sie im Klettern und in den Bergen einen Ort der Freiheit, an dem ihre Sorgen in den Hintergrund treten und sie ein neues Selbstbewusstsein entwickeln können. Die Natur wird zum Raum, in dem die Geflüchteten ankommen, sich stärken und sich ihrer selbst vergewissern können. Doch während sich ihre Lebenswege langsam auseinanderentwickeln, wird auch die Fragilität dieser gemeinsamen Zuflucht deutlich. Zwischen traumatischer Vergangenheit, Gegenwart und unsicherer Zukunft stellt sich die Frage, wie Zugehörigkeit entstehen kann, wenn die eigenen Wurzeln gekappt werden.

ca. 17:20 Uhr

UR

Der Ursprung

ca. 17:20 Uhr

UR

Der Ursprung

Pablo Casanueva | Freews Producciones | Spanien | 16 Min. | spanisch/UT deutsch

Ein Hirte und ein Adliger durchqueren gemeinsam eine weite Landschaft aus schroffen Kalksteinbergen. In dieser rauen und zugleich geheimnisvollen Umgebung verwischen die Grenzen zwischen zwei sozialen Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Der Weg ist lang, und nur einer der beiden kennt die Richtung. Während sich die Landschaft zunehmend als eigenständige Kraft zwischen ihnen behauptet, verschiebt sich auch das Verhältnis der Männer zueinander. Aus Distanz entsteht Abhängigkeit, aus Unsicherheit Vertrauen. Der Film entfaltet eine stille, allegorische Reise über Orientierung, Macht und das fragile Gleichgewicht zwischen Wissen, Natur und menschlicher Erfahrung.

ca. 17:50 Uhr

Ils furbazs da Cavaione

Die „Furbi“ von Cavaione

ca. 17:50 Uhr

Ils furbazs da Cavaione

Die „Furbi“ von Cavaione

Romana Costa | Radiotelevisiun Svizra Rumantscha RTR | Schweiz | 26 Min. | rätoromanisch, italienisch/UT deutsch

Die Bewohner des abgelegenen Dorfes Cavaione oberhalb des Puschlavs nahe der Grenze zum Veltlin wechselten jahrhundertelang geschickt zwischen Schweizer und italienischer Identität, um Steuern und Militärdienst zu umgehen. Erst 1875 erhielten sie die Schweizer Staatsbürgerschaft, der Weiler und 108 Menschen wurden der Gemeinde Brusio zugeteilt. Heute leben nur noch acht Menschen ganzjährig in Cavaione. Zum 150‑jährigen Jubiläum strömte das ganze Tal herbei und erinnerte an das Dorf, das als letztes der Eidgenossenschaft beitrat. Seine Geschichte steht für Überlebenskunst, das Überwinden und Akzeptieren von Grenzen sowie regionale Identität in den Bündner Alpen.

17 Uhr

Heimatlieben

Volat

Volat

Zar Bagheri | Orimond Media | Iran | 24 Min. | persisch/UT deutsch

Der 94-jährige Seyfour will 50 Jahre nach seiner Vertreibung in seine überflutete Heimat zurückkehren. Sein einstiges Zuhause ist durch den Bau eines Staudamms unter Wasser verschwunden. Während seine Familie die Reise als sinnlos betrachtet, macht er sich allein auf den Weg, um den letzten verbliebenen Teil seines Landes und das Grab seines Vaters zu schützen. Der Film erzählt von Erinnerung, Verlust und der unauflöslichen Verbindung zwischen Identität und Herkunft. In der Rückkehr eines Einzelnen verdichtet sich eine universelle Geschichte über das Verschwinden von Orten und das Beharren auf Zugehörigkeit.

Der verkaufte Fichtelberg

Der verkaufte Fichtelberg

Dirk Schneider | Mitteldeutscher Rundfunk | Deutschland | 44 Min. | deutsch

Der höchste Berg der DDR wurde einst als „St. Moritz des Ostens“ gefeiert. Am einzigen adäquaten Alpinski-Berg des Landes wurde die damalige Skisportelite trainiert. Der Film erzählt vom Ringen mit der Privatisierung des Berges – seit Herbst 2025 sind das Plateau, das Fichtelberghaus, Lifte, Schneekanonen und die gesamte Infrastruktur in Unternehmerhand. Porträtiert werden Menschen wie der Abenteurer Lutz Heinrich, der vom Fichtelberg aus die Welt eroberte und in der Heimat beinahe zerbrach. Jens Weißflog, Skisprung-Legende, Olympiasieger, später Hotelier und Unternehmer, der sich unverschuldet im Zentrum eines Tourismusskandals wiederfand. Und Investor Rainer Gläss, der als junger Mann den Fichtelberg kennenlernte und nicht mehr von ihm loskam.

Embers

Glut

Embers

Glut

Trixie Pacis | Sasha Galitzki, Trixie Pacis | Kanada | 24 Min. | englisch/UT deutsch

Am 24. Juli 2024 zerstörte ein Waldbrand in Jasper, Alberta, das Zuhause der Luftakrobatin Sasha Galitzki. „Embers“ verbindet den Verlust ihrer Heimat mit dem Gletscherschwund, den sie seit Jahren beobachtet – zwei Folgen derselben Ursache, des Klimawandels. Ein Jahr nach dem Brand begleitet der Film Galitzki beim Wiederaufbau ihres Lebens und bei der Auseinandersetzung mit den Veränderungen, die Natur und Gemeinschaft prägen. Im Austausch mit Expertinnen sucht sie nach Antworten und findet über ihre Kunst zurück zur Hoffnung. Mit eindrucksvollen Luftakrobatik-Performances wird „Embers“ zu einer bewegenden Botschaft für den Umweltschutz.

17 Uhr

Erkundungen

Klettern am Salbitschijen

Klettern am Salbitschijen

Malte Roeper | Bayerischer Rundfunk | Deutschland | 27 Min. | deutsch

Steil, spektakulär und traditionsreich: Der Salbitschijen (2.985 m) im Schweizer Kanton Uri zählt zu den bekanntesten Granit-Kletterbergen der Alpen. Malte Roeper erkundet das Massiv auf mehreren Routen mit verschiedenen Seilpartnern. Mit Rita Christen klettert er am Westgrat, später führt ihn Dan Loutrel über den Südgrat Richtung Gipfel. Salbitbrücke, Salbithütte und ein Biwak auf 2.400 Metern gehören zu den Höhepunkten. Begegnungen mit prägenden Persönlichkeiten wie Moses Gamma runden die Tour ab. Malte Roeper erhielt gemeinsam mit Tom Dauer 2004 den Preis für den besten Landschaftsfilm für „Die Alpen – Eine Reise durch Bayrisch-Afrika“.

Shaped by Land

Shaped by Land

Emily Sullivan | Vast Expanses | USA | 16 Min. | englisch, grönländisch, dänisch/UT deutsch

Adam Kjeldsen gehört in einer Branche, die weitgehend von internationalen Anbietern dominiert wird, zu den wenigen Inuit-Skiführern Grönlands. Der Dokumentarfilm begleitet ihn bei seinem Einsatz für eine Form des Skitourismus, die stärker in der lokalen Gemeinschaft verankert ist und den Menschen vor Ort zugutekommt. Vor der eindrucksvollen Kulisse arktischer Berge und Fjorde entsteht das Porträt eines Mannes, dessen Beziehung zum Land weit über den Sport hinausreicht. Dabei thematisiert der Film Fragen von kultureller Identität, wirtschaftlicher Teilhabe und dem Recht, die eigene Heimat selbst zu gestalten.

Pionierinnen am Berg

Pionierinnen am Berg

Lisa Röösli | SRF, Schweizer Radio und Fernsehen | Schweiz | 50 Min. | deutsch

Nina Caprez, Nicole Niquille und Rita Christen – drei Frauen, die ihren Leidenschaften folgten und so en passant zu Pionierinnen wurden. Denn auch wenn sie sich das Thema Gleichberechtigung nicht plakativ auf die Fahnen schrieben, schafften sie es doch, sich in einer männlich geprägten Welt zu behaupten. Der Dokumentarfilm wirft einen Blick zurück in die Zeit, die von Vorurteilen gegenüber Bergsteigerinnen geprägt war. Zugleich vermittelt er, dass gerade die Berge Räume öffnen, um ein selbst bestimmtes Leben führen zu können. So wurden die drei Protagonistinnen zu Wegbereiterinnen – und hinterließen Spuren, denen junge Frauen folgen können.

17 Uhr

Innere Stimmen

La Cimota – Mein innerer Berg

La Cimota – Mein innerer Berg

Johannes Aitzetmüller | fancy tree films | Österreich | 6 Min. | deutsch

Der künstlerisch-poetische Kurzfilm beschreibt das Freeski-Leben von Matthias Haunholder. „La Cimota“ ist für ihn eine innere Landschaft, sein innerer Berg – eine Lebensweise und Philosophie zwischen Skifahren, Leistungssport, Expeditionen und der Suche nach Sinn, Erfüllung und Gleichgewicht. Regisseur Johannes Aitzetmüller übersetzt diese Biografie in einen atmosphärisch dichten, visuell starken Filmraum zwischen Erinnerung, Traum und Zeitdehnung. Er erzählt von einer Reise, in deren Mittelpunkt zunächst sportlicher Erfolg, jetzt aber existenzielle Fragen nach Bewusstsein und Identität stehen.  „La Cimota“ ist schließlich kein Ort, sondern ein Zustand.

Archaic

Archaic

Mathieu Le Lay | Mathieu Le Lay Productions, Sony Europe | Frankreich | 14 Min. | rumänisch/UT deutsch

Ein ehemaliger rumänischer Bühnenschauspieler lässt die Welt des Theaters hinter sich und kehrt mit der Fotokamera in ein abgelegenes Tal in den Karpaten zurück. Auf der Suche nach Spuren einer verschwindenden Lebensweise begegnet er Menschen, Ritualen und Landschaften, die von jahrhundertealten Traditionen geprägt sind. Zwischen dokumentarischer Beobachtung und persönlicher Reise entsteht das Porträt einer archaischen Welt, deren Schönheit und Zerbrechlichkeit im Wandel der Zeit sichtbar werden. Regisseur Mathieu Le Lay erhielt 2022 für seinen Film „Yukon“ den Preis „Bester Film – Kategorie Naturraum Berg“ beim Bergfilm-Festival Tegernsee.

Trotz allem am Berg

Trotz allem am Berg

Nikolaus Mahatsek | TwoNiks Film, Filmfarm | Österreich | 47 Min. | deutsch

Der vierfache Para-Climbing-Weltmeister Angelino Zeller, die mit Beinprothese wandernde und kletternde Christina Wechsel sowie die 94-jährige Kletterin Maria Kittl – Menschen, die nach schweren Unfällen und einschneidenden Schicksalsschlägen ihren Weg zurück in die Berge gefunden haben. Trotz körperlicher Einschränkungen verbindet die ganz unterschiedlichen Sportler und Sportlerinnen ihre Leidenschaft für die Berge. Die Dokumentation verschiebt den Fokus bewusst weg vom erlittenen Unglück hin zu dem, was trotz allem möglich ist. Auf diese Art entsteht ein vielschichtiges Bild von Resilienz, Selbstbestimmung und Bergliebe.

Lange Tage

Lange Tage

Moritz Grötsch | Rémi Königswenger | Deutschland | 22 Min. | deutsch

Der Dokumentarfilm „Lange Tage“ von Moritz Grötsch begleitet Bernhard Kämmerer auf seinem Weg zum Transcontinental Race 2025, einem der härtesten selbstunterstützten Ultra-Radrennen Europas: 4676 Kilometer von der spanischen Atlantikküste bis ans Schwarze Meer. So ungeheuerlich dieses Vorhaben klingt, so akribisch bereitet sich Kämmerer auf sein Abenteuer vor. Dabei nimmt er den Zuseher mit auf seine Trainingstouren, lässt ihn teilhaben an Zweifeln, Sorgen und Ängsten. Ob der Ausdauersportler letzten Endes am Ziel ankommt, wird dabei zweitrangig. Denn das Wichtigste ist, das macht der Film deutlich, überhaupt aufzubrechen.

19:30 Uhr

Bayern2-Abend | Abenteuerinnen

Fifty-Fifty

Fifty-Fifty

Angela Perceival | Arc‘teryx Presents | Kanada | 10 Min. | englisch/UT deutsch

Sich zu einer Seilschaft zusammenzuschließen, bedeutet mehr, als eine Zweckgemeinschaft einzugehen. Schließlich geht es nicht nur darum, ein paar Längen zu meistern. Nein, eine Seilschaft ist nicht nur durch das Kletterseil, sondern auch durch ein unsichtbares Band des Vertrauens und Verständnisses verbunden. In diesem Sinne bilden die Alpinistinnen Ines Papert und Sarah Huenekin ein perfektes Paar. Gemeinsam beweisen die beiden Ü-50-Jährigen, dass Alter nur eine Frage der Perspektive ist – und dass sie in der Lage sind, ihr Potenzial dann gänzlich auszuschöpfen, wenn sie sich als Kletterpartnerinnen gegenseitig unterstützen.

The Queen Swing

The Queen Swing

Thibaut Marot | Laura Pineau, Kate Kelleghan, Marine Thevenet | Frankreich | 53 Min. | englisch/UT deutsch

Kate Kelleghan und Laura Pineau haben ein ehrgeiziges Ziel. Als erste Frauenseilschaft wollen sie die legendäre „Triple Crown“ aus drei Big Walls an El Capitan, Half Dome und Mount Watkins in unter 24 Stunden bewältigen. Dafür müssen sie über 3000 Klettermeter und große Distanzen zwischen den Wänden zurückgelegen. Der Film begleitet die beiden Ausnahme-Kletterinnen während intensiver Vorbereitungen über die akribische Planung bis zum entscheidenden Versuch im kalifornischen Yosemite Valley. Das Schöne daran ist: Trotz aller Mühen, Herausforderungen und Risiken verlieren Kelleghan und Pineau weder ihren Humor noch ihre Leichtigkeit, mit der sie dem extremen Tun ein modernes, weibliches Antlitz schenken.

 

 

19:30 Uhr

Familiengeschichten

Ein ganz normales Leben

Ein ganz normales Leben

Jakob Schweighofer, Hermann Erber | Filmfarm | Deutschland, Österreich | 45 Min. | deutsch

Das Rezept für eine lange, gute Beziehung? Gemeinsam klettern und Abenteuer erleben. Während ihre Altersgenossen in den Ruhestand gehen, planen Ilse und Fritz fröhlich ihre nächsten Kletterreisen. Seit gut 60 Jahren geht das abenteuerlustige Ehepaar unbeirrt wilde Wege. Während einer Klettertour im Mühlviertel entfaltet sich ein Jahrhundertpanorama zwischen Alpen, Wüsten und Himalaya, das den Zuseher staunen und schmunzeln lässt. Doch welche Spuren hinterlässt ein solches Leben in den eigenen Kindern? Vor dem Hintergrund zweier spannender Biografien entspinnt sich eine berührende Reflexion darüber, wie individuelle Freiheit, gegenseitige Verantwortung und gelebte Werte in Einklang gebracht werden können.

2000 jours au paradis

2000 Tage im Paradies

2000 jours au paradis

2000 Tage im Paradies

Véronique, Anne und Erik Lapied | Lapiedfilm | Frankreich 69 Min. französisch/UT deutsch

Über 2.000 Tage begleitet der Film Vater, Mutter und Tochter Lapied auf der Suche nach den scheuen Bewohnern der Bergwelt: Bereits seit 18 Jahren beobachten die Lapieds die Wildtiere des Gran-Paradiso-Massivs. Fernab aller Wege erforschen sie ihre Spuren und Verhaltensweisen. Véronique, Anne und Erik üben sich lange in Geduld, erleben Rückschläge und freuen sich über jene seltenen Augenblicke, in denen die ersehnte Begegnung mit einem Tier Wirklichkeit wird. Eindrucksvolle Naturaufnahmen, poetische Bilder und Reflexionen über das Verhältnis von Mensch und Natur gewähren einen intensiven Einblick in die Arbeit der Tierfilmer. Anne und Erik Lapied konnten 2011 und 2018 den „Großen Preis der Stadt Tegernsee“ gewinnen – eine gebührende Anerkennung für ihre großartige Arbeit.

19:30 Uhr

In Bewegung

Persistence – Im Rhythmus der Straße

Persistence – Im Rhythmus der Straße

Lars Goos | Spanien | 30 Min. | englisch/UT deutsch

Dies ist die Geschichte einer vierköpfigen Familie, die in einem selbst ausgebauten Camper lebt. Auf den ersten Blick wirkt dieses Leben frei und einfach: Die Eltern gehen gemeinsam zum Klettern, die Reise führt durch schöne Landschaften, die Kinder wachsen in enger Verbindung zur Natur auf. Doch zwischen stillen Morgenstunden und spektakulären Sonnenuntergängen gibt es auch eine Realität, die von ständiger Anstrengung, Verzicht und Durchhaltevermögen geprägt ist. Regisseur Lars Goos zeigt mit empathischem Blick, wie viel Kraft man braucht, um einen alternativen Lebensentwurf jenseits gesellschaftlicher Konventionen zu leben.

Zahir

Zahir

Julien Nadiras | Julien Nadiras, Choong Katherine, Le Menestrel Eline | Schweiz | 29 Min. | französisch/UT deutsch

Katherine Choong lädt ihre Freundin Eline Le Menestrel ein, die Mehrseillängenroute „Zahir“ an den Wendenstöcken zu klettern – eine der schwierigsten Linien der Schweizer Alpen. Eline stimmt zu, jedoch unter einer Bedingung: Die gesamte Anreise soll ausschließlich mit dem Fahrrad erfolgen. Das gemeinsame Kletterprojekt wird bald zur Doppelbelastung aus Kletterschwierigkeit und körperlicher Erschöpfung. Zwischen langen Etappen auf dem Rad und den technischen Schwierigkeiten der Wand stellt sich die Frage, ob sich sportlicher Ehrgeiz und ökologische Konsequenz miteinander vereinbaren lassen, und ob das gemeinsame Ziel unter diesen Bedingungen erreichbar bleibt.

Retro – An Undiscovered World

Rückwärts ins Abenteuer

Retro – An Undiscovered World

Rückwärts ins Abenteuer

Brian Hall, Jess James | Brian Hall | Großbritannien | 13 Min. | englisch/UT deutsch

Wahrscheinlich muss man Brite sein, um auf so eine spleenige Idee zu kommen: das Rückwärtsgehen, das Rückwärtslaufen und ja, sogar das Rückwärts-Bergsteigen. Ausgehend von einem nicht ganz ernst gemeinten, aber spektakulären Rekordversuch in den 1970er-Jahren, begibt sich der Film auf eine unterhaltsame und überraschende Reise durch mehr als zwei Jahrhunderte „Retro“-Geschichte. Dabei begegnet er Menschen, die rückwärts Marathons laufen oder die Welt umrunden wollen, oder die den Kilimandscharo auf ungewöhnliche Weise besteigen – nach unten blickend, wenn sie auf-, und nach oben blickend, wenn sie absteigen. Ein origineller Film über die unschuldige Freude am Perspektivenwechsel.

Move Mountains

Move Mountains

Abhishek Tiwari | Abhishek Tiwari, Cinecompass Creations | Indien | 23 Min. | englisch/UT deutsch

In der Welt des Kletterns werden ständig „Berge versetzt“. Das ist mehr als nur eine Metapher – es spiegelt das Streben nach dem Unerreichbaren, dem Unmöglichen wider. In seiner reinsten Form verwirklicht sich dieses Streben beim Bouldern, dem Klettern an Findlingen, ohne Seil und Sicherungsmaterialien. Bernd Zangerl ist ein Pionier und Meister dieser Spielform. In seiner zweiten Heimat im indischen Himalaya hat der Vorarlberger sein persönliches Shangri-La gefunden. Der indische Filmemacher Abhishek Tiwari blickt aus seiner Sicht auf Zangerls Tun – und lernt einen Menschen kennen, für den die granitenen Felsblöcke das Fundament eines konsequenten und spirituellen Lebens bilden.

19:30 Uhr

Berg-Arbeit

Die Höchsten ihrer Art - Berufe in den Bergen im Winter

Die Höchsten ihrer Art - Berufe in den Bergen im Winter

Peter Künzel | BR Fernsehen | Deutschland | 42 Min. | deutsch

Schichtbeginn auf knapp 3.000 Metern: Der Film begleitet Menschen, die im Winter hoch oben in den Alpen arbeiten – auf einer Schutzhütte in Südtirol, mit der Pistenraupe auf dem Zugspitzplatt, als Bergführerin auf den Graten über den Ötztaler Gletschern. Tief verschneite Berge und Gletscherwelten sind für die meisten Menschen ein spektakuläres Fotomotiv oder eine Urlaubserinnerung – für Bergführer, Pistenraupenfahrer oder Hüttenwirte sind sie der Arbeitsplatz. Regisseur Peter Künzel zeigt, wie Menschen im Winter in den unterschiedlichsten Berufen im Hochgebirge arbeiten. Trotz aller Härten wissen alle ihren unvergleichlichen Arbeitsplatz in eisigen Höhen zu schätzen, freuen sich und staunen immer wieder aufs Neue über die Landschaften und die Lichtstimmungen im winterlichen Hochgebirge.

 

Arche-Höfe in den Alpen

Arche-Höfe in den Alpen

Brigitte Kornberger, Angelika Vogel | Bayerischer Rundfunk | Deutschland | 44 Min. | deutsch

Alte Nutztierrassen, die über Jahrhunderte hinweg die alpine Kulturlandschaft prägten, sind vom Aussterben bedroht, weil sie von Hochleistungsrassen verdrängt werden. Der Film porträtiert Tobias Riedelsperger aus dem Salzburger Land und Angelina Pucher, die in Kals am Fuß des Großglockners lebt und arbeitet. Auf ihren Arche-Höfen züchten die beiden seltene Rassen wie Pustertaler Sprinzen, Braune Bergschafe oder Tauernschecken-Ziegen. Sie sind überzeugt: Alte Rassen sind gesünder, widerstandsfähiger und für das Ökosystem unersetzbar. Der Film begleitet Tobias und Angelina bei ihrem leidenschaftlichen Einsatz für ihre Tiere über den Zeitraum eines Jahres.

19:30 Uhr

Otto Guggenbichler - Retrospektive

Das Karwendel

Berge, Jöcher, Täler zwischen Bayern und Tirol

Das Karwendel

Berge, Jöcher, Täler zwischen Bayern und Tirol

Otto Guggenbichler | Bayerischer Rundfunk | Deutschland | 43 Min. | deutsch

Das Karwendel war neben den vornehmlich sanften Gipfeln des Mangfallgebirges die Bergheimat des Tegernseers Otto Guggenbichler. Immer wieder war er dort mit seinen Kamerateams unterwegs. So enthält der in den 1970er-Jahren produzierte Film über dieses schroffe Kalkmassiv zwischen Inn und Isar zahlreiche historische Bilder – beispielsweise vom Bau des Sylvensteinspeichers, bei dessen Flutung das alte Dorf Fall im Isarwasser unterging. Natürlich spielt in dem Film die traditionsreiche Jagd eine Rolle, ebenso wie der aufkommende Tourismus. Ein historisches Dokument, das nicht nur mit fantastischen Aufnahmen brilliert, sondern dank Guggenbichlers persönlichen und augenzwinkernden Kommentaren die Zuschauer immer wieder zum Schmunzeln bringt.

Mont Blanc – Von Chamonix auf das Dach der Alpen

Mont Blanc – Von Chamonix auf das Dach der Alpen

Otto Guggenbichler | Bayerischer Rundfunk | Deutschland | 36 Min. | deutsch

Nach seinen Anfängen im Hörfunk des Bayerischen Rundfunks wechselte der junge Tegernseer Otto Guggenbichler zum noch jüngeren Fernsehen. Dort gelang es ihm früh, seine Leidenschaft für die Berge mit seiner Arbeit als Filmemacher zu verbinden. So reiste er 1957 nach Chamonix, um einen Film über den Ort und seinen Hausberg zu drehen, den Mont Blanc. Für die Aufnahmen von der Besteigung des höchsten Alpengipfels zeichnete der bekannte Kletterer und Kameramann Martin Schließler aus Baden-Baden verantwortlich. Wer das Chamonix von heute mit seinem Touristentrubel kennt, wird sich über die Bilder Schließlers ebenso wundern wie freuen.