And the winner is ...

Pressemeldungen 2018

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – Inhalt

16. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee
17. bis 21.10.2018

Presseunterlagen 20. Oktober 2018

Inhalt

PT01         Geier, Rockstars und die Kostbarkeit der Berge
PT02         Kostbares bewahren
PT03         Überraschende Einblicke und eine große alte Dame
PT04         Ein-Blick hinter den Vorhang
PT05         Liste der Preisträger 2018
P
T06         Begründung der Jury

Kontaktadresse:
Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee
Tel. 0049(0)8022/1801-37
E-Mail: bergfilm@tegernsee.de

www.bergfilm-tegernsee.de

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT01 – Allgemein

PT_01_Allgemein                                                                     20/10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

 Geier, Rockstars und die Kostbarkeit der Berge

 Adler und Bärtierchen, einfache Bergbauern und die großen Rockstars der Kletterwelt: Sie sind die Gewinner des Bergfilm-Festivals 2018. Ebenso wie die rund 6000 begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauer, die an fünf Tagen die Kostbarkeit der Bergwelt in über 80 Filmen neu entdecken konnten: Berge als Lebensraum, Naturraum oder als Spielplatz großer Abenteuer.

 Ihre Protagonisten sind die Herrscher der Lüfte und sie selbst sind die großen Meister ihres Metiers. „Ein imposanter Film, ein Meisterwerk“, so urteilten Fachjury und Zuschauer über die neueste Dokumentation von Anne und Erik Lapied. 70 Minuten Natur im Einklang mit sich selbst. Grausam, liebevoll, einzigartig und immer wunderschön. Ein Adlerjunges wirft sein Geschwisterchen brutal aus dem Nest. Später, im Winter, schaffen es die Adler kaum, ein einziges Küken zu ernähren. Die Lapieds kennen ihre Tiere genauestens, nicht nur die Geier und Adler, die hier die Hauptrolle spielen. Sie sind eins mit der Umgebung, wissen exakt, wann ein Sonnenstrahl den Schneestaub zum Glitzern bringt. Sie beschönigen nichts und urteilen nie. Das macht ihre Botschaft – und damit ihre Filme – so stark, dass sie schon zum zweiten Mal mit dem Großen Preis der Stadt Tegernsee ausgezeichnet wurden.

Zwischen Hingabe und Besessenheit
Wo hört Leidenschaft auf, wo fängt Besessenheit an? Es sind packende Szenen, die sich in der Dawn Wall im Yosemite abspielen. Sie gehen unter die Haut, denn im Fokus steht nicht nur die enorme sportliche Leistung der beiden „Rockstars“ Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson, sondern auch ihre menschliche Seite: Dramen, die ihre Lebenswege prägten, und vielleicht Antworten geben auf das „warum?“. Sie verleihen dem Film Tiefe und Bedeutung. „Der Sinn des Filmemachens ist es ja, wichtige Fragen zu stellen und Einblicke zu geben. Aber auch Stellung zu beziehen und Antworten zumindest anzudeuten“, ist Jurorin Carla Braun-Elwert überzeugt. Für seinen großen, dramatischen Kletterfilm „Durch die Wand – The Dawn Wall“ darf der amerikanische Filmemacher Peter Mortimer deshalb in diesem Jahr den DAV-Preis für den besten Alpinfilm mit nach Hause nehmen.

Nah und unbekannt
Filmstars waren Bärtierchen und Wasserspitzmaus wohl noch nie, die meisten würden sie nicht einmal zur Kenntnis nehmen. Liebevoll und unprätentiös lenkt Regisseur Uwe Müller im Erzgebirge den Blick auf die Kleinen, ohne sie zu Hollywoodstars aufzublähen. Er brachte erstaunliche Bilder mit an den Tegernsee, die auf leise Art den Blick schärfen für die großen Wunder im Kleinen. Ausgezeichnet wurde er dafür mit dem von Hauptsponsor „Bergzeit“ zur Verfügung gestellten Preis für den besten Naturfilm.

Altes Wissen und die Zukunft
Für die Bergbauernfamilie im Schweizer Kanton Uri ist die Natur Lebensraum. Respektvoll nutzen sie die steilen Wiesen, ohne dadurch das sensible Gleichgewicht aus dem Takt zu bringen. Eine Lebensart, die hier in Mitteleuropa heute selten geworden ist und die Regisseur Beat Bieri in einer berührenden Geschichte erzählt. „Die Wildheuer“ ist eine Dokumentation, die Hoffnung vermittelt, dass zukünftige Generationen das alte Wissen weitertragen – und dafür von der Jury mit dem Preis der Kategorie Lebensraum Berg ausgezeichnet wurde.

Die ganz großen Momente
„Es war wieder ein großartiges Festival mit vielen begeisternden Filmen und  interessanten Gästen“, resümierte Festival-Direktor Michael Pause nach der Preisverleihung. „Mich freut es immer ganz besonders, wenn so viele Preisträger zum Teil von weit her anreisen, um ihre Auszeichnungen persönlich in Empfang zu nehmen und hier vor großem Publikum selbst schildern zu können, was sie bewegt.“  Denn das sind sie dann, die ganz großen unvergesslichen Momente, die auch dem Organisationsteam rund um Bürgermeister Johannes Hagn Mut machen, wieder neue Pläne zu schmieden für das nächste Festival im Oktober 2019.

 

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT02 – Kostbares

PT_02_Kostbares                                                                     20/10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Kostbares bewahren

Filme, in denen die Bergwelt nur Kulisse ist, schaffen es gar nicht ins Programm des Bergfilm-Festivals. Die Berge spielen hier immer eine entscheidende Rolle. Oft werden Entwicklungen aufgespürt und kritisch hinterfragt. Im Filmprogramm und vor allem auch in den Kamingesprächen im Stieler-Haus.

Massentourismus oder Bergsteigerdorf – Wohin geht die Zukunft? Diese Frage stellte Dr. Georg Bayerle vom Bayerischen Rundfunk dem Kreuther Bürgermeister Josef Bierschneider und dem Osttiroler Christof Schett, der im Villgratental in einem Vorzeige-Bergsteigerdorf aufgewachsen ist und sanften Tourismus fördert. Und wie immer hatten auch die Gäste im Stieler-Haus einiges zu sagen. Denn schließlich prallen hier am Tegernsee – genauer gesagt in Kreuth – diese beiden Welten direkt aufeinander. So sind 13 der 17 Ortsteile Kreuths vom Alpenverein in den erlesenen  Kreis der Bergsteigerdörfer aufgenommen worden. Die vier direkt am See liegenden Ortsteile wurden jedoch explizit ausgeschlossen.

Es wurde vieles gesagt, die stärkste Botschaft bleibt aber doch einem Bild aus der Dokumentation, die in diesem Jahr den Großen Preis gewonnen hat, vorbehalten: Adler und Geier in einer vom Menschen völlig verschonten Landschaft, ungestörte Natur im Einklang mit sich selbst. Der Film ist fast zu Ende, da taucht ganz am Rand, winzig klein, ein Mensch in der Schneelandschaft auf…

 

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT03 – Gäste

PT_03_Gäste                                                                           20/10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Überraschende Einblicke und eine große alte Dame

Neben den Filmen sind es immer auch die Gäste aus der Alpin-Film-Szene, die das Bergfilm-Festival Tegernsee zu etwas so Besonderem machen.

Für Bürgermeister Johannes Hagn war es einer der Höhepunkte des Festivals: Authentisch und ehrlich hat Thomas Huber bei der Weltpremiere seines neuen Films am Eröffnungsabend das Publikum für sich gewonnen.  „Er ist nicht nur der coole und starke nach außen, sondern er bekennt sich zu seinen Schwächen und Problemen. Das hat mich beeindruckt“, betont der Bürgermeister. „Er geht sie öffentlich an und ist somit ein Vorbild für viele.“

Nicht weniger eindrucksvoll war die Begegnung mit Weltklassekletterer Hansjörg Auer beim DAV-Abend. Im Gespräch mit Michael Pause schilderte er offen und ehrlich seine persönliche Entwicklung: Sehr geborgen in seiner Familie, aber eher ein Außenseiter in Schule und Dorfgemeinschaft im Ötztal. Aus jugendlichen Streifzügen zu den Ötztaler Gipfeln – meistens im Alleingang – werden extreme Touren, bis hin zu jenen spektakulären Solo-Klettertouren, die ihn bekannt machten. Aufgebrochen ist er nie um Schlagzeilen zu machen, sondern immer aus Freude am Unterwegssein. Längst ist er Profi, doch in Tegernsee ist zu spüren, dass „Marketing“ nicht sein Anliegen ist. „Mich hat vor allem seine Glaubwürdigkeit beeindruckt“, schildert Michael Pause. „Er geht seinen Weg, ohne dabei auch nur einen Gedanken an die mediale Wirkung zu verschwenden. Ein großartiger Gast beim Bergfilm-Festival!“

Wie einen alten Kumpel begrüßten die Zuschauer und Zuschauerinnen Heinz Zak in der Sporthalle. Mit einem gewohnten Schuss Ironie, viel Humor und genialen Bildern – bewegt oder unbewegt – traf er genau den richtigen Ton für Tegernsee. Auch wenn Spitzenkletterer Adam Ondra im Film gerade selbst schilderte, wie er bei der Durchsteigung der Dawn Wall gelitten hat, ist Heinz Zak „voll dabei“ mit seinen Anmerkungen. Und es sind ja genau diese „Live-Kommentare“, die den Abend so einzigartig machten.

Sie ist 99 Jahre und topfit:  eine große alte Dame, wie aus dem Bilderbuch. Mit Charme und Esprit schilderte Maria Sernetz-Dyhrenfurth bei der Retrospektive, wie es ist, an der Seite eines großen Bergsteigers und eines berühmten Bergfilmmachers zu leben und Hollywood nicht nur vom Kino her zu kennen.

 

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT04 – Juryarbeit

PT_04_Juryarbeit                                                                     20/10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

 Ein-Blick hinter den Vorhang

Der strahlende Sonnenschein, der glitzernde See und die verlockenden Gipfel der zauberhaften Tegernseer Bergwelt verschwinden hinter dicken Rollos, es wird dunkel. Die Jury tagt, vier Tage lang. Inzwischen sind die Preise vergeben, die Arbeit ist getan. Zeit für die Mitglieder der Jury, ein Resumee zu ziehen.

„Es war toll, endlich einmal wieder richtig einzutauchen in die Welt der Filme, von nichts abgelenkt, bis die Augen quadratisch sind“, schwärmt Christine Kopp, als sich der Vorhang endlich wieder hebt. Die Schweizer Autorin und Redakteurin war schon vor 15 Jahren in der Tegernseer Jury. „Einerseits ist vieles gleich geblieben“, sagt sie. Dieselben Muster, Stärken, Schwächen. Aber auf der anderen Seite konnte sie viel Neues, Kreatives entdecken. „Und Drohnen, Drohnen, Drohnen. Das ist ein Hype im Moment, aber ich bin überzeugt, in ein paar Jahren wird sich das wieder ändern.“  

Ein Privileg
Auch Carla Braun-Elwert, die in Tegernsee schon mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, hat die Arbeit als Jurorin genossen: „Es ist schon ein Privileg, hier in der Jury zu sein und von der tiefen analytischen Arbeit auch selbst profitieren zu können.“ Denn was ist wirklich wichtig, was macht einen herausragenden Bergfilm aus? „Dazu gehört ja auch, infrage zu stellen, was ich selbst bei meiner Arbeit als Filmerin mache. Das nehme ich mit auf den Weg, und hoffentlich werden meine Filme dadurch noch besser.“

Auch Kamerafrau Susan Gluth schätzt die großartige Möglichkeit, eigene Überzeugungen, Vorurteile und Wertvorstellungen abzuchecken. „Der Austausch mit dem Publikum in dem kleinen Ort, diese ganzen Begegnungen – das ist so selten möglich und sehr spannend!“

Diskussion auf Augenhöhe
Wie die Entscheidungen zustande kamen, verrät Sebastian Marseiler, Dokumentarfilmer aus Südtirol: „Das waren Diskussionen auf Augenhöhe, bei denen immer wieder neue Perspektiven beleuchtet wurden. Nichts mit Taktieren und Abstimmen, es ging wirklich darum, einander zuzuhören und einen Konsens zu finden.“

Die kreative Auseinandersetzung liebt auch der Initiator des Salzburger Bergfilm-Festivals, Michael Bilic: „So sehe ich, ob meine Meinung wirklich hält. Bin ich auf der richtigen Fährte oder hab ich mich nur vorführen lassen?“ In Tegernsee hat ihn besonders beeindruckt, „dass die ganze Stadt Bergfilm-Festival ist.“

Raum für Mutige
Begeistert ist die Jury von der Bandbreite der Filme in Tegernsee: „In Salzburg wählen wir die besten aus und zeigen das, was das Publikum sehen will“, schildert Bilic. Hier in Tegernsee sorgt hingegen der Wettbewerb – übrigens die deutschlandweit einzige Bergfilm-Prämierung – nicht nur für Spannung, sondern auch für Abwechslung: „Hier ist Raum für mutige Filme, für außergewöhnliche Macharten und ganz andere Herangehensweisen.“

Nicht zuletzt gilt dies für junge Filmemacherinnen und Filmemacher, auch wenn sie noch nicht den letzten Schliff haben: Der Otto-Guggenbichler-Preis für den besten Nachwuchsfilm, den in diesem Jahr Alexej Funke erhielt,  soll ja nicht nur auszeichnen, sondern auch ermutigen, auf das aufzubauen, was ist.  „Traut euch ihr Jungen, frisch von der Seele mitzumachen“, appelliert Sebastian Marseiler und ergänzt schmunzelnd: „denn was gibt es Amüsanteres, als so einen richtig schönen, genialen Blödsinn!“

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT05 – Liste der Preisträger

  1. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee

 Die Preisträger 2018

Großer Preis der Stadt Tegernsee (€ 3.000,-)
„Aigle et Gypaète – Les maîtres du ciel“ (Adler und Geier – Die Herrscher der Lüfte) von Anne und Erik Lapied (Frankreich)

Preis des Deutschen Alpenvereins für den besten Alpinfilm
der Kategorie „Erlebnisraum Berg“
(€ 1.000,-)
„Durch die Wand – The Dawn Wall“ von Peter Mortimer (USA)

Bergzeit-Preis für den besten Film in der Kategorie „Naturraum Berg“ (€ 1.000,-)
„Wildes Deutschland – Das Erzgebirge“ von Uwe Müller (Deutschland)

Preis für den besten Film in der Kategorie „Lebensraum Berg“ Preis der Tegernseer Erdgas-Versorgungsges. (€ 1.000,-)
„Die Wildheuer – Senkrecht über dem Urnersee“ von Beat Bieri (Schweiz)

Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis (€ 1.000,-)
„The Fire within“ von Alexej Funke (Deutschland)

Lobende Erwähnung der Jury (undotiert)
„Hansjörg Auer – No Turning Back“ von Damiano Levati (Italien)
„Viacruxis“ von Ignasi López (Spanien)
„La congenialità“ von Christian Schmidt (Deutschland)

Preis für die bemerkenswerteste Kameraleistung
„Tierra del Viento“ von Laura Belinky (Großbritannien/Argentinien)

Preis für den besonderen Film
Das versunkene Dorf von Georg Lembergh (Italien)

Bayern 2 – Publikumspreis (€ 1.000,-)
„The Dawn Wall“ von Peter Mortimer/Josh Lowell (USA)

Kleiner Preis des Festivals, Publikumspreis  für den besten Kinder- und Jugendfilm (€ 500)
„Viacruxis“ von Ignasi López (Spanien)

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT06-Jurybegründung

  1. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee
    17. – 21. Oktober 2018

Begründung der Jury für die Preisvergabe

 GROSSER PREIS DER STADT TEGERNSEE  2018
Aigle et Gypaète – Les maîtres du ciel / Adler und Geier – Die Herrscher der Lüfte
von Anne und Erik Lapied

Der Film entführt uns mit großartigen Bildern ins Leben und in die Welt von Steinadlern und Bartgeiern.
Mit genauen Beobachtungen, eingebettet in den Rhythmus der Natur, gelingen atmosphärische und packende Bilder, die zugleich viele Informationen enthalten. Man spürt die große Verbundenheit der Filmemacher mit diesen Tieren und der Natur. Les maîtres du ciel besticht mit seiner Schlichtheit, ist frei von unnötigen Effekten und lässt den Zuseher eintauchen und teilhaben an der majestätischen Welt dieser riesigen Vögel.
Ein imposanter Film!

 
PREIS ERLEBNISRAUM BERG
Durch die Wand – The Dawn Wall
von Peter Mortimer

Ein großer, dramatischer, gut aufgebauter Kletterfilm, der packend die Grenze zwischen Hingabe und Besessenheit auslotet.

Es gibt die Rockstars der Kletterwelt – Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson – und die riesige Wand des El Capitan. Aber die Filmemacher schaffen es, neben der Dokumentation einer enormen und spektakulären sportlichen Leistung, eine ganz menschliche Seite der Protagonisten zu beleuchten. Wie geht man mit einem unmöglichen Kletterprojekt um? Warum lässt man sich überhaupt auf sowas ein? Die Antworten darauf sind das, was diesem Film zusätzliche Tiefe verleiht. Zugleich wird dem Druck der Vermarktung und der Doppelbödigkeit von Presse und Medien ein Spiegel vorgehalten.

PREIS NATURRAUM BERG
Wildes Deutschland – Das Erzgebirge
von Uwe Müller

Das Bärtierchen, der Salamander und die lustige Wasserspitzmaus sind unsere Helden in diesem angenehm unprätentiösen Film. Liebevolle Ausschnitte aus dem Leben der Protagonisten schärfen auf leise Art unseren Blick für die großen Wunder im Kleinen. Abläufe in der Natur werden in Zusammenhang gebracht und mischen sich mit erstaunlichen Aufnahmen vom Verhalten dieser Tiere, die wir kaum kennen und die doch so nah bei uns leben. Ein wohldosierter Text, sensibles Sounddesign, zurückhaltende Musik und gestalterische Besonderheiten wie slow motion werden stets gezielt und überlegt angewandt. Die Filmemacher lassen ihren kleinen Protagonisten die große Bühne, ohne dabei das  Bärtierchen zum Hollywoodstar aufzublasen.

PREIS LEBENSRAUM BERG
Die Wildheuer – Senkrecht über dem Urnersee
von Beat Bieri

Der Film zeigt das Leben einer Bauernfamilie im Schweizer Kanton Uri an einem steilen Hang hoch über dem Dorf im Tal – eine Art zu leben, wie wir sie hier in Mitteleuropa kaum noch kennen. Die Geschichte ist getragen von Respekt vor Mensch und Tier. Immer wieder fängt der Film intime Momente ein. Es geschieht alles im Einklang mit der Natur, die, wie der Film beeindruckend zeigt, auch das Schicksal bestimmen kann. Er vermittelt die Hoffnung, dass zukünftige Generationen das alte Wissen weitertragen, allen Widrigkeiten und Verlockungen der Moderne zum Trotz. 


OTTO-GUGGENBICHLER-NACHWUCHSPREIS
The Fire Within
von Alexej Funke 

Der Filmemacher zeigt uns ein technisch perfektes Bild der Motivation: Es wird eine Lupe auf einen Prozess der inneren Überwindung gehalten, wobei ein Kletterer schließlich eine schwierige Herausforderung zu meistern lernt. Wir empfanden es als sehr konzentrierten Blick auf das Wesentliche, der vielversprechende Ansätze für eine Weiterentwicklung in sich birgt.

 

LOBENDE ERWÄHNUNG

 Hansjörg Auer – No Turning Back
von Damiano Levati
Der Film berührt durch seine stillen, dichten und atmosphärischen Bilder und die Offenheit seines Protagonisten, sein Klettern zu reflektieren.

Immer deutlicher erkennt Hansjörg Auer, dass es ihm nicht um Sensation, Rekorde und Spitzenleistungen geht. Er, einer der exzellentesten Solo-Kletterer der Gegenwart, sieht immer mehr, dass es ihm um das Unterwegssein selbst geht – ohne jegliches Schielen auf Anerkennung und Erfolg von außen … 

 

Viacruxis
von Ignasi López
Mit unglaublichem Blick zum Detail bleibt diese liebevoll gemachte Animation dem Zuschauer lange im Gedächtnis. Der Film schafft es – in nur elf Minuten und ohne Text – alle üblichen Kletterfilm-Klischees darzustellen, sodass wir unser manchmal absurdes Verhalten am Berg erkennen und darüber lachen können.

 

La Congenialità
von Christian Schmidt
Wir möchten diesem Film, der uns mit einem großen Schuss Selbstironie und Uneitelkeit überraschte, eine lobende Erwähnung aussprechen. Der Film zeigt einen Ausschnitt aus dem Alltag einer Bergbesteigung und erzählt dabei in herzerfrischender Leichtigkeit über die sich entwickelnde Freundschaft eines „Lehrers“ und seiner „Schülerin“: Der erfahrene Alpinist Simone Moro erliegt dabei dem Charme und dem Witz seiner jüngeren Kollegin Tamara Lunger. Diese sensible Beobachtung setzt einen wohltuenden Kontrapunkt im Filmprogramm, weil sie nicht den ehrgeizigen Ambitionen und Zielen der Bergsteiger, sondern dem Humor den Vorrang gibt.

  

PREIS FÜR DIE BEMERKENSWERTESTE KAMERALEISTUNG 

Tierra del Viento
von Laura Belinky
Dies ist ein Film, der keine klassische Geschichte erzählt. Eher fragmentarisch nähern wir uns einem von der Natur beseelten Künstler. Wir schauen über seine Schulter, auf der Suche nach Bildern in den überwältigenden Landstrichen Patagoniens. Es sind die entscheidenden Momente, die bereits Cartier-Bresson beschrieben hat, die er versucht, in seiner Fotografie einzufangen. Wir fühlten uns an die gewaltigen Expressionen eines Sebastião Salgado erinnert. Der Film wiederum schafft eine lebhafte Gesamtkomposition von eigenen beeindruckenden Bildern und Stimmungen in Tönen und Musik, die sich mit denen des porträtierten Fotografen zu einem gemeinsamen Werk verbinden.

 

PREIS FÜR DEN BESONDEREN FILM

Das versunkene Dorf
von Georg Lembergh
Ein Film, der in berührender Offenheit der Zeitzeugen von der Ohnmacht des Menschen gegenüber Politik und Konzernmacht erzählt. Zugleich ein lebendiges Zeitdokument, das über Ländergrenzen hinweg Bedeutung hat und lange haben wird. Und dabei aktuellen Auseinandersetzungen, wie zum Beispiel in Deutschland um den Hambacher Forst und RWE, den Spiegel vorhält. Ein ehrlicher Film, der den Bogen schlägt von der Vertreibung aus dem eigenen Zuhause zur Würde des Menschen.


Mitglieder der Jury:
Dr. Michael Bilic, Österreich
Carla Braun-Elwert, Neuseeland
Susan Gluth, Deutschland
Christine Kopp, Schweiz
Sebastian Marseiler, Italien

Wenn die weite Welt auf Tegernsee trifft…

PT_01_Eröffnung                                                                     10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Wenn die weite Welt auf Tegernsee trifft …

Packende Bilder, volle Säle und ein begeistertes Publikum: Das Bergfilm-Festival Tegernsee legte am Mittwoch einen Traumstart hin. Star des Abends war Thomas Huber, der seinen brandneuen Film mitgebracht hatte. Eine Weltpremiere, die beeindruckte, und ein Programm, das die Berge wieder in ein neues Licht rückte.

(mehr …)

Großes Kino, kritische Töne und eine Welturaufführung

PT_01_Allgemein                                                                     09/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Großes Kino, kritische Töne und eine Welturaufführung

Wer im Oktober zum Bergfilm-Festival an den Tegernsee kommt, darf sich auf großes Kino, eine Welturaufführung und die schon gewohnte „wunderbare Mischung“ schöner Filme freuen. Die Bergwelt ist dabei nie nur Kulisse, sie spielt die Hauptrolle: Als herausfordernder – und oft auch bedrohter – Lebensraum für Mensch und Tier, als ungezähmte Naturgewalt und als genialer Schauplatz außergewöhnlicher Leistungen.

(mehr …)

Weltpremiere und viel Neues von den Hubers

PT_02 Huberbuam                                                                        10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018 

Weltpremiere und viel Neues von den Hubers

(mehr …)

Kritische Töne und eine spannende Diskussion

PT_03_Festival-Splitter                                          10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Kritische Töne und eine spannende Diskussion

Nicht zuletzt Johannes Hagn (Bürgermeister der Stadt Tegernsee) legt besonderen Wert darauf, dass in Tegernsee auch kritische Töne zu spannenden Themen im Fokus stehen: „Bergfilm Tegernsee, das ist Spannung, das ist Vielfalt – und das muss auch Stoff zum Nachdenken sein“, so der Bürgermeister. Das kommt natürlich in vielen Filmen – oft auf ganz leisen Sohlen – zum Ausdruck: Wen könnte es kalt lassen, wenn ein kleines Mädchen, das noch nie etwas vom Klimawandel gehört hat, im Altai-Gebirge plötzlich mit den tiefgreifenden Auswirkungen dieser sich anbahnenden Katastrophe konfrontiert wird?

(mehr …)

Die Kamingespräche beim Bergfilm-Festival Tegernsee

PT_04_Interview                                                                                                       10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Die Kamingespräche beim Bergfilm-Festival Tegernsee

Dr. Georg Bayerles Beiträge in „Bergauf-Bergab“ haben immer etwas Wohltuendes: Bei ihm muss das Besondere nicht extrem und das Schöne nicht spektakulär sein. Trotz allem blickt er ohne „Weichzeichner“ auf die Realität, Missstände rückt er feinfühlig ins Licht. Das zeichnet ihn nicht nur als Autor beim Bayerischen Rundfunk aus – im Radio wie im Fernsehen –, sondern auch als Moderator der ersten Stunde beim Bergfilm-Festival in Tegernsee. Als das Team 2015 einen Leiter für die neu ins Programm genommenen „Kamingespräche“ suchte, war es deshalb naheliegend, dass als Diskussionsleiter das „Urgestein aus dem Allgäu“ erste Wahl war. Am Freitag (19.10.) stellt Georg Bayerle beim inzwischen vierten Kamingespräch im Stieler-Haus die am Tegernsee derzeit höchst aktuelle Frage, welches Tourismus-Konzept künftig wohl die Oberhand gewinnt: Massentourismus oder Bergsteigerdorf? Vorweg jedoch ein kurzer Blick zurück – und natürlich in die Zukunft.

(mehr …)

Schwerpunkte und gute Gespräche

PT_05 Säle und Moderatoren                                                     10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Schwerpunkte und gute Gespräche

In sechs Sälen werden, mit verschiedenen Schwerpunkten, an fünf Festival-Tagen 90 Filme gezeigt. Außer beim Non-Stopp-Programm vermitteln Moderatorinnen und Moderatoren dabei interessante Hintergrundinformationen.

(mehr …)

Fakten, Zahlen und Termine

  1. Bergfilm-Festival Tegernsee:
    Fakten, Zahlen und Termine

Termin:                            17. bis 21. Oktober 2018

Veranstalter und           Stadt Tegernsee, Bayerischer Rundfunk,

ideelle Träger:                Deutscher Alpenverein, Tegernseer Tal Tourismus GmbH, Bergfilm-Freunde Tegernsee

Festival-Direktor:          Michael Pause (Bayerischer Rundfunk, Redakteur a.D.)

Hauptsponsoren:         Bergzeit, Quartier Tegernsee, E-Werk Tegernsee, Petzl, Hotel Der Westerhof, Das Werk

Förderungen:                Bayerische Staatsregierung, Bezirk Oberbayern, FFF Bayern

(mehr …)

Highlights und Geheimtipps

PT_06_High_Geheim                                                                               10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Highlights und Geheimtipps

(mehr …)

Kamin-Gespräch im Stieler-Haus

Wem gehört die Zukunft?
Massentourismus oder Bergsteigerdorf

(mehr …)

Die härtesten Kletterrouten der Welt

Vortrag mit Heinz Zak

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 20 Uhr, Sporthalle

(mehr …)

Programm Bergfilm-Festival 2018 erschienen

Presse-Info –  09/2018
16. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee, 17. – 21. Oktober 2018

Im Netz und auf Papier – die Tegernseer Bergfilme

 Jetzt wird es ernst: Das Programm des Tegernseer Bergfilm-Festivals ist seit wenigen Tagen gedruckt und es steht ab sofort auch im Internet. Alle Interessenten können nun ihre persönliche Auswahl treffen – vom faszinierenden Landschaftsporträt bis zum spektakulären Kletterfilm, vom Naturschutz-Problem bis zum berührenden Porträt starker Persönlichkeiten ist alles geboten.

(mehr …)

Gipfeltreff auf der Neureuth – Mai 2018

Gemeinsam auf der Neureuth

Unsere Sponsoren und Unterstützer, die Medienpartner und das Organisationsteam rund um Bürgermeister Johannes Hagn und Festival-Direktor Michael Pause freuten sich auf der Neureuth hoch über dem Tegernsee über eine zünftige Brotzeit; im Mittelpunkt des Treffens standen aber viele gute Gespräche mit den engagierten Partnern sowie ein Film über die so erfolgreiche deutsche Everest-Expedition von 1978 – ein alpin-historisches Dokument.

(mehr …)

Daten und Fakten – Pressemappe 03. Mai 2018

  1. Bergfilm-Festival Tegernsee: Daten und Fakten

Termin:                            17. bis 21. Oktober 2018

Veranstalter und           Stadt Tegernsee, Bayerischer Rundfunk,
ideelle Träger:                Deutscher Alpenverein, Tegernseer Tal Tourismus GmbH,
                                           Bergfilmfreunde Tegernsee e.V.

Festival-Direktor:          Michael Pause

Exklusiv-Sponsor:         Bergzeit

 Hauptsponsoren:         Quartier Tegernsee, E-Werk Tegernsee, Petzl, Hotel Der Westerhof, das werk

 Förderungen:                Bayerische Staatsregierung, Bezirk Oberbayern, FFF Bayern

(mehr …)

Neue Bergfilme jetzt einreichen! – Pressemappe 03. Mai 2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

 Neue Bergfilme jetzt einreichen!

Noch bis Ende Mai können Filmemacher und Filmemacherinnen ihre neuesten Produktionen aus der faszinierenden Welt der Berge einreichen: Ein erster Schritt in Richtung Teilnahme am Bergfilm-Festival in Tegernsee im Herbst ist damit schon getan!

(mehr …)

Mit Leidenschaft und Begeisterung für den Bergfilm – Pressemappe 03. Mai 2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Mit Leidenschaft und Begeisterung für den Bergfilm 

Mit Bildern begeistern, mit mutigen Perspektiven kritische Trends aufspüren oder den Fokus auf spannende Begegnungen richten: Bergfilm Tegernsee steht für Leidenschaft – bei allen Beteiligten, egal ob Filmer oder Zuschauer, Sponsor oder Veranstalter. So wollten es die Gründer, so wird das etablierte Bergfilm-Festival auch in seiner 16. Auflage im Herbst wieder Menschen aus aller Welt am Tegernsee faszinieren.

(mehr …)

Ein Dankeschön an Peter Janssen

Danke Peter Janssen!

Zuerst gehörte er zu jenen, die das Bergfilm-Festival vor fast zwanzig Jahren auf die Beine stellten. Als Peter Janssen dann sein Bürgermeisteramt an Johannes Hagn übergab – und damit auch seine führende Rolle im Bergfilm-Festival-Team – gründete er den Förderverein des Festivals, die Bergfilmfreunde Tegernsee. Seitdem unterstützen die Bergfilmfreunde das Festival nicht nur finanziell, sondern auch mit großem Engagement, zum Beispiel während des Festivals mit dem Gipfeltreff, unserem Festival-Forum.

(mehr …)

MOUNTAIN im Kino am Tegernsee

Wegen großer Nachfrage – MOUNTAIN noch einmal im Kino am Tegernsee

Mit atemberaubenden Bildern und starken Aussagen bringt „Mountain“ die ganze Faszination der Berge auf die Leinwand – und zeigt, welch kraftvolle Wirkung sie in unserem Leben und in unseren Träumen hinterlassen. Entstanden ist der Film dank einer einzigartigen filmischen und musikalischen Zusammenarbeit zwischen dem Australischen Kammerorchester und der mehrfach ausgezeichneten Regisseurin Jen Peedom.
Die neuen Termine sind am Dienstag, 17. April, um 17:30 Uhr, und am Mittwoch, 18. April, um 20 Uhr, im Kino am Tegernsee, Tegernseer Str. 100, 83700 Rottach-Weißach, Tel. 0049 8022 26767.

http://www.imdb.com/title/tt6203570/videoplayer/vi3538073881

Mount Everest “anno dazumal 1978” und ein rätselhaftes alpines Kuddelmuddel

Abendveranstaltung bei den Bergfilmfreunden Tegernsee am 18. April 2018

(mehr …)

MOUNTAIN im Weißachflimmern

Genial: „Mountain“ im Kino am Tegernsee
und hoffentlich im Oktober beim Bergfilm-Festival

Vorfreude auf den Herbst 2018 – das Kino am Tegernsee bringt ein cineastisches Highlight

(mehr …)

Ausschreibungen für 16. Internat. Bergfilm-Festival Tegernsee 2018 versandt

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Der Mut, mit Bildern zu bewegen 

Staunen und genießen, mitfiebern und nachdenken – der Bergfilm hat alles zu bieten, vom Thriller bis zum stillen Kunstgenuss. Das zeigt die Liste der Auszeichnungen der vergangenen 15 Tegernseer Bergfilm-Festivals und das werden die Bergfilmer und Bergfilmerinnen auch 2018 wieder unter Beweis stellen.

(mehr …)

Der Mut, mit Bildern zu bewegen / PM01 – Bergfilm-Festival 22/02/2018

NL/Pressemeldung Ausschreibung 01/2018  –  22-02-2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Der Mut, mit Bildern zu bewegen

Staunen und genießen, mitfiebern und nachdenken – der Bergfilm hat alles zu bieten, vom Thriller bis zum stillen Kunstgenuss. Das zeigt die Liste der Auszeichnungen der vergangenen 15 Tegernseer Bergfilm-Festivals und das werden die Bergfilmer und Bergfilmerinnen auch 2018 wieder unter Beweis stellen.

„Der Bergfilm hat in den letzten Jahrzehnten erheblich dazu beigetragen, über das Bergsteigen und den Bergsport zu reflektieren. Er regt zur Diskussion darüber an, was uns an den Bergen bewegt“, betont Friederike Kaiser, Geschäftsbereichsleiterin Kultur beim Deutschen Alpenverein, einem der ideellen Träger des Tegernseer Bergfilm-Festivals. Seit der Premiere in 2003 wirkt der größte Bergsteigerverband der Welt an der stetigen Entwicklung des Gesamtkonzeptes mit. Um die Bedeutung des Bergfilms für die Bergsteigerinnen und Bergsteiger in der Öffentlichkeit zu dokumentieren, stiftet der DAV beim Bergfilm-Festival Tegernsee außerdem den DAV-Preis. „Es hat uns sehr gefreut, dass dieser Preis für den besten Alpinfilm im letzten Jahr an ‚Last Exit‘ ging – einen Film, der das Thema Risiko und Gefahr mit seinen Konsequenzen für die Bergsportler und die Familienangehörigen beleuchtet“, so Burgi Beste, Vizepräsidentin des Deutschen Alpenvereins. Wohl alle, die Puria Ravahis kurze, eindringliche Dokumentation über die Schattenseiten des extremen „Kicks“ gesehen haben, nahmen genügend Stoff zum Nachdenken und Diskutieren mit nach Hause: Ein Basejumper, dem – vermutlich gerade noch rechtzeitig – bewusst wird, dass ihn seine Passion in die totale Abstumpfung der Gefühle und wohl letztendlich in den Tod führen würde.

(mehr …)