Bergfilm Tegernsee – LEBENSZEICHEN – ein etwas anderes Festival

PM – Bergfilm Tegernsee – LEBENSZEICHEN – Mit Abstand das Beste – 2020-09-25

Mit Abstand das Beste –
„Lebenszeichen“ vom Bergfilm-Festival

Im Tegernseer Tal hatte es sich binnen weniger Jahre zu einem „Oktoberfest“ der besonderen Art entwickelt – das internationale Bergfilm-Festival lockte seit 2013 jedes Jahr einige Tausend Besucher an den See und hat längst einen festen Platz im Kulturleben der Region. Bereits 17 Mal freuten sich die Tegernseer, wenn sich Filmemacher, bekannte BergsteigerInnen und die große Bergsteiger-Community im Ort begegneten und fünf Tage lang für eine ganz besondere Atmosphäre sorgten.

In diesem Jahr wurde das große Fest des Bergfilms zwar wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt, dennoch werden zum vorgesehenen Termin in Tegernsee Bergfilme zu sehen sein. Unter dem Stichwort „Lebenszeichen“ gibt es vom 16.-18. Oktober im Ludwig-Thoma-Saal eine Art „Review“: in sieben Vorstellungen stehen nämlich 16 Filme auf dem Programm, die bei den bisherigen Festivals für Furore sorgten. Elf Filme dieser Auswahl wurden von den JurorenInnen mit Preisen ausgezeichnet, wie etwa die Doku „Mount St. Elias – die längste Skiabfahrt der Welt“ oder „Still alive“, die erste Regiearbeit von Reinhold Messner, der dafür 2017 den Großen Preis der Stadt Tegernsee erhielt. Die Auswahl verdeutlicht, dass der Bergfilm heutzutage viel mehr ist als dramatische Bergsteiger-„action“ in senkrechten Felswänden oder an den höchsten Gipfeln der Welt: da ist alles anzutreffen, was die Begegnung Mensch-Berg ausmacht – das stille, berührende Naturerlebnis, die spannenden Begegnungen mit Bergbewohnern in aller Welt, die ökologische Problematik darf genauso wenig fehlen wie kritische Fragen zum Thema „Risiko im Extremsport“.

„Bei Veranstaltungen in der aktuellen Lage haben für mich die Sicherheit sowie die Gesundheit unserer Bürger und Gäste absolute Priorität. Ich bin aber überzeugt, dass wir bei strikter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln dieses Lebenszeichen des Bergfilms setzen können“, meint Bürgermeister Johannes Hagn. „Wir wollen uns bei der Gelegenheit auch mit Einladungen bei unseren langjährigen freiwilligen Helfern der DAV-Sektion Tegernsee, bei den Sponsoren und Unterstützern bedanken. Ohne sie hätten wir dieses Event nie so erfolgreich entwickeln können.“

„Wir haben in all den Jahren mehr als 1200 Filme aus aller Welt gezeigt, und im Wettbewerb wurden 160 Produktionen ausgezeichnet – von den Großen Preisen bis zu den lobenden Erwähnungen –, so dass die Auswahl eine reizvolle Aufgabe war“, berichtet Festivalleiter und Moderator Michael Pause. „Meiner Meinung nach müsste es für viele Leute reizvoll sein, solche Filme nach ein paar Jahren wieder zu sehen. Denn beim Wiedersehen werden den BetrachterInnen auch kleine Veränderungen bewusst. Man denke zum Beispiel nur daran, dass der Einsatz von Kameradrohnen vor zehn Jahren bei Bergfilmen noch eher selten war. Heute ist ein Bergfilm ohne diese spektakuläre (Vogel- und Bergsteiger-)Perspektive gar nicht mehr denkbar.“

Soeben ist ein Flyer mit dem kompletten Programm erschienen, das natürlich auch auf der Homepage des Festivals zu finden ist (www.bergfilm-tegernsee.de. Tickets werden ab dem 5. Oktober ausschließlich online verkauft, ebenfalls unter www.bergfilm-tegernsee.de; bei den Vorführungen gibt es keine „Abendkassen“. Bei allen Veranstaltungen, bei denen es übrigens auch keine Pausen gibt, wird auf die strikte Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen geachtet. Soviel Rücksichtnahme und Verständnis dürfte für Berg(film)freundInnen eine Selbstverständlichkeit sein.

Bergfilm-Festival 2020 abgesagt

NL/Pressemeldung – Absage                                                          02/2020-05-06

Bergfilm Tegernsee, 18. Internationales Festival vom 14. – 18. Oktober 2020

 Kein Bergfilm-Festival in Tegernsee

 Das für Mitte Oktober angesetzte 18. Internationale Bergfilm-Festival in Tegernsee wird nicht stattfinden. Die Gefahren der COVID-19-Pandemie erscheinen den Veranstaltern zu groß, um die gesundheitliche Sicherheit der erwarteten 7000 Besucher garantieren zu können.

 Wie in all den Jahren zuvor hatten bereits im Januar die Vorbereitungen für das 18. Tegernseer Bergfilm-Festival begonnen. Im Festivalbüro waren vier Wochen vor dem Anmeldeschluss bereits über 50 Filme aus aller Welt zum Wettbewerb eingereicht worden. Gleichzeitig beobachtete das Organisationsteam um Bürgermeister Johannes Hagn und Festivaldirektor Michael Pause besorgt die Entwicklung der Pandemie. „Genauso wie ein hochwertiges Filmprogramm und eine tolle Festivalatmosphäre liegen uns die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste am Herzen. Deswegen haben wir uns mit großem Bedauern entschlossen, das diesjährige Festival abzusagen“, sagte Hagn.

Obwohl die restriktiven Einschränkungen von Politik und Behörden in Deutschland offensichtlich die schlimmsten Befürchtungen verhindern konnten, warnen viele Experten davor, schon jetzt in die „Vor-Corona-Normalität“ zurückzukehren; sie gehen vielmehr davon aus, dass das Coronavirus unseren Alltag und unseren Lebensstil noch lange und fundamental beeinflussen wird. Vor diesem Hintergrund steht das Festival zu der Absage bereits zum jetzigen Zeitpunkt.

„Gscheit oder gar nicht!“, lautete vor zwei Wochen die Prämisse von Ministerpräsident Markus Söder bei der Absage des Münchner Oktoberfestes. Genauso sehen es die Tegernseer Organisatoren, auch wenn sich das Bergfilm-Festival quantitativ in viel kleineren Dimensionen bewegt. In Tegernsee sind in jedem Fall die Berge höher als auf der Schwanthaler Höh‘, aber da wie dort geht es vor allem um das Lebensgefühl und die Lebensfreude, auf die die Menschen heuer leider verzichten müssen.

Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee
Rathausplatz 1, 83684 Tegernsee
www.bergfilm-tegernsee.de