2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – Inhalt

16. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee
17. bis 21.10.2018

Presseunterlagen 20. Oktober 2018

Inhalt

PT01         Geier, Rockstars und die Kostbarkeit der Berge
PT02         Kostbares bewahren
PT03         Überraschende Einblicke und eine große alte Dame
PT04         Ein-Blick hinter den Vorhang
PT05         Liste der Preisträger 2018
P
T06         Begründung der Jury

Kontaktadresse:
Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee
Tel. 0049(0)8022/1801-37
E-Mail: bergfilm@tegernsee.de

www.bergfilm-tegernsee.de

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT01 – Allgemein

PT_01_Allgemein                                                                     20/10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

 Geier, Rockstars und die Kostbarkeit der Berge

 Adler und Bärtierchen, einfache Bergbauern und die großen Rockstars der Kletterwelt: Sie sind die Gewinner des Bergfilm-Festivals 2018. Ebenso wie die rund 6000 begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauer, die an fünf Tagen die Kostbarkeit der Bergwelt in über 80 Filmen neu entdecken konnten: Berge als Lebensraum, Naturraum oder als Spielplatz großer Abenteuer.

 Ihre Protagonisten sind die Herrscher der Lüfte und sie selbst sind die großen Meister ihres Metiers. „Ein imposanter Film, ein Meisterwerk“, so urteilten Fachjury und Zuschauer über die neueste Dokumentation von Anne und Erik Lapied. 70 Minuten Natur im Einklang mit sich selbst. Grausam, liebevoll, einzigartig und immer wunderschön. Ein Adlerjunges wirft sein Geschwisterchen brutal aus dem Nest. Später, im Winter, schaffen es die Adler kaum, ein einziges Küken zu ernähren. Die Lapieds kennen ihre Tiere genauestens, nicht nur die Geier und Adler, die hier die Hauptrolle spielen. Sie sind eins mit der Umgebung, wissen exakt, wann ein Sonnenstrahl den Schneestaub zum Glitzern bringt. Sie beschönigen nichts und urteilen nie. Das macht ihre Botschaft – und damit ihre Filme – so stark, dass sie schon zum zweiten Mal mit dem Großen Preis der Stadt Tegernsee ausgezeichnet wurden.

Zwischen Hingabe und Besessenheit
Wo hört Leidenschaft auf, wo fängt Besessenheit an? Es sind packende Szenen, die sich in der Dawn Wall im Yosemite abspielen. Sie gehen unter die Haut, denn im Fokus steht nicht nur die enorme sportliche Leistung der beiden „Rockstars“ Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson, sondern auch ihre menschliche Seite: Dramen, die ihre Lebenswege prägten, und vielleicht Antworten geben auf das „warum?“. Sie verleihen dem Film Tiefe und Bedeutung. „Der Sinn des Filmemachens ist es ja, wichtige Fragen zu stellen und Einblicke zu geben. Aber auch Stellung zu beziehen und Antworten zumindest anzudeuten“, ist Jurorin Carla Braun-Elwert überzeugt. Für seinen großen, dramatischen Kletterfilm „Durch die Wand – The Dawn Wall“ darf der amerikanische Filmemacher Peter Mortimer deshalb in diesem Jahr den DAV-Preis für den besten Alpinfilm mit nach Hause nehmen.

Nah und unbekannt
Filmstars waren Bärtierchen und Wasserspitzmaus wohl noch nie, die meisten würden sie nicht einmal zur Kenntnis nehmen. Liebevoll und unprätentiös lenkt Regisseur Uwe Müller im Erzgebirge den Blick auf die Kleinen, ohne sie zu Hollywoodstars aufzublähen. Er brachte erstaunliche Bilder mit an den Tegernsee, die auf leise Art den Blick schärfen für die großen Wunder im Kleinen. Ausgezeichnet wurde er dafür mit dem von Hauptsponsor „Bergzeit“ zur Verfügung gestellten Preis für den besten Naturfilm.

Altes Wissen und die Zukunft
Für die Bergbauernfamilie im Schweizer Kanton Uri ist die Natur Lebensraum. Respektvoll nutzen sie die steilen Wiesen, ohne dadurch das sensible Gleichgewicht aus dem Takt zu bringen. Eine Lebensart, die hier in Mitteleuropa heute selten geworden ist und die Regisseur Beat Bieri in einer berührenden Geschichte erzählt. „Die Wildheuer“ ist eine Dokumentation, die Hoffnung vermittelt, dass zukünftige Generationen das alte Wissen weitertragen – und dafür von der Jury mit dem Preis der Kategorie Lebensraum Berg ausgezeichnet wurde.

Die ganz großen Momente
„Es war wieder ein großartiges Festival mit vielen begeisternden Filmen und  interessanten Gästen“, resümierte Festival-Direktor Michael Pause nach der Preisverleihung. „Mich freut es immer ganz besonders, wenn so viele Preisträger zum Teil von weit her anreisen, um ihre Auszeichnungen persönlich in Empfang zu nehmen und hier vor großem Publikum selbst schildern zu können, was sie bewegt.“  Denn das sind sie dann, die ganz großen unvergesslichen Momente, die auch dem Organisationsteam rund um Bürgermeister Johannes Hagn Mut machen, wieder neue Pläne zu schmieden für das nächste Festival im Oktober 2019.

 

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT02 – Kostbares

PT_02_Kostbares                                                                     20/10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Kostbares bewahren

Filme, in denen die Bergwelt nur Kulisse ist, schaffen es gar nicht ins Programm des Bergfilm-Festivals. Die Berge spielen hier immer eine entscheidende Rolle. Oft werden Entwicklungen aufgespürt und kritisch hinterfragt. Im Filmprogramm und vor allem auch in den Kamingesprächen im Stieler-Haus.

Massentourismus oder Bergsteigerdorf – Wohin geht die Zukunft? Diese Frage stellte Dr. Georg Bayerle vom Bayerischen Rundfunk dem Kreuther Bürgermeister Josef Bierschneider und dem Osttiroler Christof Schett, der im Villgratental in einem Vorzeige-Bergsteigerdorf aufgewachsen ist und sanften Tourismus fördert. Und wie immer hatten auch die Gäste im Stieler-Haus einiges zu sagen. Denn schließlich prallen hier am Tegernsee – genauer gesagt in Kreuth – diese beiden Welten direkt aufeinander. So sind 13 der 17 Ortsteile Kreuths vom Alpenverein in den erlesenen  Kreis der Bergsteigerdörfer aufgenommen worden. Die vier direkt am See liegenden Ortsteile wurden jedoch explizit ausgeschlossen.

Es wurde vieles gesagt, die stärkste Botschaft bleibt aber doch einem Bild aus der Dokumentation, die in diesem Jahr den Großen Preis gewonnen hat, vorbehalten: Adler und Geier in einer vom Menschen völlig verschonten Landschaft, ungestörte Natur im Einklang mit sich selbst. Der Film ist fast zu Ende, da taucht ganz am Rand, winzig klein, ein Mensch in der Schneelandschaft auf…

 

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT03 – Gäste

PT_03_Gäste                                                                           20/10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Überraschende Einblicke und eine große alte Dame

Neben den Filmen sind es immer auch die Gäste aus der Alpin-Film-Szene, die das Bergfilm-Festival Tegernsee zu etwas so Besonderem machen.

Für Bürgermeister Johannes Hagn war es einer der Höhepunkte des Festivals: Authentisch und ehrlich hat Thomas Huber bei der Weltpremiere seines neuen Films am Eröffnungsabend das Publikum für sich gewonnen.  „Er ist nicht nur der coole und starke nach außen, sondern er bekennt sich zu seinen Schwächen und Problemen. Das hat mich beeindruckt“, betont der Bürgermeister. „Er geht sie öffentlich an und ist somit ein Vorbild für viele.“

Nicht weniger eindrucksvoll war die Begegnung mit Weltklassekletterer Hansjörg Auer beim DAV-Abend. Im Gespräch mit Michael Pause schilderte er offen und ehrlich seine persönliche Entwicklung: Sehr geborgen in seiner Familie, aber eher ein Außenseiter in Schule und Dorfgemeinschaft im Ötztal. Aus jugendlichen Streifzügen zu den Ötztaler Gipfeln – meistens im Alleingang – werden extreme Touren, bis hin zu jenen spektakulären Solo-Klettertouren, die ihn bekannt machten. Aufgebrochen ist er nie um Schlagzeilen zu machen, sondern immer aus Freude am Unterwegssein. Längst ist er Profi, doch in Tegernsee ist zu spüren, dass „Marketing“ nicht sein Anliegen ist. „Mich hat vor allem seine Glaubwürdigkeit beeindruckt“, schildert Michael Pause. „Er geht seinen Weg, ohne dabei auch nur einen Gedanken an die mediale Wirkung zu verschwenden. Ein großartiger Gast beim Bergfilm-Festival!“

Wie einen alten Kumpel begrüßten die Zuschauer und Zuschauerinnen Heinz Zak in der Sporthalle. Mit einem gewohnten Schuss Ironie, viel Humor und genialen Bildern – bewegt oder unbewegt – traf er genau den richtigen Ton für Tegernsee. Auch wenn Spitzenkletterer Adam Ondra im Film gerade selbst schilderte, wie er bei der Durchsteigung der Dawn Wall gelitten hat, ist Heinz Zak „voll dabei“ mit seinen Anmerkungen. Und es sind ja genau diese „Live-Kommentare“, die den Abend so einzigartig machten.

Sie ist 99 Jahre und topfit:  eine große alte Dame, wie aus dem Bilderbuch. Mit Charme und Esprit schilderte Maria Sernetz-Dyhrenfurth bei der Retrospektive, wie es ist, an der Seite eines großen Bergsteigers und eines berühmten Bergfilmmachers zu leben und Hollywood nicht nur vom Kino her zu kennen.

 

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT04 – Juryarbeit

PT_04_Juryarbeit                                                                     20/10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

 Ein-Blick hinter den Vorhang

Der strahlende Sonnenschein, der glitzernde See und die verlockenden Gipfel der zauberhaften Tegernseer Bergwelt verschwinden hinter dicken Rollos, es wird dunkel. Die Jury tagt, vier Tage lang. Inzwischen sind die Preise vergeben, die Arbeit ist getan. Zeit für die Mitglieder der Jury, ein Resumee zu ziehen.

„Es war toll, endlich einmal wieder richtig einzutauchen in die Welt der Filme, von nichts abgelenkt, bis die Augen quadratisch sind“, schwärmt Christine Kopp, als sich der Vorhang endlich wieder hebt. Die Schweizer Autorin und Redakteurin war schon vor 15 Jahren in der Tegernseer Jury. „Einerseits ist vieles gleich geblieben“, sagt sie. Dieselben Muster, Stärken, Schwächen. Aber auf der anderen Seite konnte sie viel Neues, Kreatives entdecken. „Und Drohnen, Drohnen, Drohnen. Das ist ein Hype im Moment, aber ich bin überzeugt, in ein paar Jahren wird sich das wieder ändern.“  

Ein Privileg
Auch Carla Braun-Elwert, die in Tegernsee schon mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, hat die Arbeit als Jurorin genossen: „Es ist schon ein Privileg, hier in der Jury zu sein und von der tiefen analytischen Arbeit auch selbst profitieren zu können.“ Denn was ist wirklich wichtig, was macht einen herausragenden Bergfilm aus? „Dazu gehört ja auch, infrage zu stellen, was ich selbst bei meiner Arbeit als Filmerin mache. Das nehme ich mit auf den Weg, und hoffentlich werden meine Filme dadurch noch besser.“

Auch Kamerafrau Susan Gluth schätzt die großartige Möglichkeit, eigene Überzeugungen, Vorurteile und Wertvorstellungen abzuchecken. „Der Austausch mit dem Publikum in dem kleinen Ort, diese ganzen Begegnungen – das ist so selten möglich und sehr spannend!“

Diskussion auf Augenhöhe
Wie die Entscheidungen zustande kamen, verrät Sebastian Marseiler, Dokumentarfilmer aus Südtirol: „Das waren Diskussionen auf Augenhöhe, bei denen immer wieder neue Perspektiven beleuchtet wurden. Nichts mit Taktieren und Abstimmen, es ging wirklich darum, einander zuzuhören und einen Konsens zu finden.“

Die kreative Auseinandersetzung liebt auch der Initiator des Salzburger Bergfilm-Festivals, Michael Bilic: „So sehe ich, ob meine Meinung wirklich hält. Bin ich auf der richtigen Fährte oder hab ich mich nur vorführen lassen?“ In Tegernsee hat ihn besonders beeindruckt, „dass die ganze Stadt Bergfilm-Festival ist.“

Raum für Mutige
Begeistert ist die Jury von der Bandbreite der Filme in Tegernsee: „In Salzburg wählen wir die besten aus und zeigen das, was das Publikum sehen will“, schildert Bilic. Hier in Tegernsee sorgt hingegen der Wettbewerb – übrigens die deutschlandweit einzige Bergfilm-Prämierung – nicht nur für Spannung, sondern auch für Abwechslung: „Hier ist Raum für mutige Filme, für außergewöhnliche Macharten und ganz andere Herangehensweisen.“

Nicht zuletzt gilt dies für junge Filmemacherinnen und Filmemacher, auch wenn sie noch nicht den letzten Schliff haben: Der Otto-Guggenbichler-Preis für den besten Nachwuchsfilm, den in diesem Jahr Alexej Funke erhielt,  soll ja nicht nur auszeichnen, sondern auch ermutigen, auf das aufzubauen, was ist.  „Traut euch ihr Jungen, frisch von der Seele mitzumachen“, appelliert Sebastian Marseiler und ergänzt schmunzelnd: „denn was gibt es Amüsanteres, als so einen richtig schönen, genialen Blödsinn!“

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT05 – Liste der Preisträger

  1. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee

 Die Preisträger 2018

Großer Preis der Stadt Tegernsee (€ 3.000,-)
„Aigle et Gypaète – Les maîtres du ciel“ (Adler und Geier – Die Herrscher der Lüfte) von Anne und Erik Lapied (Frankreich)

Preis des Deutschen Alpenvereins für den besten Alpinfilm
der Kategorie „Erlebnisraum Berg“
(€ 1.000,-)
„Durch die Wand – The Dawn Wall“ von Peter Mortimer (USA)

Bergzeit-Preis für den besten Film in der Kategorie „Naturraum Berg“ (€ 1.000,-)
„Wildes Deutschland – Das Erzgebirge“ von Uwe Müller (Deutschland)

Preis für den besten Film in der Kategorie „Lebensraum Berg“ Preis der Tegernseer Erdgas-Versorgungsges. (€ 1.000,-)
„Die Wildheuer – Senkrecht über dem Urnersee“ von Beat Bieri (Schweiz)

Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis (€ 1.000,-)
„The Fire within“ von Alexej Funke (Deutschland)

Lobende Erwähnung der Jury (undotiert)
„Hansjörg Auer – No Turning Back“ von Damiano Levati (Italien)
„Viacruxis“ von Ignasi López (Spanien)
„La congenialità“ von Christian Schmidt (Deutschland)

Preis für die bemerkenswerteste Kameraleistung
„Tierra del Viento“ von Laura Belinky (Großbritannien/Argentinien)

Preis für den besonderen Film
Das versunkene Dorf von Georg Lembergh (Italien)

Bayern 2 – Publikumspreis (€ 1.000,-)
„The Dawn Wall“ von Peter Mortimer/Josh Lowell (USA)

Kleiner Preis des Festivals, Publikumspreis  für den besten Kinder- und Jugendfilm (€ 500)
„Viacruxis“ von Ignasi López (Spanien)

2018 – Bergfilm-Festival – Pressemappe Abschluss 20. Okt. 2018 – PT06-Jurybegründung

  1. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee
    17. – 21. Oktober 2018

Begründung der Jury für die Preisvergabe

 GROSSER PREIS DER STADT TEGERNSEE  2018
Aigle et Gypaète – Les maîtres du ciel / Adler und Geier – Die Herrscher der Lüfte
von Anne und Erik Lapied

Der Film entführt uns mit großartigen Bildern ins Leben und in die Welt von Steinadlern und Bartgeiern.
Mit genauen Beobachtungen, eingebettet in den Rhythmus der Natur, gelingen atmosphärische und packende Bilder, die zugleich viele Informationen enthalten. Man spürt die große Verbundenheit der Filmemacher mit diesen Tieren und der Natur. Les maîtres du ciel besticht mit seiner Schlichtheit, ist frei von unnötigen Effekten und lässt den Zuseher eintauchen und teilhaben an der majestätischen Welt dieser riesigen Vögel.
Ein imposanter Film!

 
PREIS ERLEBNISRAUM BERG
Durch die Wand – The Dawn Wall
von Peter Mortimer

Ein großer, dramatischer, gut aufgebauter Kletterfilm, der packend die Grenze zwischen Hingabe und Besessenheit auslotet.

Es gibt die Rockstars der Kletterwelt – Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson – und die riesige Wand des El Capitan. Aber die Filmemacher schaffen es, neben der Dokumentation einer enormen und spektakulären sportlichen Leistung, eine ganz menschliche Seite der Protagonisten zu beleuchten. Wie geht man mit einem unmöglichen Kletterprojekt um? Warum lässt man sich überhaupt auf sowas ein? Die Antworten darauf sind das, was diesem Film zusätzliche Tiefe verleiht. Zugleich wird dem Druck der Vermarktung und der Doppelbödigkeit von Presse und Medien ein Spiegel vorgehalten.

PREIS NATURRAUM BERG
Wildes Deutschland – Das Erzgebirge
von Uwe Müller

Das Bärtierchen, der Salamander und die lustige Wasserspitzmaus sind unsere Helden in diesem angenehm unprätentiösen Film. Liebevolle Ausschnitte aus dem Leben der Protagonisten schärfen auf leise Art unseren Blick für die großen Wunder im Kleinen. Abläufe in der Natur werden in Zusammenhang gebracht und mischen sich mit erstaunlichen Aufnahmen vom Verhalten dieser Tiere, die wir kaum kennen und die doch so nah bei uns leben. Ein wohldosierter Text, sensibles Sounddesign, zurückhaltende Musik und gestalterische Besonderheiten wie slow motion werden stets gezielt und überlegt angewandt. Die Filmemacher lassen ihren kleinen Protagonisten die große Bühne, ohne dabei das  Bärtierchen zum Hollywoodstar aufzublasen.

PREIS LEBENSRAUM BERG
Die Wildheuer – Senkrecht über dem Urnersee
von Beat Bieri

Der Film zeigt das Leben einer Bauernfamilie im Schweizer Kanton Uri an einem steilen Hang hoch über dem Dorf im Tal – eine Art zu leben, wie wir sie hier in Mitteleuropa kaum noch kennen. Die Geschichte ist getragen von Respekt vor Mensch und Tier. Immer wieder fängt der Film intime Momente ein. Es geschieht alles im Einklang mit der Natur, die, wie der Film beeindruckend zeigt, auch das Schicksal bestimmen kann. Er vermittelt die Hoffnung, dass zukünftige Generationen das alte Wissen weitertragen, allen Widrigkeiten und Verlockungen der Moderne zum Trotz. 


OTTO-GUGGENBICHLER-NACHWUCHSPREIS
The Fire Within
von Alexej Funke 

Der Filmemacher zeigt uns ein technisch perfektes Bild der Motivation: Es wird eine Lupe auf einen Prozess der inneren Überwindung gehalten, wobei ein Kletterer schließlich eine schwierige Herausforderung zu meistern lernt. Wir empfanden es als sehr konzentrierten Blick auf das Wesentliche, der vielversprechende Ansätze für eine Weiterentwicklung in sich birgt.

 

LOBENDE ERWÄHNUNG

 Hansjörg Auer – No Turning Back
von Damiano Levati
Der Film berührt durch seine stillen, dichten und atmosphärischen Bilder und die Offenheit seines Protagonisten, sein Klettern zu reflektieren.

Immer deutlicher erkennt Hansjörg Auer, dass es ihm nicht um Sensation, Rekorde und Spitzenleistungen geht. Er, einer der exzellentesten Solo-Kletterer der Gegenwart, sieht immer mehr, dass es ihm um das Unterwegssein selbst geht – ohne jegliches Schielen auf Anerkennung und Erfolg von außen … 

 

Viacruxis
von Ignasi López
Mit unglaublichem Blick zum Detail bleibt diese liebevoll gemachte Animation dem Zuschauer lange im Gedächtnis. Der Film schafft es – in nur elf Minuten und ohne Text – alle üblichen Kletterfilm-Klischees darzustellen, sodass wir unser manchmal absurdes Verhalten am Berg erkennen und darüber lachen können.

 

La Congenialità
von Christian Schmidt
Wir möchten diesem Film, der uns mit einem großen Schuss Selbstironie und Uneitelkeit überraschte, eine lobende Erwähnung aussprechen. Der Film zeigt einen Ausschnitt aus dem Alltag einer Bergbesteigung und erzählt dabei in herzerfrischender Leichtigkeit über die sich entwickelnde Freundschaft eines „Lehrers“ und seiner „Schülerin“: Der erfahrene Alpinist Simone Moro erliegt dabei dem Charme und dem Witz seiner jüngeren Kollegin Tamara Lunger. Diese sensible Beobachtung setzt einen wohltuenden Kontrapunkt im Filmprogramm, weil sie nicht den ehrgeizigen Ambitionen und Zielen der Bergsteiger, sondern dem Humor den Vorrang gibt.

  

PREIS FÜR DIE BEMERKENSWERTESTE KAMERALEISTUNG 

Tierra del Viento
von Laura Belinky
Dies ist ein Film, der keine klassische Geschichte erzählt. Eher fragmentarisch nähern wir uns einem von der Natur beseelten Künstler. Wir schauen über seine Schulter, auf der Suche nach Bildern in den überwältigenden Landstrichen Patagoniens. Es sind die entscheidenden Momente, die bereits Cartier-Bresson beschrieben hat, die er versucht, in seiner Fotografie einzufangen. Wir fühlten uns an die gewaltigen Expressionen eines Sebastião Salgado erinnert. Der Film wiederum schafft eine lebhafte Gesamtkomposition von eigenen beeindruckenden Bildern und Stimmungen in Tönen und Musik, die sich mit denen des porträtierten Fotografen zu einem gemeinsamen Werk verbinden.

 

PREIS FÜR DEN BESONDEREN FILM

Das versunkene Dorf
von Georg Lembergh
Ein Film, der in berührender Offenheit der Zeitzeugen von der Ohnmacht des Menschen gegenüber Politik und Konzernmacht erzählt. Zugleich ein lebendiges Zeitdokument, das über Ländergrenzen hinweg Bedeutung hat und lange haben wird. Und dabei aktuellen Auseinandersetzungen, wie zum Beispiel in Deutschland um den Hambacher Forst und RWE, den Spiegel vorhält. Ein ehrlicher Film, der den Bogen schlägt von der Vertreibung aus dem eigenen Zuhause zur Würde des Menschen.


Mitglieder der Jury:
Dr. Michael Bilic, Österreich
Carla Braun-Elwert, Neuseeland
Susan Gluth, Deutschland
Christine Kopp, Schweiz
Sebastian Marseiler, Italien

Wenn die weite Welt auf Tegernsee trifft…

PT_01_Eröffnung                                                                     10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Wenn die weite Welt auf Tegernsee trifft …

Packende Bilder, volle Säle und ein begeistertes Publikum: Das Bergfilm-Festival Tegernsee legte am Mittwoch einen Traumstart hin. Star des Abends war Thomas Huber, der seinen brandneuen Film mitgebracht hatte. Eine Weltpremiere, die beeindruckte, und ein Programm, das die Berge wieder in ein neues Licht rückte.

„So ehrlich hab ich das selten gesehen, Hut ab“, zustimmendes Nicken der anderen.  Der neue Film von Thomas Huber kam an, wohl auch aufgrund der sympathischen Offenheit im Gespräch mit Festival-Direktor Michael Pause bei der Eröffnung des Festivals im Barocksaal. Es ging ums Scheitern – und um das Glück, doch noch oben anzukommen. Egal wo.  Im Fokus standen Höchstleistungen, vollbracht von liebenswerten Zeichentrickhelden, den Kletterkünstlern am Cerro Kishtwar und von Bergsteigerlegenden wie Reinhold Messner und Peter Habeler. Intensive Geschichten und eindrucksvolle Bilder, die die Zuschauer auch noch nach 23 Uhr faszinierten.

Die Berge als Erlebnisraum, als Kulisse für atemberaubende Leistungen, das ist die eine Seite des Festivals. Doch nicht weniger Aufmerksamkeit genießt das Gebirge  als Lebensraum, als Naturraum. Seien es die Menschen, die hoch oben Nischen finden, um ihren Lebensweg zu gehen oder einfach das fortzuführen, was mutige Vorfahren einst begonnen haben. Oder die Tiere, die sich mit dem gleichen unbändigen Willen in der Bergwelt behaupten. Eher leise Filme, die genauso „gut ankommen“, wie die der spektakulären sportlichen Leistungen.

„Die Landschaft bleibt bestehen“, zitierte Michael Pause bei der Eröffnung den Protagonisten des Films „Land des Winds“, „aber das Licht ändert sich und wiederholt sich niemals.“ Ähnlich sei es auch beim Festival, spannte Michael Pause den Bogen, „denn in unseren Filmen geht es immer um den Berg und die Berge – das Beständige -, und doch wiederholt sich dank der Kreativität der Filmemacher nichts.“ Neue Perspektiven und ungewohnte Gedanken, mutige Autoren und überraschende Geschichten. „Wenn die weite Welt auf Tegernsee trifft“, wie es die mehrfach ausgezeichnete Filmemacherin und Kamerafrau Susan Gluth von der Jury ausdrückte, ist und bleibt das Thema Bergfilm spannend. Das zeigte sich am Eröffnungsabend in den fünf Kinosälen, bei spannenden Begegnungen zwischen Publikum, Filmemachern und Bergbegeisterten – und natürlich beim Blick ins weitere Programm.

Info und Programm: Sonderbüro Bergfilm-Festival Tegernsee, Tel. 08022/1801-37 od. 53, bergfilm@tegernsee.de, oder über Tourist-Information
Kartenvorverkauf: Tourist-Information Tegernsee, Tel. +49(0)8022-92738 – 60; tegernsee@tegernsee.com und im Internet unter www.bergfilm-tegernsee.de oder www.muenchenticket.de.
Im Programmheft und im Internet sind alle Filme sowie das Rahmenprogramm detailliert beschrieben.

Großes Kino, kritische Töne und eine Welturaufführung

PT_01_Allgemein                                                                     09/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Großes Kino, kritische Töne und eine Welturaufführung

Wer im Oktober zum Bergfilm-Festival an den Tegernsee kommt, darf sich auf großes Kino, eine Welturaufführung und die schon gewohnte „wunderbare Mischung“ schöner Filme freuen. Die Bergwelt ist dabei nie nur Kulisse, sie spielt die Hauptrolle: Als herausfordernder – und oft auch bedrohter – Lebensraum für Mensch und Tier, als ungezähmte Naturgewalt und als genialer Schauplatz außergewöhnlicher Leistungen.

„Ein kleines Huberbuam-Festival mit einer Weltpremiere, zwei große Kinofilme aus den USA, ein fast schon mystischer Kriminalfilm in Sachen Alpingeschichte und ein kleiner Zeichentrickfilm, der von der Vorjury mit der Höchstnote ausgezeichnet wurde“, so fasst Festival-Direktor Michael Pause spontan das Bergfilm-Tegernsee-Programm 2018 zusammen. „Und hinzu kommt natürlich die wunderbare Mischung guter Filme im weiten Themenspektrum unserer Wettbewerbskategorien.“

Eindrucksvolles zwischen Himmel und Bergen
Da sind zum Beispiel die faszinierenden Tierfilme der Familie Lapied, die schon mehrfach in Tegernsee ausgezeichnet wurden und die immer wieder mit neuen Ideen und Perspektiven begeistern. Oder die unvorstellbaren sportlichen Leistungen von Athleten und Athletinnen, die rund um den Globus in und über der Bergwelt Kräfte spielen lassen: Beim Gleitschirmfliegen über dem Broad Peak, mit Skiern in den Steilflanken oder mit dem Kletterseil im überhängenden Fels.  

Großes Kino – berührende Porträts
Dass oft die Menschen selbst noch weit spannender sind als ihre sportlichen Leistungen, zeigen einfühlsame Film-Porträts, egal ob es sich dabei um die Huber-buam, um den Ausnahmekletterer Hans-Jörg Auer oder um Tommy Caldwell handelt, dem es mit seinem Seilpartner Kevin Jorgeson als erstem gelang, die Dawn Wall am El Capitan (Yosemite/USA) frei zu durchklettern („Durch die Wand“). Gezeigt wird in dieser Kinoproduktion nicht nur das fast sieben Jahre dauernde „Projekt“, sondern auch die spannende Biographie des Kletterers, der in Kirgisistan von Aufständischen als Geisel entführt wurde – um nur eines der ungewöhnlichen Details aus Tommy Caldwells Lebenslauf herauszugreifen …

Außerdem geht noch ein zweiter großer Kinofilm in den Wettbewerb um den Großen Preis der Stadt Tegernsee: Mit atemberaubenden Bildern und starken Aussagen bringt „Mountain“ die ganze Faszination der Berge auf die Leinwand – und zeigt, welch kraftvolle Wirkung sie in unserem Leben und in unseren Träumen hinterlassen.

Apropos Träume: Gerade die kurzen, mit viel Kreativität produzierten Filme lassen oft am meisten Raum für eigene Fantasien: Ein kleiner Zeichentrickfilm, dem die Vorjury die Höchstnote gab oder die kurze „Imagination“ eines Buben, der die großen Free-skier niemals aus den Augen verliert

„Rahmenbedingungen“ bleiben konstant
Inzwischen ließen sich insgesamt bereits mehr als 85.000 Besucher und Besucherinnen in Tegernsee von den neuesten – in diesem Jahr sind es 86 – Bergfilmen beeindrucken. Auch wenn sich über die Jahre viel verändert und verbessert hat, bleiben die „Rahmenbedingungen“ in Tegernsee doch konstant: „Wir haben unser fünftägiges Fest Schritt für Schritt weiterentwickelt“, schildert Michael Pause, das gebe sicher eine gewisse Routine und damit auch Sicherheit. „Aber wir wissen genau, dass wir immer nach neuen Ideen Ausschau halten müssen, nach neuen Themen und Trends in diesem außergewöhnlichen Genre des Bergfilms.“

Mit den 2015 eingeführten „Kamingesprächen“ im Stieler-Haus gelang es, auch den intellektuellen Anspruch und die politische Verantwortung auszubauen. Außerdem liegt es allen Verantwortlichen sehr am Herzen, den besonderen „Geist“ dieses Festivals stets hochzuhalten: Die malerische Landschaft um den Tegernsee, das Flair der kleinen Stadt und die familiäre Atmosphäre, in der sich Filmemacher, Publikum und auch die Gastgeber so wohl fühlen.

„Bergzeit“ garantiert Qualität
Ein Garant für Qualität und Beständigkeit ist neben dem Team um Festival-Direktor Michael Pause mit Stadt Tegernsee (Veranstalter), dem Deutschen Alpenverein als ideellem Träger sowie dem Bayerischen Rundfunk und der Tegernseer Tal Tourismus GmbH, der langfristige Hauptsponsor des Festivals: Mit dem Multichannel-Bergsportausrüster „Bergzeit“ haben die Tegernseer den idealen Partner, mit dem man nicht nur die „Leidenschaft für draußen“ teilt, sondern auch die Begeisterung für den Bergfilm und die wunderschöne Region um den Tegernsee.

Info und Programm: Sonderbüro Bergfilm-Festival Tegernsee, Tel. 08022/1801-37 od. 53, bergfilm@tegernsee.de, oder über Tourist-Information
Kartenvorverkauf: Tourist-Information Tegernsee, Tel. +49(0)8022-92738 – 60; tegernsee@tegernsee.com und im Internet unter www.bergfilm-tegernsee.de oder www.muenchenticket.de.
Im Programmheft und im Internet sind alle Filme sowie das Rahmenprogramm detailliert beschrieben.

Weltpremiere und viel Neues von den Hubers

PT_02 Huberbuam                                                                        10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018 

Weltpremiere und viel Neues von den Hubers

Neben großem Kino und kleinen Streifen gibt es gleich bei der Eröffnung am Mittwoch, 20 Uhr, im Barocksaal eine Welturaufführung: Im Mittelpunkt von „Reiss di zsamm! Geduldsprobe am Cerro Kishtwar“ steht eine Erstbegehung im indischen Himalaya mit Thomas Huber (der in Tegernsee zu Gast sein wird) sowie den beiden Schweizern Stephan Siegrist und Julian Zanker. Für diese außergewöhnliche alpinistische Leistung waren die drei Bergsteiger in diesem Jahr für den begehrten Piolet d’Or nominiert – eine hohe Auszeichnung für jene, die Alpingeschichte schreiben. (Wiederholung am Samstag, 20 Uhr, Ludwig-Thoma-Saal).

Die Huberbuam sind außerdem am Samstag, 20 Uhr im Medius („100 Jahre Huberbuam – Bluad is dicker wia Wossa“), am Freitag, 20 Uhr im Ludwig-Thoma-Saal und am Samstag, 20 Uhr, in der Sporthalle („Thomas, der Huberbua“) auf der Leinwand zu bestaunen.

 

Kritische Töne und eine spannende Diskussion

PT_03_Festival-Splitter                                          10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Kritische Töne und eine spannende Diskussion

Nicht zuletzt Johannes Hagn (Bürgermeister der Stadt Tegernsee) legt besonderen Wert darauf, dass in Tegernsee auch kritische Töne zu spannenden Themen im Fokus stehen: „Bergfilm Tegernsee, das ist Spannung, das ist Vielfalt – und das muss auch Stoff zum Nachdenken sein“, so der Bürgermeister. Das kommt natürlich in vielen Filmen – oft auf ganz leisen Sohlen – zum Ausdruck: Wen könnte es kalt lassen, wenn ein kleines Mädchen, das noch nie etwas vom Klimawandel gehört hat, im Altai-Gebirge plötzlich mit den tiefgreifenden Auswirkungen dieser sich anbahnenden Katastrophe konfrontiert wird?

Ein anderer wichtiger Punkt sind die hochkarätig besetzten Kamingespräche im Stieler-Haus (siehe auch Interview mit Dr. Georg Bayerle). Im Mittelpunkt des vierten Kamingesprächs steht ein für Tegernsee derzeit brandaktuelles Thema: Massentourismus oder Bergsteigerdorf – so lautet der brisante Titel, unter dem
Dr. Georg Bayerle vom Bayerischen Rundfunk mit dem Kreuther Bürgermeister
Josef Bierschneider und dem Osttiroler Christof Schett, der im Villgratental in einem Vorzeige-Bergsteigerdorf aufgewachsen ist und sanften Tourismus fördert, diskutieren werden. Und wie immer können sich natürlich auch die Gäste im Stieler-Haus rege am Gespräch beteiligen. Denn schließlich prallen hier am Tegernsee – genauer gesagt in Kreuth – diese beiden Welten direkt aufeinander. So sind 13 der 17 Ortsteile Kreuths vom Alpenverein in den erlesenen  Kreis der Bergsteigerdörfer aufgenommen worden. Die vier direkt am See liegenden Ortsteile wurden jedoch explizit ausgeschlossen. Schließlich sollen die Bergsteigerdörfer ja genau zeigen, dass es auch ohne touristische Großstrukturen mit riesigen Hotels und Liftanlagen geht. Doch wem wird in den Alpen die Zukunft gehören?

Termin: Freitag, 19. Oktober, um 16.30 Uhr im Stieler-Haus

 

Heinz Zak, Adam Ondra und die Kunst des Kletterns
Das Klettern und die Fotografie haben das Leben von Heinz Zak geprägt. Beides beherrscht er perfekt. Davon konnte sich das Tegernseer Publikum schon mehrfach überzeugen. Am Donnerstag, 20 Uhr, ist der Tiroler Extremkletterer und Bergfotograf wieder beim Bergfilm-Festival in der Sporthalle zu Gast.

Im Fokus seines Vortrags steht diesmal vor allem Adam Ondra. Der Star der Szene aus Tschechien zählt derzeit zweifellos zu den weltbesten Kletterern – wie er zuletzt bei der Kletter-Weltmeisterschaft in Innsbruck bewiesen hat. Doch am „echten“ Fels sind seine Leistungen noch viel beeindruckender. Heinz Zak hat ihn unter anderem in der „Dawn Wall” im Yosemite begleitet: Im November 2016 gelang ihm dort in atemberaubendem Stil in nur acht Tagen die erste Wiederholung der schwierigsten Mehrseillängenroute der Welt. Ein weiteres Resultat dieser genialen Zusammenarbeit der zwei Meister ist der neue Film „Die Kunst des Kletterns“, den Hainz Zak natürlich auch mit nach Tegernsee bringen wird.

Termin: Donnerstag, 18. Oktober, um 20 Uhr, Sporthalle

 

Große Hommage an Norman Dyhrenfurth am Donnerstag
Zwischen Mount Everest, dem Weißen Haus in Washington und Salzburg: Überall sammelte der Bergsteiger und Bergfilmpionier Norman Dyhrenfurth eindrucksvolle Bilder und Erlebnisse. Er folgte den Spuren seines berühmten Vaters, aber nicht als Wissenschaftler, sondern als Bergsteiger, Expeditionsleiter und Filmemacher. Als er im September des vorigen Jahres mit 99 Jahren in Salzburg gestorben ist, ging ein reich erfülltes Leben zu Ende. Das zeigt der Blick auf seine Hinterlassenschaft im Rahmen der Retrospektive am Donnerstag:

Im ersten Teil sind ab 17 Uhr im Barocksaal zwei seiner Dokumentationen zu sehen: Mit „Americans on Everest“ dokumentierte Dyhrenfurth ein neues Kapitel im Höhenbergsteigen: 1963 gelang es ihm, im Rahmen seiner Expedition die ersten Amerikaner auf den Gipfel zu bringen, die erste Überschreitung zu schaffen und einen neuen Weg zum höchsten Punkt der Erde zu finden. Für diese Leistung wurde Dyhrenfurth sogar von Präsident John F. Kennedy im Weißen Haus geehrt – und er schaffte es damit endgültig aus dem Schatten seines berühmten Vaters zu treten. Eine ebenfalls vielbeachtete Dokumentation ist „Samsara – Ein tibetisches Erbe“. Nachdem er in Hollywood in der Spielfilmszene mitgearbeitet hatte, kehrte Dyhrenfurth zurück ins Land der Sherpa und drehte diesen mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm über tibetische Totenrituale.

Ab 20 Uhr erinnert Festival-Direktor Michael Pause mit interessanten Gästen an das bewegte Leben Dyhrenfurths: Mit dabei sind unter anderem Dyhrenfurths Witwe, Maria Sernetz-Dyhrenfurth und Dr. Michael Bilic, der Leiter des Salzburger Bergfilm-Festivals, der seit vielen Jahren eine tiefe, herzliche Beziehung mit der Familie pflegt. Außerdem ist Filmemacher Andreas Nickel zu Gast, der die große Dokumentation über die Familie Dyhrenfurth drehte. „Zum dritten Pol“ ist der Titel des Films, der im Rahmen der Retrospektive neben weiteren Filmausschnitten zu sehen ist.

Termin: Donnerstag, 18. Oktober, um 17 und 20 Uhr, Barocksaal

 

„Gipfeltreff“ und abwechslungsreiches Rahmenprogramm
„Der“ Treffpunkt während des Festivals ist das Forum im Rathaus: Im „Gipfeltreff“ gibt es alles Wichtige und Interessante rund ums Festival, von den Tickets bis zu dem ein oder anderen Autogramm, das man sich von Filmemachern, Alpinisten oder prominenten Gästen dort erobern kann. In angenehmer Atmosphäre, bei einem guten Glas Wein, köstlichem Käse oder einer Tasse Kaffee kommt man auch leicht ins Gespräch. In der Film-Lounge lohnt es sich, auch zwischen den Vorstellungen einen Blick auf die beeindruckenden Bilder aus der Welt der Berge zu werfen.

Doch den ganzen Tag „nur“ auf die Leinwand blicken? Dazu ist die reizvolle Bergwelt um den Tegernsee zu schön. Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm ermöglicht es, die zauberhafte Umgebung von ihren schönsten Seiten kennenzulernen: zum Beispiel bei einer Alpenballonfahrt, bei geführten Wanderungen – etwa unter dem Motto „Naturschutz und Forstwirtschaft“ – oder bei einer Radltour mit dem E-Bike.

 

Die Kamingespräche beim Bergfilm-Festival Tegernsee

PT_04_Interview                                                                                                       10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Die Kamingespräche beim Bergfilm-Festival Tegernsee

Dr. Georg Bayerles Beiträge in „Bergauf-Bergab“ haben immer etwas Wohltuendes: Bei ihm muss das Besondere nicht extrem und das Schöne nicht spektakulär sein. Trotz allem blickt er ohne „Weichzeichner“ auf die Realität, Missstände rückt er feinfühlig ins Licht. Das zeichnet ihn nicht nur als Autor beim Bayerischen Rundfunk aus – im Radio wie im Fernsehen –, sondern auch als Moderator der ersten Stunde beim Bergfilm-Festival in Tegernsee. Als das Team 2015 einen Leiter für die neu ins Programm genommenen „Kamingespräche“ suchte, war es deshalb naheliegend, dass als Diskussionsleiter das „Urgestein aus dem Allgäu“ erste Wahl war. Am Freitag (19.10.) stellt Georg Bayerle beim inzwischen vierten Kamingespräch im Stieler-Haus die am Tegernsee derzeit höchst aktuelle Frage, welches Tourismus-Konzept künftig wohl die Oberhand gewinnt: Massentourismus oder Bergsteigerdorf? Vorweg jedoch ein kurzer Blick zurück – und natürlich in die Zukunft.

Kurz zur Erklärung: Wie muss man sich den Ablauf eines Kamingesprächs in etwa vorstellen? Darf da auch das „Publikum“ mitreden?
Das ist sogar besonders erwünscht. Wir haben im schönen Stieler-Haus eine geradezu intime Gesprächsatmosphäre, die macht es möglich, sehr unverkrampft und frei über die jeweiligen Themen zu reden und den Gesprächspartnern auch wirklich nahe zu kommen. Da haben sich schon ganz besondere Momente ereignet, wenn gerade aus dem Publikum eigene, persönliche Erfahrungen und Ansichten ins Gespräch eingeflossen sind.

An welches der drei bisherigen Kamingespräche denken Sie besonders gerne zurück?
Jedes hatte seinen besonderen Reiz: unvergesslich natürlich die Anwesenheit von Norman Dyhrenfurth, dem amerikanisch-schweizerischen Bergsteiger und Filmer, der anlässlich des Herrligkoffer-Abends gekommen war. Oder natürlich Werner Bätzing, gleich beim ersten Kamingespräch, der bekannte Alpenforscher. Damals hat sich spontan gleich eine Diskussion zum Tegernseer Tal entwickelt, die sehr engagiert und wichtig war. Ein bisschen in die Richtung soll es ja diesmal auch gehen, anlässlich der Ernennung von Kreuth zum „Bergsteigerdorf“.

Hat es im Rahmen der Diskussion auch schon mal richtig „Zoff“ gegeben – und wie haben Sie da reagiert?
Meinungsverschiedenheiten, natürlich. Und die sind ja, wenn sie inhaltlich stichhaltig vorgetragen werden, sehr wichtig und auch produktiv. Wenn sich das zu einem Zwiegespräch zweier Kontrahenten verselbständigt, dann breche ich das ab. Solange daraus aber möglicherweise ein tieferer Einblick entsteht, verfolge ich in der Gesprächsleitung die jeweiligen Argumente. Im Idealfall nehmen wir alle neue Gedanken mit von diesem Gespräch.

Glauben Sie, dass man mit so einer Veranstaltung im Rahmen eines Bergfilm-Festivals auch tatsächlich etwas bewirken kann?
Entscheidend ist, dass das Festival nicht einfach nur als spannendes Unterhaltungsprogramm voller schöner oder spektakulärer Bilder wahrgenommen wird. Das Kamingespräch ist im Grunde der markante Punkt im Programm, der deutlich macht, dass Bergsteigen, Filmen in den Bergen, das Unterwegssein immer auch eine gesellschaftliche Dimension hat. In so einer um das Thema konzentrierten Atmosphäre wirken die Inhalte so einer Veranstaltung vielleicht auch nochmal intensiver.

Sie kennen das Bergfilm-Festival schon von Anfang an. Was reizt Sie, Jahr für Jahr ehrenamtlich wieder mit dabei zu sein?
Es sind die Gespräche, die Begegnungen am Rande, der Austausch mit dem Publikum, die besondere Atmosphäre, in der die Bergwelt im Mittelpunkt steht. Wir haben die Chance, über das sinnliche Medium Film viele für das Thema zu begeistern und genau wie bei einer langen Bergtour gibt es viele Etappen, bei denen ich mich jedes Mal frage, was ist gut gelaufen, was sollte verbessert werden. Die Vielfalt der Filme ist ja selbst eine Entdeckungstour rund um den Globus und zu verschiedensten Berg-Persönlichkeiten.

Wie muss sich das Festival entwickeln, damit Sie auch in Zukunft mit so viel Begeisterung mit dabei sein werden?
F
ür die Zukunft des Bergfilm-Festivals wünsche ich mir eine große Vielfalt an Filmen mit weiterhin möglichst wenigen kommerziellen und werblichen Produktionen. Filme mit einer Haltung, denen man anmerkt, dass ihnen ein scharfer Verstand und ein guter Blick zugrunde liegen. Hochglanz und tolle Aufnahmen sind zu wenig. Und dass sich die Tage rund um den Film immer mehr etablieren und noch mehr zum Treffpunkt von Bergliebhabern und Kreativen werden.

Schwerpunkte und gute Gespräche

PT_05 Säle und Moderatoren                                                     10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Schwerpunkte und gute Gespräche

In sechs Sälen werden, mit verschiedenen Schwerpunkten, an fünf Festival-Tagen 90 Filme gezeigt. Außer beim Non-Stopp-Programm vermitteln Moderatorinnen und Moderatoren dabei interessante Hintergrundinformationen.

Vermutlich muss sie nach diesem Festival umgeschrieben werden, die Alpingeschichte. Ein kreativer Filmemacher hat sich auf Spurensuche begeben und zwischen alten Hanfseilen und ausgetretenen Nagelschuhen einen bislang gänzlich unbekannten, aber ziemlich mysteriösen Alpen-Pionier entdeckt… („Florian’s last Climb“, Freitag, 20 Uhr, Schalthaus). Wer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und durchaus auch mal recht schrägen Ansätzen ist, der wird neben „Florian’s last Climb“ noch viele weitere Beiträge mutiger und experimentierfreudiger Autoren und Regisseure entdecken. Eine wahre Fundgrube ist hier vor allem das Non-Stopp-Programm, wo neben den Wiederholungen besonders lohnenswerter Filme auch diese Produktionen Platz finden.

Alle die „Action“ und Extremsport lieben, werden sich im Medius zusammenfinden, während in der Sporthalle eher die zugkräftigen „Blockbusters“ der Bergfilmszene laufen. Hintergründiges, Natur- und Tierdokumentationen sowie die Schönheit der Bergwelt rücken im Ludwig-Thoma-Saal und im Quirinal in den Vordergrund. Für die Hauptveranstaltungen ist natürlich der festlichste Saal reserviert: Eröffnung und Schlussfeier mit der Prämierung der besten Filme, Retrospektive und der DAV-Abend finden im Barocksaal statt.

Doch wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel. Deshalb lohnt es sich, einen scharfen Blick ins Programmheft oder ins Internet zu werfen und sich dort genau über die einzelnen Veranstaltungen zu informieren.

Faszinierende Filme, interessante Hintergründe
Sie sind es, die das Bergfilm-Festival zu etwas ganz besonderem machen: Die Moderatorinnen und Moderatoren, die alle Veranstaltungen – mit Ausnahme des Non-Stopp-Programms im Schalthaus – begleiten. Sie verfügen über Hintergrundinformationen zu Filmen und Filmemachern, sie sind es, die interessante Gespräche mit den Gästen führen und dem Publikum so spannende Details rund um das Filmgeschehen liefern. Und nicht selten entwickeln sich aus den Interviews mit den interessanten und oft auch prominenten Persönlichkeiten spannende Diskussionen, an denen sich auch viele Besucher aus dem Publikum gerne beteiligen. Welche Fragen den Zuschauern wohl in diesem Jahr wieder einfallen werden? Und übrigens: Sollten Gäste zu den Non-Stopp-Filmen im Schalthaus anwesend sein, wird auch dort ein Moderator auftauchen, um Hintergründiges ins Rampenlicht zu bringen.

Fakten, Zahlen und Termine

  1. Bergfilm-Festival Tegernsee:
    Fakten, Zahlen und Termine

Termin:                            17. bis 21. Oktober 2018

Veranstalter und           Stadt Tegernsee, Bayerischer Rundfunk,

ideelle Träger:                Deutscher Alpenverein, Tegernseer Tal Tourismus GmbH, Bergfilm-Freunde Tegernsee

Festival-Direktor:          Michael Pause (Bayerischer Rundfunk, Redakteur a.D.)

Hauptsponsoren:         Bergzeit, Quartier Tegernsee, E-Werk Tegernsee, Petzl, Hotel Der Westerhof, Das Werk

Förderungen:                Bayerische Staatsregierung, Bezirk Oberbayern, FFF Bayern

Zuschauer:                     ca. 6000 Zuschauer

Eingereichte Filme:      165 Produktionen aus 18 Ländern, 93 Filme im Programm, 85 Filme im Wettbewerb

Filmvorführungen:       Mittwoch ab 20 Uhr in fünf, Donnerstag, Freitag und Samstag in sechs Sälen (Barocksaal, Ludwig-Thoma-Saal, Medius, Quirinal, Schalthaus, Sporthalle).

                                       Mittwoch, Donnerstag, Freitag: 9.30 Uhr Kinderkino im Ludwig-Thoma-Saal; Ab 12 Uhr und ab 16 Uhr Non-Stopp-Programm im Schalthaus;
                                       17 und 20 Uhr moderierte Filmvor  führungen

                                        Samstag:
                                        10 Uhr und 13.30 Uhr Non-Stopp-Programm im Schalthaus;
                                         15, 16, 17, 19 und 20 Uhr moderierte Filmvorführungen;

                                          Sonntag:
                                         ab 9.30 Uhr, Matinée mit den Siegerfilmen

Preise:                              Großer Preis der Stadt Tegernsee

                                          Sonderpreis des Deutschen Alpenvereins für den besten Film der Kategorie „Erlebnisraum Berg“

                                           Bergzeit-Preis für den besten Film der Kategorie „Naturraum Berg

                                           Preis für den besten Film der Kategorie „Lebensraum Berg“, gestiftet von der Tegernseer Erdgas-Versorgungsgesellschaft mbH. & Co. KG

                                           Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis, (zur Verfügung gestellt von Familie Guggenbichler und vom AmbulantenBeinCentrum München)

                                         Bayern 2-Publikumspreis

                                         Preis für den besten Jugendfilm zum Thema Berg

Jury 2018:                       Susan Gluth (Deutschland), Christine Kopp (Schweiz), Carla Braun-Elwert (Neuseeland), Dr. Michael Bilic (Österreich) und Sebastian Marseiler (Italien)                           

Videosaal:                       Freitag und Samstag, 14 – 19 Uhr, im 1. Stock des Rathauses. Für Journalisten und Filmemacher geöffnet.

Gipfeltreff:                       Festival-Forum im Rathaus. Treffpunkt, Kartenvorverkauf, Info- und Verkaufsstände, Getränke und Imbiss, Boulderscheibe; Wein- und Käseverköstigung.

Programm/Karten:        Im Internet, www.bergfilm-tegernsee.de oder anfordern bei der Tourist-Information Tegernsee, Hauptstr. 2,  83684 Tegernsee, Tel. 08022/92738-60.
Online unter www.tegernsee.de, www.muenchenticket.de sowie bei allen Tourist-Informationen im Tegernseer Tal und bei München Ticket Vorverkaufsstellen.

Festival-Büro:               
Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee
Rathausplatz 1
83684 Tegernsee
Tel. 08022/1801-37 oder 53
bergfilm@tegernsee.de
www.bergfilm-tegernsee.de

Highlights und Geheimtipps

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Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Highlights und Geheimtipps

Dienstag, 16. Oktober
Ein Muss für echte Fans: Im Ludwig-Thoma-Saal zeigt Festival-Direktor Michael Pause eine Auswahl der besten Filme des vergangenen Bergfilm-Festivals!

Mittwoch, 17. Oktober
Höhepunkt ist natürlich die Eröffnung im Barocksaal mit der Welturaufführung des neuen Films mit Thomas Huber, der – neben weiterer Prominenz – in Tegernsee zu Gast sein wird.

Besondere Brisanz haben jedoch die Filme im Ludwig-Thoma-Saal: Unter dem Motto „Zukunft, wohin?“ zeigen drei Dokumentationen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln die Folgen von Massentourismus und/oder Klimawandel, an der Zugspitze, im Berchtesgadener Land und in der Mongolei. Ein ideales Programm zur Einstimmung auf das Kamingespräch im Stieler-Haus am Freitag.

Gäste sind der vielfach ausgezeichnete Filmemacher Jürgen Eichinger, die Redakteurin Brigitte Kornberger (Bayerischer Rundfunk) und evtl. auch Gerhard Schmidt

Donnerstag, 18. Oktober
Im Mittelpunkt des Tages steht die Norman-Dyhrenfurth-Retrospektive im Barocksaal (17 und 20 Uhr). Gäste am Abend sind Maria Sernetz-Dyhrenfurth, Dr. Michael Bilic, und Filmemacher Andreas Nickel.
Immer ein Höhepunkt ist natürlich ein Vortrag von Heinz Zak (20 Uhr, Sporthalle).
Zwei beeindruckende Persönlichkeiten stehen aber auch im Schalthaus ab 20 Uhr im Fokus: Eine Dokumentation zeigt den packenden Lebensweg von Sir Christian Bonington, einem der weltweit bekanntesten Alpinisten überhaupt. Ein echter Wegbereiter war auch der Kletterpionier Bernd Arnold aus der Sächsischen Schweiz, wie ein Kurzporträt des inzwischen Siebzigjährigen eindrucksvoll verdeutlicht.

Freitag, 19. Oktober
Der Höhepunkt heute ist der DAV-Abend, der gleichzeitig im Barocksaal und in der Sporthalle stattfindet. Zu Gast ist hier der Extremkletterer Hansjörg Auer.

Alle, die mitreden wollen, treffen sich bereits um 16.30 Uhr beim Kamingespräch im Stieler-Haus, wenn es um das Thema „Massentourismus oder Bergsteigerdorf: Wem gehört die Zukunft?“ geht.

„Volle Power“ im Quirinal ist der Geheimtipp des Tages: „Eigentlich wollten sie nur bergsteigen…“, doch dann rief das junge Team in Nepal gemeinsam mit der TU München ein tolles „Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt“ ins Leben. Aus dem Filmmaterial des Teams machte Heinrich Brunner vom Tegernseer Videoclub – ohne dessen umfassende Unterstützung übrigens das Bergfilm-Festival undenkbar wäre – eine sehenswerte Dokumentation. Zuvor zeigt ein mehrfach preisgekrönter Film aus Nepal, welche Auswirkung das verheerende Erdbeben 2015 hatte.

Samstag, 20. Oktober
Höhepunkt des gesamten Festivals ist selbstverständlich die Schlussfeier (Achtung: Beginn um 19 Uhr) mit der Verleihung der Preise. Die Preisträger nehmen, soweit es ihnen irgend möglich ist, ihre Auszeichnungen persönlich in Empfang, interessante Begegnungen und spannende Gespräche sind somit vorprogrammiert – während der Schlussfeier ebenso wie im Anschluss beim Buffet. Eingeflogen wurden in den letzten Jahren schon Gäste aus aller Welt.

Neu am Samstag ist das Familienkino ab 15 Uhr im Ludwig-Thoma-Saal. Nachdem das Kinderkino an den Vormittagen der Renner ist, hat sich das Organisationsteam entschlossen, einen Extra-Termin für die ganze Familie mit ins Programm zu nehmen.

Wer „The Dawn Wall“ noch nicht gesehen hat, sollte unbedingt die letzte Chance beim Festival um 16 Uhr im Barocksaal nutzen – es lohnt sich!

Der Geheimtipp des Tages beginnt um 20 Uhr im Quirinal mit einem äußerst abwechslungsreichen Programm: Eine Rolle spielen dabei sympathische Comic-Helden, ein mysteriösen Kriminalfall in Sachen Alpingeschichte, eine wunderschöne Skitour durch die Wildnis der Pyrenäen und, zum Abschluss, eine höchst extreme Klettertour in Tasmanien – die im freien Fall endet.

Sonntag, 21. Oktober
An diesem Tag gibt es nur einen Höhepunkt, den echte Freaks schon fest eingeplant haben: die Matinee ab 9.30 Uhr mit allen Siegerfilmen in voller Länge! Das Programm wird am Samstagabend in allen Vorführsälen bekannt gegeben und steht dann im Internet und auf Facebook.

Programm Bergfilm-Festival 2018 erschienen

Presse-Info –  09/2018
16. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee, 17. – 21. Oktober 2018

Im Netz und auf Papier – die Tegernseer Bergfilme

 Jetzt wird es ernst: Das Programm des Tegernseer Bergfilm-Festivals ist seit wenigen Tagen gedruckt und es steht ab sofort auch im Internet. Alle Interessenten können nun ihre persönliche Auswahl treffen – vom faszinierenden Landschaftsporträt bis zum spektakulären Kletterfilm, vom Naturschutz-Problem bis zum berührenden Porträt starker Persönlichkeiten ist alles geboten.
Nach dem „warm up“ am Dienstag mit einigen Siegerfilmen aus dem Vorjahr stellt bereits der Auftaktabend am Mittwoch die Besucher vor die Qual der Wahl: Da stehen in den fünf Sälen gleich 15 Filme auf dem Programm! Im Barocksaal gibt es sogar eine Weltpremiere, wenn Thomas Huber den Film über eine atemberaubende Erstbegehung am Cerro Kishtwar vorstellen wird. 2017 ist ihm dort mit den Schweizer Seilpartnern Stephan Siegrist und Julian Zanker eine kühne Route gelungen. Danach geht es um das große Bergsteiger-Jubiläum des Jahres, nämlich die erste Besteigung des Mount Everest ohne Flaschensauerstoff. Regisseur des Rückblicks und Hauptdarsteller in den historischen Bildern ist der Preisträger des Vorjahres, Reinhold Messner. Auch das „Konkurrenzprogramm“ in den anderen Sälen ist am ersten Abend gespickt mit eindrucksvollen Filmen und Themen: so beschäftigt sich Jürgen Eichinger am Beispiel der Zugspitze mit dem Klimawandel in den Bergen, und ein verwegener Gleitschirm-Pilot fliegt im Karakorum empor in über 8000 Meter Höhe; der Kontrast dazu ist ein stiller, beschaulicher und dennoch bewegender Film über das Leben auf abgelegenen Bergbauernhöfen.

Dicht an dicht und mit höchst spannenden Themen und Protagonisten geht es jeden Tag weiter: Höhepunkt am Donnerstag ist die Retrospektive, die dem Himalaya- und Bergfilmpionier Norman Dyhrenfurth gewidmet ist (u.a. mit dem Film über die amerikanische Everest-Expedition 1963!); immer ein besonderes Programm gibt es beim DAV-Abend am Freitag, bei dem der Ausnahmekletterer Hansjörg Auer zu Gast sein wird, und am Samstag beginnt die Schlussstrecke beim Bergfilm-Marathon bereits um 10 Uhr vormittags im Schalthaus.

Wer den Überblick behalten will, sollte öfters im Gipfeltreff im Forum im Rathaus vorbeischauen und am Samstag zur Preisverleihung kommen: Dort können die Festival-Reisenden einigen der besten Filmemacher begegnen und natürlich Kostproben aller ausgezeichneten Filme sehen. Zum Glück gibt es am Sonntag noch die Möglichkeit, alle prämierten Filme in voller Länge zu sehen. Also los geht’s: Programm studieren, den „Einkaufswagen“ füllen, Tickets kaufen und die Reisetasche für den Ausflug oder Kurzurlaub am Tegernsee packen … 

Info: Sonderbüro Bergfilm-Festival Tegernsee, Rathausplatz 1, 83684 Tegernsee, Tel. +49(0)80221801-37. Kartenvorverkauf (ab 14.09.2018) und Programm über Tourist-Information, tegernsee@tegernsee.com, Tel. +49(0)8022-9273860, online unter: www.bergfilm-tegernsee.de oder www.muenchenticket.de.

Gipfeltreff auf der Neureuth – Mai 2018

Gemeinsam auf der Neureuth

Unsere Sponsoren und Unterstützer, die Medienpartner und das Organisationsteam rund um Bürgermeister Johannes Hagn und Festival-Direktor Michael Pause freuten sich auf der Neureuth hoch über dem Tegernsee über eine zünftige Brotzeit; im Mittelpunkt des Treffens standen aber viele gute Gespräche mit den engagierten Partnern sowie ein Film über die so erfolgreiche deutsche Everest-Expedition von 1978 – ein alpin-historisches Dokument.

Zu Gast waren auch die Achttausender-Besteiger Gabi und Sigi Hupfauer und Julia Schultz. Während Sigi vor genau 40 Jahren auf dem Gipfel des Mount Everest stand, feierte Julia im vergangenen Jahr nicht nur den Gipfelerfolg. Der sympathischen Wahl-Tegernseerin war es damit gelungen, als erste Deutsche ganz still und leise den „Explorers Grand Slam“ zu schaffen: Sie stand damit auf allen Seven Summits und erreichte außerdem auch noch den Nord- und den Südpol.

Grad schön war‘s, einmal in gemütlicher Runde zusammenzusitzen, den herrlichen Ausblick von der Neureuth zu genießen und nette, interessante Menschen zu treffen!

Daten und Fakten – Pressemappe 03. Mai 2018

  1. Bergfilm-Festival Tegernsee: Daten und Fakten

Termin:                            17. bis 21. Oktober 2018

Veranstalter und           Stadt Tegernsee, Bayerischer Rundfunk,
ideelle Träger:                Deutscher Alpenverein, Tegernseer Tal Tourismus GmbH,
                                           Bergfilmfreunde Tegernsee e.V.

Festival-Direktor:          Michael Pause

Exklusiv-Sponsor:         Bergzeit

 Hauptsponsoren:         Quartier Tegernsee, E-Werk Tegernsee, Petzl, Hotel Der Westerhof, das werk

 Förderungen:                Bayerische Staatsregierung, Bezirk Oberbayern, FFF Bayern

Zuschauer:                     ca. 6000 Zuschauer

Eingereichte
Filme 2017:                    165 Produktionen aus 18 Ländern, 93 Filme im Programm, 85 Filme im Wettbewerb

 Filmvorführungen:       Mittwoch ab 20 Uhr in fünf, Donnerstag, Freitag und Samstag in sechs Sälen
                                          (Barocksaal, Ludwig-Thoma-Saal, Medius, Quirinal, Schalthaus, Sporthalle)                                               

                                          Donnerstag, Freitag: 9.30 Uhr Kinderkino im Ludwig-Thoma-Saal,
                                          Ab 12 Uhr und ab 16 Uhr Non-Stopp-Programm im Schalthaus,
                                          17 und 20 Uhr moderierte Filmvorführungen in allen Sälen.

                                          Samstag: 10 und 13.30 Uhr Non-Stopp-Programm im Schalthaus,
                                          17 und 20 Uhr moderierte Filmvorführungen in allen Sälen,
                                           20 Uhr Schlussfeier und Preisverleihung im Barocksaal.

                                         Sonntag: ab 9.30 Uhr, Matinée mit den Siegerfilmen im Ludwig-Thoma-Saal

Programmheft und Kartenvorverkauf ab Anfang September 2018.

Preise:                              Großer Preis der Stadt Tegernsee (3.000 €)
                                           Preis des Deutschen Alpenvereins für den besten Film der Kategorie „Erlebnisraum Berg“ (1.000 €),
                                           Bergzeit-Preis für den besten Film der Kategorie „Naturraum Berg“ (1.000 €),
                                           Preis für den besten Film der Kategorie „Lebensraum Berg“, (zur Verfügung gestellt von der Tegernseer Erdgas-
                                             Versorgungsgesellschaft mbH. & Co. KG und E-Werk Tegernsee) (1.000 €),
                                           Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis ,
                                             (zur Verfügung gestellt von Familie Guggenbichler und vom AmbulantenBeinCentrum München) (1.000 €),
                                           Bayern 2-Publikumspreis  (1.000 €),
                                           Kleiner Preis des Bergfilm-Festivals für den besten Kinder- und Jugendfilm zum Thema Berg  (500 €)

Jury 2017:                       Helmut Scheben (Schweiz), Julia Brunner (Österreich), Mojca Volkar Trobevšek  (Slowenien), Benedikt Kuby (Deutschland)
                                             und Martin Kaufmann (Italien)                       

Gipfeltreff:                       Festival-Forum im Rathaus. Treffpunkt, Kartenvorverkauf, Info- und Verkaufsstände, Getränke und Imbiss, Boulderscheibe;
                                           Wein- und Käseverköstigung, Programm mit Vortrag, Gipfelbar. 

Festival-Büro:                Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee
                                          Rathausplatz 1
                                           83684 Tegernsee
                                           Tel. 08022/1801-37 oder 53
                                           bergfilm@tegernsee.de
                                           www.bergfilm-tegernsee.de

Neue Bergfilme jetzt einreichen! – Pressemappe 03. Mai 2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

 Neue Bergfilme jetzt einreichen!

Noch bis Ende Mai können Filmemacher und Filmemacherinnen ihre neuesten Produktionen aus der faszinierenden Welt der Berge einreichen: Ein erster Schritt in Richtung Teilnahme am Bergfilm-Festival in Tegernsee im Herbst ist damit schon getan!

In drei Kategorien, in denen sich die Filmer dem Gebirge von verschiedenen thematischen Seiten her annähern, können Produktionen angemeldet werden, wenn sie nach 2015 entstanden sind. Der beste Film sämtlicher Kategorien wird mit dem Hauptpreis, dem „Großen Preis der Stadt Tegernsee“ (und einem Preisgeld von 3000 Euro), ausgezeichnet.

In der Kategorie „Erlebnisraum Berg“ sollen der Alpinismus und die sportliche Begegnung mit den Bergen im Zentrum stehen. Der beste Film in dieser Kategorie erhält den Preis des Deutschen Alpenvereins. Landschaftsdarstellungen und Umweltthemen bilden den Schwerpunkt in der Kategorie „Naturraum Berg“, deren Preis vom Hauptsponsor „bergzeit“ zur Verfügung gestellt wird. Die Filme der dritten Kategorie „Lebensraum Berg“ befassen sich unter ethnologischen und kulturellen Vorzeichen mit der Begegnung Mensch und Berg.

Außerdem erhält der beste Nachwuchsfilmer (jünger als 32 Jahre) den nach dem Gründer des Bergfilm-Festivals benannten Otto-Guggenbichler-Preis. Schließlich bestimmen noch die Zuschauer den „Bayern2“-Publikumspreis.

Seit 2017 wird der „Kleine Preis des Bergfilm-Festivals“ für den besten Kinder- und Jugendfilm vergeben.

Alle angeführten Preise sind dotiert.

Mit Leidenschaft und Begeisterung für den Bergfilm – Pressemappe 03. Mai 2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Mit Leidenschaft und Begeisterung für den Bergfilm 

Mit Bildern begeistern, mit mutigen Perspektiven kritische Trends aufspüren oder den Fokus auf spannende Begegnungen richten: Bergfilm Tegernsee steht für Leidenschaft – bei allen Beteiligten, egal ob Filmer oder Zuschauer, Sponsor oder Veranstalter. So wollten es die Gründer, so wird das etablierte Bergfilm-Festival auch in seiner 16. Auflage im Herbst wieder Menschen aus aller Welt am Tegernsee faszinieren.

Überraschend, mutig und kreativ – so präsentieren sich die Beiträge der Filmemacher und Filmemacherinnen, die bereits jetzt in Tegernsee eingegangen sind. „Nicht nur sportlich am Berg, sondern vor allem in ihrer Herangehensweise“, beeindrucken die Filme Festival-Direktor Michael Pause. „Es ist einfach unglaublich, wieviel neue Bilder, neue Sichtweisen, neue Einstellungen hier zu erkennen sind.“ Neue Perspektiven und Eindrücke, die nicht immer nur begeistern, sondern vielleicht auch Anlass geben, einmal innezuhalten, zu reflektieren. „Über diese Arbeiten freuen wir uns besonders. Sie sind es, die das Potenzal haben, in den Siegerlisten des nächsten Festivals aufzutauchen, die Szene zu bewegen und vielleicht einmal sogar zu einem Bergfilm-Klassiker zu werden.“

Inzwischen ließen sich insgesamt bereits mehr als 90.000 Besucher und Besucherinnen in Tegernsee von den neuesten Bergfilmen begeistern. Auch wenn sich über die Jahre viel verändert und verbessert hat, bleiben die „Rahmenbedingungen“ in Tegernsee doch seit Anfang an konstant: Die malerische Landschaft um den Tegernsee, das Flair der kleinen Stadt und die familiäre Atmosphäre, in der sich Filmemacher, Publikum und auch die Gastgeber so wohl fühlen.

Ein Garant für Qualität und Beständigkeit ist auch das Team um Festival-Direktor Michael Pause mit der Stadt Tegernsee (Veranstalter), dem Deutschen Alpenverein sowie dem Bayerischen Rundfunk als ideellen Trägern und der Tegernseertal Tourismus GmbH. Als langfristiger Unterstützer fand das Festival mit dem Multichannel-Bergsportausrüster „Bergzeit“ den idealen Partner, mit dem man nicht nur die „Leidenschaft für draußen“ teilt, sondern auch die Begeisterung für den Bergfilm und die wunderschöne Region um den Tegernsee.

 

Der Mut, mit Bildern zu bewegen / PM01 – Bergfilm-Festival 22/02/2018

NL/Pressemeldung Ausschreibung 01/2018  –  22-02-2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Der Mut, mit Bildern zu bewegen

Staunen und genießen, mitfiebern und nachdenken – der Bergfilm hat alles zu bieten, vom Thriller bis zum stillen Kunstgenuss. Das zeigt die Liste der Auszeichnungen der vergangenen 15 Tegernseer Bergfilm-Festivals und das werden die Bergfilmer und Bergfilmerinnen auch 2018 wieder unter Beweis stellen.

„Der Bergfilm hat in den letzten Jahrzehnten erheblich dazu beigetragen, über das Bergsteigen und den Bergsport zu reflektieren. Er regt zur Diskussion darüber an, was uns an den Bergen bewegt“, betont Friederike Kaiser, Geschäftsbereichsleiterin Kultur beim Deutschen Alpenverein, einem der ideellen Träger des Tegernseer Bergfilm-Festivals. Seit der Premiere in 2003 wirkt der größte Bergsteigerverband der Welt an der stetigen Entwicklung des Gesamtkonzeptes mit. Um die Bedeutung des Bergfilms für die Bergsteigerinnen und Bergsteiger in der Öffentlichkeit zu dokumentieren, stiftet der DAV beim Bergfilm-Festival Tegernsee außerdem den DAV-Preis. „Es hat uns sehr gefreut, dass dieser Preis für den besten Alpinfilm im letzten Jahr an ‚Last Exit‘ ging – einen Film, der das Thema Risiko und Gefahr mit seinen Konsequenzen für die Bergsportler und die Familienangehörigen beleuchtet“, so Burgi Beste, Vizepräsidentin des Deutschen Alpenvereins. Wohl alle, die Puria Ravahis kurze, eindringliche Dokumentation über die Schattenseiten des extremen „Kicks“ gesehen haben, nahmen genügend Stoff zum Nachdenken und Diskutieren mit nach Hause: Ein Basejumper, dem – vermutlich gerade noch rechtzeitig – bewusst wird, dass ihn seine Passion in die totale Abstumpfung der Gefühle und wohl letztendlich in den Tod führen würde.

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Kritisch, spannend – großartig / PM01 – Pressemappe Bergfilm-Festival 21/10/2017

Pressemappe  21/10/2017                                               PM01_Allgemein_Festival

Bergfilm Tegernsee, 15. Internationales Festival, 18. – 22. Oktober 2017

Kritisch, spannend – großartig!

Bergfilm Tegernsee, das ist Spannung, das ist Vielfalt – und das ist Stoff zum Nachdenken. So wollten es die Gründer vor über 15 Jahren, so präsentierte sich das Festival über 6000 Besuchern und Besucherinnen aus aller Welt in den vergangenen strahlenden Herbsttagen.

 Für ihre Arbeit lieben Filmemacher ebenso wie Bergsteiger derartige Bedingungen – ideales Bergfilm-Wetter sieht allerdings eher anders aus. Doch ein spannendes, abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm mit über 90 neuen Bergfilmen sorgte dafür, dass die sechs Säle durchweg gut gefüllt waren. „Das ist wohl die schönste Auszeichnung, die wir bekommen konnten, für unsere Filme, unsere Arbeit, unser Festival“, freute sich Festival-Direktor Michael Pause bei der Präsentation der ausgezeichneten Filme am Samstagabend im festlichen Barocksaal.

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Kritische Positionen, kontroverse Gespräche und legendäre Szenen / PM02 – Pressemappe Bergfilm-Festival 21/10/2017

Pressemappe  21/10/2017                                               PM02_Splitter

Bergfilm Tegernsee, 15. Internationales Festival, 18. – 22. Oktober 2017

 Kritische Positionen, kontroverse Gespräche und legendäre Szenen

Auch kritischen Worten eine Plattform geben
Gänsehaut – die ist bei den in diesem Jahr ausgezeichneten Filmen garantiert. Egal ob sie über eine Stunde dauern oder nur sieben Minuten lang sind, ob sie ein großes Budget im Hintergrund haben oder mit einfachsten Mitteln produziert wurden. Egal, ob der Schauplatz im Himalaya, in Afrika oder vor der Haustüre ist. Beim Bergfilm ist alles möglich, das Überraschende ist in diesem Genre Alltag.
„Es ist aber schon eher die Ausnahme, dass ein Produzent bei einem Thema, das im Moment in den Medien sehr heroisch dargestellt wird, in seinem Film eine so kritische Position bezieht wie Puria Ravahi in „Last Exit““, betont Michael Pause. Umso mehr freut es den Festival-Direktor, dass dieser Film mit dem Preis des Deutschen Alpenvereins ausgezeichnet wurde: Keine Heldengeschichte, sondern eine kurze, aber sehr eindringliche Dokumentation über einen Wingsuit-Basejumper, der – nachdem mehrere Freunde tödlich verunglückt waren – merkt, dass ihn seine Passion in die totale Abstumpfung der Gefühle und wohl letztendlich in den Tod führt. Maximilian Werndl hat sich mit seinem „Last Exit“ – einem letzten Sprung und Flug – von seinem Hobby gelöst. „Als Bergfilm-Festival haben wir sicher auch die Aufgabe, solch kritischen Filmen und Stimmen eine Plattform zu bieten und Diskussionen auszulösen“, ist auch der Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn überzeugt.

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Gänsehaut – auch mit müden Augen / PM03 – Pressemappe Bergfilm-Festival 21/10/2017

Pressemappe  21/10/2017                                               PM03_Jury

Bergfilm Tegernsee, 15. Internationales Festival, 18. – 22. Oktober 2017

 Gänsehaut – auch mit müden Augen

 Für die Auszeichnung der besten Filme musste sich die Jury mit Helmut Scheben (Schweiz), Julia Brunner (Österreich), Mojca Volkar Trobevšek (Slowenien), Benedikt Kuby (Deutschland) und Martin Kaufmann (Italien) gleich drei Tage in die Dunkelheit zurückziehen, um das ganze Programm zu schaffen.

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Liste der Preisträger – 15. Internat. Bergfilm-Festival Tegernsee / PM04 – Pressemappe 21/10/2017

  1. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee

Die Preisträger

Großer Preis der Stadt Tegernsee (€ 3.000,-)
„Still Alive – Drama am Mount Kenya“ von Reinhold Messner (Österreich)

Preis des Deutschen Alpenvereins für den besten Alpinfilm
der Kategorie „Erlebnisraum Berg“
(€ 1.000,-)
„Last Exit“ von Puria Ravahi (Deutschland)

Bester Film in der Kategorie „Lebensraum Berg“ (€ 1.000,-)
„Becoming who I was“ von Chang-Yong Moon und Jin Jeon (Südkorea)

Bergzeit-Preis für den besten Film in der Kategorie „Naturraum Berg“ (€ 1.000,-)
„Dessine-mois un chamois“ von Véronique, Anne und Erik Lapied (Frankreich)

Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis (€ 1.000,-)
„A mords Sauhaufen in a z’kloan Zelt“ von Simon Platzer, Johannes Hoffmann und Jakob Schweighofer (Österreich)

Lobende Erwähnung der Jury (undotiert)
„Dirtbag: The Legend of Fred Beckey“ von Dave O‘Leske (USA)
„Sloboda pod nákladom – Freedom under Load“ von Pavol Barabáš (Slowakei)
„Symphony on Skis“ von Carla Braun-Elwert (Neuseeland)
„Dhaulagiri – Ascenso al la montaña blanca“ von Cristián Harbaruk und Guillermo Glass (Argentinien)

Bayern 2 – Publikumspreis (€ 1.000,-)
„Symphony on Skis“ von Carla Braun-Elwert (Neuseeland)

Kleiner Preis des Festivals, Publikumspreis  für den besten Kinder- und Jugendfilm (€ 500)
„Heimliche Helden – Keas in Neuseeland“ von Volker Arzt, Angelika Sigl (Deutschland)

Jury-Begründung – Bergfilm-Festival Tegernsee 2017 / PM05 – Pressemappe 21/10/2017

Jury-Begründung 2017

LOBENDE ERWÄHNUNGEN:

„Dirtbag: The Legend of Fred Beckey“ von Dave O‘Leske (USA)
Auf humorvolle Weise wird uns das wilde Leben einer legendären Figur des amerikanischen Bergsteigens nahegebracht. Fred Beckey klettert noch mit 93.

Sloboda pod nákladom – Freedom under Load“ von Pavol Barabáš (Slowakei)
Ein Bergberuf in der hohen Tatra, von dem die meisten Menschen nichts wissen: Männer tragen schwerste Lasten über schwindelerregende Steige zu den Berghütten. Bewegende Interviews und ausgezeichnet gefilmt.

„Dhaulagiri – Ascenso al la montaňa blanca“ von Cristián Harbaruk und Guillermo Glass (Argentinien)
Eine handfeste Auseinandersetzung mit einem tragischen Unglück am Berg. Ein Film, der viele Fragen zu Träumen, Freundschaften und Risiko im Alpinismus aufwirft, gestellt in eindringlichen Bildern.

Symphony on Skis“ von Carla Braun-Elwert (Neuseeland)
Zwei junge Frauen durchqueren die Gletscher Neuseelands von Meer zu Meer. Sie folgen der Route in Erinnerung an ihren verstorbenen Vater, der die Durchquerung einst als Bergführer in Rekordzeit schaffte.  Sehenswerte Montage von Archivmaterial und faszinierenden Landschaftsbildern.

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Eröffnung Bergfilm-Festival Tegernsee 2017 – Begeistert unterwegs auf schmalen Graten

Eröffnung 19/10/2017                                                    PT01_Eröffnung

Bergfilm Tegernsee, 15. Internationales Festival, 18. – 22. Oktober 2017

Begeistert unterwegs auf schmalen Graten

Eine Drohne sucht das Weite, fliegt über die Tegernseer Berge hinaus in die Welt, um die schönsten Bilder einzusammeln – mit diesem neuen Trailer ist das 15. Bergfilm-Festival eröffnet. Im Schlepptau: nicht nur die ungewöhnlichsten Filme, sondern auch die Menschen, denen es gelungen ist, mit Fantasie und Kreativität mutig Neues, „Unter-die-Haut-Gehendes“ zu erschaffen – und das Publikum zu begeistern.  

 Es ist Mittwochabend, vor den Sälen drängen sich die ersten Gäste und die Jury hat bereits einen Filmmarathon hinter sich. Draußen die letzten angenehm milden Sonnenstrahlen, drinnen Eiseskälte – zumindest auf der Leinwand. Die Entscheidung ist fast gefallen. Doch auf einige Filme wollen Helmut Scheben (Schweiz), Julia Brunner (Österreich), Mojca Volkar Trobevšek (Slowenien), Benedikt Kuby (Deutschland) und Martin Kaufmann (Italien) noch einmal einen Blick werfen. „Der mords Sauhaufen“ darf also nochmal mit seinem „zkloan Zelt“ (so der Titel des Films) durchs All zu den steilsten Rinnen fliegen. Völlig abgefahren diese tollkühnen Snowboarder. Die Jury erhöht die Punktzahl. Nach gefühlten hundert Stunden im abgedunkelten Raum sieht man manches mit anderen Augen. Doch ob es am Ende zu einem Preis reichen wird? So viele neue Ideen, tiefgehende Erfahrungen und faszinierende Bilder wie in diesem Jahr sieht selbst das Tegernseer Festival-Publikum nur selten.
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Fakten, Zahlen, Termine – Bergfilm-Festival Tegernsee

Pressemappe 11/10/2017                                                                   PT05_Fakten, Zahlen, Termine

Bergfilm-Festival Tegernsee: Fakten, Zahlen und Termine

Termin:                            18. bis 22. Oktober 2017

Veranstalter und           Stadt Tegernsee, Bayerischer Rundfunk,

ideelle Träger:                Deutscher Alpenverein, Tegernseer Tal Tourismus GmbH, Bergfilm-Freunde Tegernsee

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Bergfilm-Festival Tegernsee – Kurzmeldungen

Pressemappe 11/10/2017                                               PT04_Kurzmeldungen

Bergfilm Tegernsee, 15. Internationales Festival, 18. – 22. Oktober 2017


Gipfeltreff: Mit Begeisterung dabei

Im „Gipfeltreff“ im Tegernseer Rathaus laufen alle Wege zusammen, hier begegnet man sich: Filmemacher aus aller Welt, Alpinisten und Alpinistinnen, Journalisten, interessante Gäste. An den Informationsständen der Partner des Bergfilm-Festivals wird eifrig diskutiert und gleich daneben läuft der Ticketverkauf auf Hochtouren – und ein Blick in die Film-Lounge macht schnell Lust auf mehr. Dazu kommen immer wieder Programm-Highlights, wie die „Gipfelbar“ am Freitag ab 20 Uhr oder zuvor die Präsentation des Projekt-Seminars „Alpencross“ des Gymnasiums Tegernsee – das viele auch bei uns auf Facebook mitverfolgt haben.

Doch auch völlig „Unbeteiligte“ können einmal schnell auf einen Sprung vorbeischauen, um Festival-Atmosphäre zu schnuppern, Kontakte zu knüpfen oder einfach, um hervorragenden Wein aus Kaltern, regionale Schmankerl oder Kaffee und Kuchen zu genießen.

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Die Kraft, das Publikum zu begeistern – Interview mit Benedikt Kuby

PT03 Interview Benedikt Kuby                                                     Pressemappe    11/10/2017

Bergfilm Tegernsee, 15. Internationales Festival vom 18. – 22. Oktober 2017

Die Kraft, das Publikum zu verzaubern

2014 gewann Benedikt Kuby mit seiner außergewöhnlichen Dokumentation „Der Bauer bleibst Du“ den Großen Preis der Stadt Tegernsee – und noch mehrere weitere Auszeichnungen. Eine Eigenproduktion Kubys, die in kein Format passt und die schon vom Tempo her nicht den aktuellen Anforderungen zu entsprechen scheint. In diesem Jahr ist Benedikt Kuby wieder in Tegernsee zu Gast, dieses Mal als Mitglied der international besetzten Jury des Bergfilm-Festivals. Wie sich sein Erfolg auf seine Arbeit ausgewirkt hat und was aus dem Hof von damals geworden ist, schildert er im folgenden Interview.

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Die Magie der Bilder erleben – Bergfilm-Festival Tegernsee

Pressemappe 11/10/2017 –  PT01_Allgemein

Bergfilm Tegernsee, 15. Internationales Festival, 18. – 22. Oktober 2017

Die Magie der Bilder erleben

Es stimmt – das Erlebnis Berg kann jeder hier am Tegernsee das ganze Jahr über genießen. Doch seit 2003 gelingt dies an fünf besonderen Tagen im Herbst auf ganz spezielle Art und Weise: Wenn beim Bergfilm-Festival die intensivsten Momente und die eindrucksvollsten Bilder aus der Welt der Berge auf den großen Kinoleinwänden lebendig werden.

„Bei unserem Festival gibt es das gesamte, weite Themenspektrum der Begegnung mit den Bergen“, schildert Festival-Direktor Michael Pause (Bayerischer Rundfunk). „Da kommen Menschen zusammen, die alle eine starke Leidenschaft für die Berge und die Natur eint.“
Beim 15. Festival werden in den sechs Kinosälen wieder über 90 Filme gezeigt, 85 davon bewertet die international besetzte Jury, doch nur einer der Produzenten darf sich am Ende über den Hauptpreis, den Großen Preis der Stadt Tegernsee, freuen. Spannung, Konzentration, Empathie und atemloses Staunen schaffen dabei eine einzigartige Atmosphäre im Publikum, bei den Filmemachern und Alpinisten, die auch Michael Pause begeistert: „Es ist immer aufs Neue faszinierend, zu beobachten, wie diese Filmbilder der Berge deren Kraft übertragen. Sie berühren Menschen jeden Alters, wecken Emotionen und hinterlassen Wirkung.“

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Dr. Heiner Geißler

Nachruf Dr. Heiner Geissler

Wenn am Ende ein Lächeln bleibt

Am 12. September ist Heiner Geißler, der Schirmherr des Bergfilm-Festival Tegernsee im Alter von 87 Jahren gestorben.

„Wenn dem Menschen am Ende seines Lebens ein Lächeln übrig bleibt, so ist das ein sehr anständiger Reingewinn.“ Es sind nicht nur seine stets treffenden, einprägsamen Worte, die fehlen werden – beim Bergfilm-Festival Tegernsee hinterlässt Heiner Geißler eine große Lücke: Als Schirmherr, aber vor allem als Mensch und Freund.

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Bergfilm-Festival Programm 2017 erschienen

Bergfilm Tegernsee, 15. Internationales Festival vom 18. – 22. Oktober 2017

Endlich: Herbstzeit ist Berg(film)zeit!

Über 90 neue Bergfilme aus aller Welt sind beim 15. Bergfilm-Festival in Tegernsee im Oktober zu sehen. Gerade rechtzeitig bringt das neu erschienene Programmheft Farbe in die ersten grauen Herbsttage.

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