Die Jury-Mitglieder 2022:

Karsten Scheuren

Jahrgang 1970, wuchs im bayerischen Oberland auf und lebt heute in Valley, 15 Kilometer vom Tegernsee entfernt. Der Journalist und Dokumentarfilm-Regisseur arbeitet für deutsche Fernsehsender. Seine Schwerpunkte sind Sozialreportagen sowie der Berg- und Abenteuerfilm. Ab 2002 war er elf Jahre als Chefreporter bei ProSieben Galileo tätig, seit 2013 ist Karsten Scheuren selbständig. Seine Arbeit als Dokumentarfilmer führte ihn in die Höhen des Himalayas, in die Weiten der Mongolei und in die Entlegenheit Grönlands. Das Schönste dabei ist für ihn „das Nachhause kommen – Erlebtes erzählen.“ Seine Dokumentation „Grab in eisigen Höhen“ wurde 2008 mit dem Bayerischen Fernsehpreis und beim Bergfilm-Festival Tegernsee mit dem Preis des Deutschen Alpenvereins ausgezeichnet. 2010 erhielt er den Grimme-Preis und die Rose d‘Or für „Karawane der Hoffnung“, eine Doku zum Thema „Genitale Verstümmelung bei Frauen in Afrika“. Mit Tegernsee verbindet er seine Schulzeit am Gymnasium. Seit 2008 nahm er als Regisseur am Bergfilm-Festival mehrfach mit eigenen Produktionen teil. Dieses Jahr kehrt er als Juror an vertraute Stätte zurück.

Stefanie Holzer

Jahrgang 1961, lebt als Schriftstellerin und Journalistin in Innsbruck. Sie hat sich immer wieder mit heimatkundlichen und Reise-Themen befasst, etwa in den Büchern “Kultur.Geschichte.Tirol” (2000) oder “In 80 Tagen um Österreich (2003), und unternahm einen Ausflug ins Wanderführer-Genre (2003) mit “Der Adlerweg. Die schönsten Etappen auf Triols Wanderweg Nr. 1” (2009). Mehrere Jahre lang war sie Mitglied der Jury des von der Tirol Werbung ausgeschriebenen Reise-Journalismus-Preises “Berg-Welten”.

Dr. Alexander Donev

wurde 1961 in Dimitrowgrad, Bulgarien geboren und erwarb den Magistergrad in Filmwissenschaften an der Nationalen Akademie für Theater und Filmkunst. Er sammelte Erfahrungen als Filmkritiker, Buchverleger, Filmvorführer und Filmverleiher. Er agierte als Produzent und Mitproduzent nationaler und internationaler Filme. Er führte bei mehreren Dokumentarfilmen über Kunst und Literatur Regie. Alexander Donev lehrt Filmwissenschaften und -Marketing an der Nationalen Akademie für Theater und Filmkunst.
Im Jahr 2016 beendete er seine Doktorarbeit über die bulgarische Filmindustrie ab 1989. Seit 2017 forscht er an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. Als Berater ist er mit dem Bansko Bergfilmfest assoziiert, und er gründete das erste bulgarische Festival für per Handy kreierte Filme.

Stefan König

1959 in München geboren, lebt er heute in Penzberg im bayerischen Alpenvorland. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter viele zu alpinen oder alpinistischen Themen, zuletzt „Zugspitze – Berg der Kontraste“ (2020). Das Bergfilmfest in St. Anton am Arlberg hat er 1995 gegründet und 18 Jahre lang geleitet. Nicht nur deshalb gilt er als Kenner der Bergfilmgeschichte – er war auch einer der Kuratoren der Ausstellung „100 Jahre Bergfilm“, die 2001 im Lokschuppen Rosenheim gezeigt worden ist.

„Als Geschichten schreibender Schriftsteller faszinieren mich immer solche Filme am meisten, die auch Geschichten erzählen“, sagt er. Und er meint damit gar nicht explizit den Spielfilm, sondern „die Art und Weise, wie etwas ‚verpackt‘ ist, wie mir der Mensch und sein Tun im Gebirge – sei es nun Sport, Kultur oder einfach nur Leben – nahegebracht werden.“

Thaïs Odermatt

Geboren und aufgewachsen in Stans, nahe Luzern und dem Vierwaldstätter See – mitten in den Schweizer Voralpen. Nach einem abgeschlossenen Primarlehrerinnen-Studium absolvierte Thaïs Odermatt den Bachelorstudiengang Video an der Hochschule Luzern – Design & Kunst und den Masterstudiengang Regie Dokumentarfilm an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Sie arbeitet als freischaffende Filmemacherin und Editorin. Ihre Filme, u.a “Nid hei cho”, “Kurt und der Sessellift” – welche beide in den heimatlichen Bergen gedreht wurden – und ihre Schnittarbeiten wie „En la Boca“ oder “Caves” – ein VR Film über das Höhlenforschen – ,wurden an zahlreichen nationalen und internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet. Ihr erster Langdokumentarfilm „Amazonen einer Großstadt“ wurde 2021 von der Schweizer Filmakademie zum besten Abschlussfilm beim Schweizer Filmpreis gewählt.

Für „Kurt und der Sessellift“ erhielt Thaïs Odermatt 2012 in Tegernsee den Otto-Guggenbichler-Preis für den besten Nachwuchsfilm.

Mitglieder der Vorjury

Beate Uhlig – Cutterin

Manja Evers – Cutterin, Regisseurin

Harald Antes – Journalist

Peter Dippold – Fernsehjournalist

Birgit Halmbacher – Organisationsbüro Bergfilm-Festival