Die Jury-Mitglieder 2021:

Julia Brunner

Berge und Film – die beiden großen Leidenschaften der Tirolerin. Die Liebe zum Bergsport hat Julia, geboren 1993, zum Beruf gemacht – als selbständige Filmemacherin gestaltet sie seit 2016 Dokumentar- und Werbefilme. Mit Spezialisierung auf Kamera und Postproduktion studierte sie Multimediaart in Salzburg und Tallinn, sowie Journalismus an der DJA. Das Handwerk als Cutterin erlernte die Bergwanderführerin auch im Orf Landesstudio Tirol, wo sie seit einigen Jahren als freie Mitarbeiterin arbeitet. Seit einem Filmprojekt in Kapstadt im Winter 2019, pendelt sie zwischen Amsterdam und Tirol – immer auf der Suche nach neuen Geschichten.”

Titus Arnu

wurde 1966 in Laufenburg (Schweiz) geboren. Er wuchs in der Nähe von Basel auf, von wo aus er bei klarem Wetter die weißen Zacken von Titlis, Eiger, Mönch und Jungfrau sehen konnte. In einem Arbeitsheft für die Schule waren die Namen der 14 Achttausender abgedruckt, er kann sie bis heute auswendig. Schon als Kind war er gerne draußen – im Wald, auf dem Hochrhein beim Rudern, beim Rennradfahren durch den Südschwarzwald und im Winter zum Skifahren in der Schweiz. Er studierte in München Journalistik und Vergleichende Literaturwissenschaft, besuchte die Deutsche Journalistenschule und schrieb für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel, Mare, Natur und Geo, oft über Berg-, Reise- und Genussthemen. Er verfasste mehrere Bücher, darunter die Reihe „Übelsetzungen“, die zum Bestseller wurde. 2016 reiste er mit dem Fotografen Enno Kapitza in ein abgelegenes Tal in Nepal und schrieb das Buch „Tsum – eine Himalaya-Expedition in das Tal des Glücks“. Arnu bereiste alle Kontinente (bis auf die Antarktis) und fühlt sich besonders in Bergregionen wohl. Er bestieg mehrere Viertausender in den Alpen, in Marokko und in Osteuropa, sowohl im Sommer als auch im Winter mit Tourenski. Was ihn beim Bergsteigen antreibt: „Auch als kleiner Mann (1,72 Meter) mal über den Dingen zu stehen.“

Thijs Horbach

Jahrgang 1978. Seit dem 12. Lebensjahr zieht es Thijs hinaus in die Natur und Die Welt, mit einer großen Neugier für nicht entdeckte Räume. Die Berge, das Meer und die Wüste haben ihn viel gelehrt. Ihn reizen die glücklichen Momente, die man auf großen Unternehmungen in den Bergen erleben kann. Diese Augenblicke vermitteln ihm viel gesunde Energie, die er in seinem Beruf als Hausarzt gern an seine Patienten weitergibt. Seit 2011 ist er als Direktor des Dutch Mountain Film Festival in Heerlen mit deinem Team auf der Suche nach guten Filmen und starken Geschichten.

Stefan König

1959 in München geboren, lebt er heute in Penzberg im bayerischen Alpenvorland. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter viele zu alpinen oder alpinistischen Themen, zuletzt „Zugspitze – Berg der Kontraste“ (2020). Das Bergfilmfest in St. Anton am Arlberg hat er 1995 gegründet und 18 Jahre lang geleitet. Nicht nur deshalb gilt er als Kenner der Bergfilmgeschichte – er war auch einer der Kuratoren der Ausstellung „100 Jahre Bergfilm“, die 2001 im Lokschuppen Rosenheim gezeigt worden ist.

„Als Geschichten schreibender Schriftsteller faszinieren mich immer solche Filme am meisten, die auch Geschichten erzählen“, sagt er. Und er meint damit gar nicht explizit den Spielfilm, sondern „die Art und Weise, wie etwas ‚verpackt‘ ist, wie mir der Mensch und sein Tun im Gebirge – sei es nun Sport, Kultur oder einfach nur Leben – nahegebracht werden.“

Sebastian Marseiler

Geboren 1950 in Schluderns im Vintschgau. Nach einem Literaturstudium in Verona war er zunächst in Südtirol als Lehrer an verschiedenen Oberschulen tätig. Bald begann er, Bücher mit dem thematischen Schwerpunkt Kunst, Geschichte, Alltagskultur und Landeskunde Südtirols und benachbarter Regionen zu verfassen. Dazu produzierte er zahlreiche Kultur- und Dokumentarfilme für den Bayerischen Rundfunk und den RAI-Sender Bozen. Auch bei zahlreichen Ausstellungsprojekten in Südtirol hat er als Kurator sein umfassendes Wissen über seine Heimat eingebracht. Sebastian Marseiler lebt in Meran. Er war bereits 2018 Juror in Tegernsee.