PT 05_Pressetext_IAMF                                                                 10/2019

Internationaler Erfahrungsaustausch am Tegernsee 

In der „International Alliance for Mountain Film“ (IAMF) haben sich namhafte Bergfilm-Festivals zusammengeschlossen, um gemeinsam das Genre Bergfilm zu unterstützen, zu fördern und zu erhalten. Der Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn und Festival-Direktor Michael Pause freuen sich, einige Repräsentanten der weltweit wichtigsten Bergfilm-Festivals am Tegernsee begrüßen zu dürfen.

Für das Bergfilm-Festival Tegernsee war die Aufnahme in die International Alliance for Mountain Film (IAMF) 2006 ein großer Schritt. Einerseits war es die Bestätigung, nun wirklich zu den etablierten Bergfilm-Festivals dazuzugehören, andererseits ergaben sich viele Kontakte und neue Möglichkeiten zu einem intensiven Erfahrungsaustausch und einer konstruktiven Zusammenarbeit.

Gegründet wurde die IAMF im Jahr 2000 von neun Festivalvertretern, inzwischen ist die Alliance auf 27 Mitglieder angewachsen: die 26 weltweit bedeutendsten Bergfilm-Festivals sowie das Museo della Montagna in Turin. Repräsentiert werden 20 Länder aus Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie Neuseeland, die nun ihre Vertreter und Vertreterinnen zu einem ihrer zwei jährlichen Treffen an den Tegernsee schicken werden.

Sinn und Zweck der Alliance ist es einerseits, Bergfilm-Festivals in aller Welt, sowohl beim Publikum als auch bei den Filmemachern, populär zu machen. Andererseits sieht sich die IAMF als Informationsplattform für Festivalveranstalter, um zum Beispiel Erfahrungen und Wissen über Technologien, Werbemaßnahmen, Programmabläufe und Finanzierungsmöglichkeiten auszutauschen.

Da seit einigen Jahren immer mehr Anträge zu einer Mitgliedschaft bei der IAMF eingehen, wird zur Zeit intensiv über die Zulassungsbedingungen diskutiert. Die IAMF-Mitglieder wollen sich von rein kommerziellen Events abgrenzen, bei denen ein Bergfilm-Programm nur unterhaltendes Beiwerk eines „großen Jahrmarkts“ ist. Wie bei vielen internationalen Organisationen üblich, muss immer wieder ein Konsens zwischen großen und finanzkräftigen Festivals und kleineren Veranstaltungen gefunden werden.

Einigkeit herrscht darüber, dass bei allen Festivals der IAMF der Bergfilm im Mittelpunkt steht und ein seriöser Wettbewerb ausgeschrieben wird. Viele junge Filmemacher und Filmemacherinnen können ihre Produktionen zwar im Internet zeigen, aber eine Vorführung bei einem IAMF-Festival hat doch einen deutlich höheren Stellenwert.

Weitere Informationen dazu in der neuen Ausgabe des Magazins „Bergsteiger“
(Heft 10/2019), im Bericht „…und Action“ von Petra Rapp