PT 03_Pressetext_ Erinnerung                                                                 10/2019

Im Zeichen der Erinnerung 

Ein großes Jubiläum, ein runder Geburtstag und eine Tragödie sind Anlass dazu, zurückzublicken: auf eine großartige Institution und auf drei Menschen, die den Bergsport in unterschiedlicher Weise geprägt haben. 

Der Everest war nur ein Anfang: Sir Edmund Hillary
Zwei Männer erreichten Ende Mai 1953 als erste Menschen den höchsten Punkt der Erde: Edmund Hillary und Tenzing Norgay. Anlässlich des 100. Geburtstags von Edmund Hillary am 20. Juli 2019 steht die Retrospektive des Bergfilm-Festivals (Donnerstag, 17.10.) in diesem Jahr ganz im Zeichen des 2008 verstorbenen Neuseeländers. In die Geschichtsbücher ist Hillary sicherlich durch diese bergsteigerische Glanztat eingegangen, den Weg in die Herzen der Menschen hat er jedoch durch sein großes soziales und humanitäres Engagement geebnet – sein Einsatz in Nepal war unermüdlich. Mit den Dokumentationen „The Ascent of Everest“ und „Beyond Everest – Der Everest war nur ein Anfang“ beleuchtet Festival-Direktor Michael Pause an diesem Abend beide Facetten. Außerdem sind Bilder von aktuellen Projekten der in Bad Wiessee ansässigen deutschen Edmund-Hillary-Stiftung zu sehen, und selbstverständlich werden kompetente Gäste erwartet, die sich auch zum aktuellen Geschehen am Mount Everest äußern. Übrigens: Der Eintritt der „Preview“ des Bergfilms-Festivals auf der Münchner Praterinsel wird an diesem Abend als Spende der Hillary-Stiftung überreicht. Außerdem werden ein Hillary-Buch mit Original-Unterschrift und eine 5-Dollar-Note mit dem Abbild Hillarys verlost.
Termin: 17.10., 20 Uhr, Barocksaal

Jubiläum: 150 Jahre Deutscher Alpenverein
Im Mittelpunkt des traditionellen DAV-Abends am Freitag steht in diesem Jahr natürlich das 150-Jahre-Jubiläum des Deutschen Alpenvereins, einem der Träger des Bergfilm-Festivals seit der Premiere 2003. Die Dokumentation „Von Höhen und Tiefen – 150 Jahre DAV“ ist eine spannende Reise in die Geschichte des Alpenvereins – und damit in die des Bergsteigens. Entlang des Spannungsfeldes zwischen Alpinismus und Tourismus, zwischen Naturidyll und kommerziellem Spielplatz entwickelte sich der DAV vom Wegbereiter des Bergsports zum modernen Umwelt- und Sportverband. Durchaus kritisch wird im zweiten Filmbeitrag die neue Olympische Teil-Disziplin Speed Climbing beleuchtet. Zweifellos bedeutet die Teilnahme an Olympia eine gewaltige Möglichkeit für diesen Sport. Doch wird sich dies auch auf das alpine Klettern auswirken? Wie immer werden die Moderatoren Michael Pause (Barocksaal) und Michael Düchs (Sporthalle) mit ihren Gästen spannende Gespräche zu den Themen „Olympia“ und „Jubiläum“ führen.
Termin: 18.10., 20 Uhr, Barocksaal und Sporthalle (in umgekehrter Reihenfolge)

In Memoriam: David Lama und Hansjörg Auer
Es erschütterte nicht nur die Bergsportszene, als die beiden Tiroler Extrembergsteiger David Lama und Hansjörg Auer und ihr Seilpartner Jess Roskelley im April dieses Jahres in Kanada in einer Lawine tödlich verunglückten. Beide haben in den letzten Jahren bei ihren Auftritten in Tegernsee das Publikum beeindruckt. Die bewegenden Dokumentationen „David Lama im Porträt“ und „Hansjörg Auer – No turning back“ führen eindringlich vor Augen, was die beiden Tiroler zu so angesehenen Ausnahme-alpinisten machte. Peter Habeler, der David Lama schon früh unter seine Fittiche nahm, ist anlässlich seines 75. Geburtstags mit seinem „Ziehsohn“ noch einmal durch die Eiger-Nordwand geklettert: „Ich will die Welt von oben sehen“ lautet der Titel des Films, der zum Abschluss dieses Abends der Erinnerung gezeigt wird.   
Termin: 18.10., 20 Uhr, Medius