Die Jury-Mitglieder 2019:

Linda Cottino

studierte Geschichte der Neuzeit in Turin und Grenoble. Als Journalistin sammelte sie anschließend Erfahrungen in „social journalism, bis sie als Chefredakteurin der Zeitschrift ALP ihren Beruf mit ihrer Leidenschaft für die Berge und den Alpinismus verbinden konnte. Nach einer Mitarbeit an Alp Channel wirkte sie an der Entwicklung des Magazins „In movimento” mit, einer Outdoor-Beilage der Tageszeitung „Il Manifesto”. Mittlerweile arbeitet sie freiberuflich als Journalistin und Buchautorin; als Jurorin entscheidet sie über die Vergabe des renommierten ITAS-Bergliteraturpreises mit. Außerdem leitet sie seit mehreren Jahren das Valsusa Filmfest, in dessen Mittelpunkt Themen rund um Umwelt, Berge und historisches Andenken stehen. Kürzlich hat sie ein Buch über Alessandra Boarelli verfasst, die 1864 als erste Frau den Gipfel des Monviso bestieg – eine Glanztat in der italienischen Alpingeschichte.

Lisa Röösli

wurde 1965 in eine bergabstinente Familie bei Zürich geboren. Weitwandernd von Rom über die Alpen hat sie sich in ihrer Jugend an das unebene Gelände herangetastet. Mit der Zeit wollte sie sich die Grate und Gipfel dieser Alpen auch aus der Nähe anschauen, bis in den letzten Jahren auch die ganz hohen Berge des Himalaya zu ihrem Ziel wurden. Immer wenn sie sich aus ihrer Tätigkeit als Fernsehjournalistin ausklinken konnte, war sie über alle Berge. Lisa Röösli hat Geschichte studiert und in Basel zum ethnographischen Film provomiert. Sie arbeitet als Autorin und Produzentin beim Schweizer Fernsehen. Ihr filmisches Schaffen umfasst auch freie Produktionen wie “Hinterrhein – Umbruch im Bergdorf”, der auf verschiedenen Berg- und Ethnofilmfestivals gezeigt und ausgezeichnet worden ist. Zurzeit ist sie mit einer Langzeit-Beobachtung in Mustang beschäftigt, bei der sie auch Kamera führt, und ärgert sich mit indischen Behörden herum, die ihr die Drehbewilligung für eine 3sat-Reiseserie geben sollten. Lisa Röösli lebt mit ihrer Familie in Bern.

Dagmar Steigenberger

wurde 1977 in eine bergbegeisterte Familie südlich von München hineingeboren, wo sie mit sechs Jahren beschloss, gemeinsam mit Reinhold Messner einen Achttausender zu besteigen. Daraus wurde nichts; anstatt dessen begann sie nach ihrem Studienabschluss in Angewandten Theaterwissenschaften 2003 eine Journalisten-Laufbahn, die sie von der Süddeutschen Zeitung über diverse freie Projekte bis in die Redaktion des Magazins „Bergsteiger“ brachte. Dort ist sie seit 2013 fest angestellt. Nebenher streift sie auch als Wildnispädagogin durch die Alpen und kreiert in ihrer Freizeit wilde Menüs mit Zutaten aus dem eigenen Garten, Wald und Feld. Die höchsten Berge der Welt wird die Mutter einer kleinen Tochter wohl weiterhin nur von unten sehen, aber in ihrer Heimat bei Gmund am Tegernsee lebt sie immerhin in guter Nachbarschaft mit einer Yak-Herde.

Lisa Stolze

ist in den Tiroler Alpen aufgewachsen und ging nach der Matura ihren Schweizer Wurzeln nach, um Medienwissenschaften und Soziologie in Basel zu studieren. Neben dem Studium arbeitet sie im Projektteam der Buchmesse und einer universitären Multimedia-Agentur. Nach dem Bachelor-Abschluss treibt sie das Heimweh zurück in die Berge, wo sie in Salzburg ein Master-Studium mit Schwerpunkt Film beginnt. Sie produziert und schreibt Kurz- und Werbefilme und engagiert sich in einem Verein zur Förderung der Salzburger Filmszene. 2012 startete sie ihre Karriere in einer namhaften Filmproduktion, wo sie bis Ende 2019 für Marketing, PR und die Veröffentlichung mehrerer Berg- und Sportdokumentationen verantwortlich war.
Nach einigen Monaten Reisen im Ausland ist sie wieder zurück, in einer Agentur tätig und macht sich als Beraterin selbstständig.

Dr. Alexander Donev

wurde 1961 in Dimitrowgrad, Bulgarien geboren und erwarb den Magistergrad in Filmwissenschaften an der Nationalen Akademie für Theater und Filmkunst. Er sammelte Erfahrungen als Filmkritiker, Buchverleger, Filmvorführer und Filmverleiher. Er agierte als Produzent und Mitproduzent nationaler und internationaler Filme. Er führte bei mehreren Dokumentarfilmen über Kunst und Literatur Regie. Alexander Donev lehrt Filmwissenschaften und -Marketing an der Nationalen Akademie für Theater und Filmkunst.
Im Jahr 2016 beendete er seine Doktorarbeit über die bulgarische Filmindustrie ab 1989. Seit 2017 forscht er an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. Als Berater ist er mit dem Bansko Bergfilmfest assoziiert, und er gründete das erste bulgarische Festival für per Handy kreierte Filme.