PT_02_Kostbares                                                                     20/10/2018

Bergfilm Tegernsee, 16. Internationales Festival vom 17. – 21. Oktober 2018

Kostbares bewahren

Filme, in denen die Bergwelt nur Kulisse ist, schaffen es gar nicht ins Programm des Bergfilm-Festivals. Die Berge spielen hier immer eine entscheidende Rolle. Oft werden Entwicklungen aufgespürt und kritisch hinterfragt. Im Filmprogramm und vor allem auch in den Kamingesprächen im Stieler-Haus.

Massentourismus oder Bergsteigerdorf – Wohin geht die Zukunft? Diese Frage stellte Dr. Georg Bayerle vom Bayerischen Rundfunk dem Kreuther Bürgermeister Josef Bierschneider und dem Osttiroler Christof Schett, der im Villgratental in einem Vorzeige-Bergsteigerdorf aufgewachsen ist und sanften Tourismus fördert. Und wie immer hatten auch die Gäste im Stieler-Haus einiges zu sagen. Denn schließlich prallen hier am Tegernsee – genauer gesagt in Kreuth – diese beiden Welten direkt aufeinander. So sind 13 der 17 Ortsteile Kreuths vom Alpenverein in den erlesenen  Kreis der Bergsteigerdörfer aufgenommen worden. Die vier direkt am See liegenden Ortsteile wurden jedoch explizit ausgeschlossen.

Es wurde vieles gesagt, die stärkste Botschaft bleibt aber doch einem Bild aus der Dokumentation, die in diesem Jahr den Großen Preis gewonnen hat, vorbehalten: Adler und Geier in einer vom Menschen völlig verschonten Landschaft, ungestörte Natur im Einklang mit sich selbst. Der Film ist fast zu Ende, da taucht ganz am Rand, winzig klein, ein Mensch in der Schneelandschaft auf…