Pressetext / PT02_20151013_Kurzmeldungen

13. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee, 21. - 25. Oktober 2015

Kurzmeldungen

Interessante Gäste beim Bergfilm-Festival

Unangefochten im Mittelpunkt stehen auch beim 13. Bergfilm-Festival natürlich die 81 Filme aus 13 Nationen, die in diesem Jahr in den sechs Tegernseer Bergkinosälen gezeigt werden. Den besonderen Reiz des Festivals machen jedoch auch seine Gäste aus: Bei vielen Vorstellungen sind Protagonisten, Autoren oder Kameraleute im Saal, mit denen die Moderatoren bei den Vorführungen interessante  Gespräche führen und die danach oft auch bereit sind für ein ganz persönliches Gespräch. Wer genau wann wo sein wird, lässt sich nur schwer planen, sicher ist jedoch, dass am Eröffnungsabend Stefan Glowacz und der vielfach ausgezeichnete Kajak-Filmer Olaf Obsommer im Barocksaal zu Gast sind, am Donnerstag nehmen Alix von Melle und Luis Stitzinger am Nepalabend teil. Aus Kathmandu wird der Filmemacher Bhojraj Bhat kommen und seinen Film „Sunakali“ präsentieren. Ein weiterer interessanter Gast aus der Bergsteigerszene ist außerdem „Zinnenmann“ Christoph Hainz aus Südtirol, der vermutlich am Samstag in Tegernsee sein wird. Angemeldet haben sich auch der Fotograf Lois Hechenblaikner und der Maler Ernst Heckelmann, die als Protagonisten in zwei Filmporträts zu sehen sind. Wie immer werden die Organisatoren alles in Bewegung setzen, um die Macher oder Protagonisten der Siegerfilme persönlich am Samstagabend zur Preisverleihung an den Tegernsee zu holen. Zu Gast waren da schon Filmemacher aus Kanada, aus den USA und aus Großbritannien.

Kamingespräch: Die Zukunft der Alpen
In seiner neuen Streitschrift „Zwischen Wildnis und Freizeitpark“ zeichnet Werner Bätzing, Professor für Kulturgeographie und einer der renommiertesten Alpenforscher Europas, ein düsteres Zukunftsbild der Alpen: Bis auf wenige Zentren in den Tälern verwildere die bäuerliche Kulturlandschaft, die Artenvielfalt sinke drastisch, die Erwerbsmöglichkeiten gingen zurück. Nur in wenigen „Ghettos“ finde ein immer stärker auf „Eventisierung der Bergnatur“ ausgerichteter Tourismus statt, der letztlich zum „Erlebnis-Burn-out“ der Touristen führe. Kurzfristige wirtschaftliche Interessen, nicht langfristige ökologische Stabilität ihrer Kulturlandschaft würde das Handeln der Einheimischen bestimmen und sie letztendlich in den Ruin treiben. Pointierte Thesen, denen Bätzing, der einer der besten Kenner des Natur-, Kultur und Wirtschaftsraumes Alpen ist, interessante Lösungsansätze gegenüberstellt. Moderiert von Dr. Georg Bayerle (Bayerischer Rundfunk), erläutert Professor Werner Bätzing in einem „Kamingespräch“ im Stieler-Haus (Westerhof-Cafe) seine Sicht auf die Zukunft der Alpen und diskutiert mit dem Publikum über mögliche neue Wege in eine bessere Zukunft der Alpen.

Termin: Donnerstag, 22.10, 17 Uhr; Anmeldung unbedingt erforderlich. Eintritt frei, freiwillige Spende für die Nepalhilfe erwünscht!

Namasté – Hilfe für Nepal
Ganz im Zeichen der Hilfe für die Erdbebenopfer in Nepal steht der Donnerstabend im Barocksaal. Festival-Direktor Michael Pause begrüßt unter anderem Ang Rita, ein Wegbegleiter und enger Freund Edmund Hillarys, die Extrembergsteigerin Alix von Melle, den Entwicklungshelfer Dr. Hermann Warth von der Hilfsorganisation Nepalmed sowie die Filmemacher Dr. Peter-Hugo Scholz und Bhojraj Bhat aus Nepal, der den mitreißenden Film „Sunakali“ mit nach Tegernsee bringen wird. Im Mittelpunkt steht dabei ein Mädchen aus Nepal, das zum Fußballstar wird. Peter-Hugo Scholz war gleich nach dem Erdbeben mit seiner Kamera in Nepal und begleitete ein Team Freiwilliger, die im nepalesischen Bergland die so dringend nötige Hilfe leisteten. Beide Filme werden am Donnerstag im Rahmen der Benefizveranstaltung gezeigt.

Treffpunkt Festival-Forum
Filmemacher aus aller Welt gehen ein und aus, namhafte Alpinisten und Alpinistinnen sprechen sich bei einem gemütlichen Glas Wein mit den Moderatoren ab, Journalisten bereiten sich auf Interviews mit interessanten Gästen des Bergfilm-Festivals vor. An den Informationsständen der Partner des Bergfilm-Festivals wird eifrig diskutiert und gleich daneben läuft der Ticketverkauf auf Hochtouren: Das Festival-Forum im Rathaus direkt am See ist der zentrale Treffpunkt während der Festivaltage, hier laufen alle Fäden zusammen, hier begegnet man sich. Doch auch völlig „Unbeteiligte“ können einmal schnell auf einen Sprung vorbeischauen, um Festival-Atmosphäre zu schnuppern, Kontakte zu knüpfen oder einfach um hervorragenden Wein aus Kaltern und köstlichen Tegernseer Käse zu genießen. Ein Blick auf die beeindruckenden Bilder aus der Welt der Berge auf der Video-Säule des Bayerischen Rundfunks macht dabei schnell Lust auf mehr. Richtig voll wird es, wenn das Festival-Forum zur Bühne wird: Wenn zum Beispiel bekannte Bergsteiger und Bergautoren zu Signierstunden bereit stehen oder eine Bergmodenschau die neuesten Trends zeigt. Einfach „chillen“ ist angesagt, sobald gegen Abend verschiedene Musiker und Musikerinnen ihre Instrumente auspacken.

Signierstunden im Festival-Forum
Signierstunde im Rahmen des Bergfilm-Festivals, das bedeutet weit mehr, als schnell mal eine Unterschrift holen. Im Festival-Forum hat jeder die Möglichkeit, mit unseren prominenten Gästen selbst ins Gespräch zu kommen und sie so von einer ganz neuen, sehr persönlichen Seite kennenzulernen. Bei einem Glas Wein und köstlichem Käse oder bei einer Tasse Kaffee fällt es leicht, in entspannter Atmosphäre ein paar Worte zu wechseln – umso höher weiß man dann später zuhause das handsignierte Buch zu schätzen.
Termine:
Mittwoch, 18.00 Uhr: Stefan Glowacz
Donnerstag, 18.30 Uhr: Prof. Werner Bätzing, Extrembergsteigerin Alix von Melle, Dr. Hermann Warth (Hilfsorganisation Nepalmed)
Freitag, 18.00 Uhr: Peter Brunnert

Bergfilm-Festival für alle!
Wichtig ist es dem Organisationsteam um den Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn, dass das Bergfilm-Festival für alle zugänglich ist und niemand ausgegrenzt wird. Ein fester Bestandteil sind die seit vielen Jahren stets bis auf den letzten Platz besetzten Kindervorstellungen am Donnerstag- und Freitagvormittag. Vergünstigte Karten für Senioren und Seniorinnen gibt es außerdem für ausgewählte Vorstellungen in Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus und dem Treffpunkt Forsthaus.
Neu ist, dass im Quirinal eine Hörschleife installiert wurde, die es Menschen mit beeinträchtigtem Gehör ermöglicht, kein Wort zu verpassen. Ziel der Veranstalter war es außerdem, alle Säle auch für Rollstühle zugänglich zu machen – was mit einer Ausnahme auch gelungen ist: Leider ist es noch immer nicht möglich, den Barocksaal mit einem Rollstuhl zu erreichen.
Da derzeit zahlreiche Flüchtlinge in der Sporthalle untergebracht sind, wurden die dort geplanten Vorstellungen kurzerhand in die Städtische Sporthalle verlegt, die nur wenige Schritte entfernt liegt. Um den Alltag dieser Menschen auf der Flucht etwas aufzuhellen, ist außerdem eine Sondervorstellung geplant.

Bewirtung in allen Sälen
Hungern oder in Eile vor der Vorstellung noch etwas hinunterschlingen muss niemand. In allen Filmsälen wird eine Pausenbewirtung angeboten – gut bekannt und heiß begehrt sind bei den Tegernseer Stammgästen ja bereits die Köstlichkeiten in Schalthaus und Quirinal.
Und nach den Filmvorführungen sind das Restaurant „Da Francesco“, das Hotel Luitpold mit der Lakeside-Bar und die Schlossbrennerei Tegernsee beliebte Treffpunkte.