Pressemeldung Bergfilmfreunde                                                  02/2015 


Jahreshauptversammlung Bergfilmfreunde Tegernsee e.V.

Mittel fürs Bergfilm-Festival und kulturelle Akzente

Sieben Monate nach der Gründungsversammlung fand vergangene Woche die erste Jahreshauptversammlung der Bergfilmfreunde Tegernsee e.V. statt. 36 Mitglieder hat der junge Verein bereits und schon bei der ersten Veranstaltung im Olaf-Gulbransson-Museum zeigte sich, dass hier nicht nur Fördermittel akquiriert, sondern auch kulturelle Akzente gesetzt werden.  

„Das Bergfilm-Festival funktioniert toll, aber die Mittel sind immer knapp“, schilderte der Erste Vorsitzende der Bergfilmfreunde, Peter Janssen, bei der ersten Jahreshauptversammlung. Mehr als ein Jahrzehnt lenkte er als Tegernseer Bürgermeister maßgeblich selbst mit dem Organisationsteam die Geschicke des Bergfilm-Festivals. Er weiß also gut, wo es vor allem „drückt“: Hauptkostenpunkt ist die aufwendige, teure Produktionstechnik, die jedes Jahr in den sechs zu Kinos umfunktionierten Sälen reibungslos funktionieren muss – und die sich laufend ändert und weiterentwickelt. „Wir müssen hier Mittel bereitstellen und unser Niveau halten, auch um mit anderen internationalen Festivals mithalten zu können.“ Zum Beispiel dieser Aufgabe will sich Janssen mit dem Förderverein „Bergfilmfreunde Tegernsee“ widmen. Mit 30 Euro ist der Mitgliedsbeitrag zwar gering, doch Spenden sind nicht nur von den Mitgliedern herzlich willkommen. „Und warum nicht einmal statt einem Geburtstagsgeschenk eine Spende an das Bergfilm-Festival machen?“ regte Janssen an.

Dass das Bergfilm-Festival bei der Stadt als Veranstalter bestens aufgehoben ist, betonte der Tegernseer Bürgermeisten Johannes Hagn, der nun an der Spitze des  Organisationsteams steht. So könnten Synergien optimal genutzt werden und auch bei der Suche nach Sponsoren würden sonst verschlossene Türen geöffnet. „Die Gründer des Festivals haben das sehr gut eingefädelt, es gibt nichts zu mäkeln, wir müssen das Festival-Konzept nur fortführen und weiter ausbauen.“ 

Kostprobe, die Lust auf mehr macht
Neben der materiellen und ideellen Unterstützung des Bergfilm-Festivals wollen die Bergfilmfreunde Tegernsee aber auch ganz gezielt selbst kulturelle Akzente setzen. Eine erste sehr ansprechende Kostprobe war der schnell ausgebuchte Schlagintweit-Abend im Olaf-Gulbransson-Museum im Anschluss an die Jahreshauptversammlung. Anschaulich schilderte Schlagintweit-Experte Dr. Karl-Dieter Fuchsberger Leben und Unternehmungen der drei Münchener Brüder, die zu den bekanntesten Naturforschern und Bergsteigern ihrer Zeit zählen. In zahlreichen Bildern und Aufzeichnungen hielten sie ihre Eindrücke fest, 45 Aquarelle ihrer kühnen Forschungsreise durch Asien und den Himalaya in den Jahren 1854 bis 1857 sind derzeit in einer Sonderausstellung im Olaf-Gulbransson-Museum zu sehen. „Den Brüdern ging es während dieser Reise darum, die Wirklichkeit möglichst exakt abzubilden“, erklärte Kuratorin Dr. Stephanie Kleidt den etwa hundert Gästen der Bergfilmfreunde. Denn zu fotografieren war damals noch aufwendiger als zu zeichnen. Davon, dass aus dem rein Zweckmäßigen erstaunliche Kunstwerke entstanden sind, kann sich derzeit auch jeder selbst im Alpinen Museum in München überzeugen, wo ebenfalls eine umfassende Sonderausstellung zu sehen ist.

Waren zu Zeiten der Schlagintweits noch viele Helfer notwendig, die Hunderte von Kisten mit Zeichnungen und Dokumenten mühevoll um die halbe Welt transportierten, reicht heute eine kleine Kamera mit genügend Speicherplatz für unterwegs. Das bewies der Film, den der Direktor des Bergfilm-Festivals, Michael Pause, an diesem Abend vorführte. In „The Road from Karakol“ dokumentiert der amerikanische Bergsteiger und Abenteurer Kyle Dempster seine zweimonatige Reise durch die wilde Landschaft Kirgistans: Er war alleine mit Mountainbike und Kamera unterwegs, machte an eindrucksvollen Bergen einige Erstbegehungen, unzählige Bekanntschaften und eben diesen Film. So ändern sich die Zeiten – faszinierend für die Zuhausegebliebenen sind die mit wissenschaftlicher Präzision und künstlerischem Talent gezeichneten Aquarelle genauso wie die quasi im Vorbeigehen eingefangenen Szenen einer abenteuerlichen Tour.

Die nächste Veranstaltung der Bergfilmfreunde Tegernsee findet am 19. Juni, um 19 Uhr im Berggasthaus Neureuth statt. Festival-Direktor Michael Pause berichtet darüber, wie die BR-Bergsteigersendung Bergauf-Bergab produziert wird.


Bergfilmfreunde Tegernsee e.V. – Förderverein des Festivals
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