Jury 2014

Helmut Scheben
wurde 1947 in Koblenz (Deutschland) geboren. Zum Bergsteigen kam er durch seine Eltern und mittels seines zweijährigen Militärdienstes bei den Gebirgsjägern in Mittenwald. Danach Romanistik-Studium und Promotion in Mainz, Bonn, Salamanca und Lima. Er arbeitete rund acht Jahre als Journalist für Printmedien in Lateinamerika. Seit 1986 lebt Helmut Scheben in der Schweiz. Die letzten zwanzig Jahre vor seiner Pensionierung hat er als Journalist im Schweizer Fernsehen gearbeitet, die meiste Zeit als Redakteur der Tagesschau. Viele seiner Fernsehbeiträge drehen sich um das Thema Alpinismus.


Matthias Fanck
wurde 1951 in Berlin geboren. Aufgewachsen ist der Enkel des Bergfilm-Pioniers Arnold Fanck in der Lüneburger Heide, in Freiburg im Breisgau und in Lauf bei Nürnberg. Seinen Zivildienst absolvierte er als Vogelwart am Nordfriesischen Wattenmeer, seine ornithologischen Reisen
führten ihn in die meisten europäischen Länder, in den Iran, ins indische Gangesdelta, nach Nordafrika, Sibirien, in den Kaukasus, nach Bolivien, Skandinavien, Karelien und Zentralasien. Als diplomierter Grafik-Designer arbeitet er seit 1978 selbständig, mit den Schwerpunkten Informationsgrafik und Museumsgrafik, er gestaltet Themenausstellungen für öffentliche Auftraggeber, Museen und Naturschutzverbände. Matthias Fanck ist außerdem redaktionell für Servus TV tätig.
Eine Herzensangelegenheit ist für ihn die Pflege des umfangreichen Archivs seines Großvaters Arnold Fanck. Er initiiert und begleitet Retrospektiven, Ausstellungen, Publikationen, Filmdokumentationen und Video/DVD-Editionen. 2009 veröffentlichte er das Buch „Arnold Fanck. Weiße Hölle, weißer Rausch“. Matthias Fanck lebt und arbeitet in Oberfranken am Rande des Fichtelgebirges.


Karin Michalke
Karin Michalke ist in Altomünster geboren und wuchs im Dorf Tandern im hügeligen Dachauer Hinterland auf. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Lehre zur Verlagskauffrau, bewarb sich dann aber an der Hochschule für Film und Fernsehen in München - und wurde angenommen. Dort studierte sie von 1998 bis 2004 und begab sich für ein weiteres Jahr in die Drehbuchwerkstatt. Und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Der Haushamer Filmregisseur Marcus H. Rosenmüller ("Wer früher stirbt ist länger tot") griff einen Vorschlag von Karin Michalke auf und produzierte eine Filmtrilogie, für die sie die Drehbücher verfasste: Beste Zeit - Beste Gegend - Beste Chance (Premiere 2014). Auch beim Rosenmüller-Film "Der Räuber Kneissl" war sie als Drehbuchautorin beteiligt. Ihre Filmografie beweist, dass sie die unterschiedlichsten Filmgenres beherrscht. Sie arbeitet als freie Autorin und ist auch als Gastdozentin an der HFF tätig. Seit 2005 verbringt Karin Michalke regelmäßig im Sommer mehrere Wochen als Sennerin auf einer Alm in den bayerischen Vorbergen. Über diese Erfahrung hat sie das amüsante Buch "Auch unter Kühen gibt es Zicken" verfasst.



Bernadette McDonald
Bernadette McDonald wurde in der kanadischen Provinz Saskatchewan geboren und wuchs auf einer Farm auf. In ihrer Kindheit und während Schulzeit und Studium drehte sich alles um Musik, bis ihr Leben eine unerwartete Wendung nahm: Ein Job als freiwillige Helferin beim Bergfilm-Festival von Banff führte zu einer neuen Karriere. 20 Jahre arbeitete sie für das Banff Centre, wo sie das Filmfestival zu einem der führenden Festivals dieses Genres entwickelte und im Banff Centre eine neue Abteilung initiierte, die der Bergkultur gewidmet ist. 2006 zog sie sich von ihrem Posten zurück, um Bücher zu schreiben. Ihr vorrangiges - aber nicht einziges - Interesse gilt dabei den Bergen: Alpinismus, Geschichte, Kultur und Umwelt. Ihr Buch über die Geschichte des polnischen Expeditions-Bergsteigens im Himalaya erhielt bereits diverse Auszeichnungen. Ins Deutsche übersetzt wurde "Wir sehen uns in Kathmandu", eine Biographie über Elisabeth Hawley, "die Chronistin des Himalaya-Bergsteigens" (Bergverlag Rother).
Sie hält Vorträge an Hochschulen, bei Festivals und bei alpinen Vereinen, berät rund um das Thema Bergkultur und kuratiert regelmäßig Ausstellungen zu Bergthemen. Sie ist leidenschaftliche Kletterin, Bergsteigerin und Skitourengeherin und orientiert sich bei ihren Reisen an warmem Fels und Pulverschnee.



Eloïse Barbieri
Bergsteigen und Reisen, das sind die beiden großen Leidenschaften von Eloïse Barbieri, und ihre ganz persönlichen Erlebnisse bilden die Grundlage, auf der sie ihre Geschichten erzählt – als Filmemacherin ebenso wie als Autorin von Artikeln in Reisemagazinen. Oft unternimmt sie ihre Reisen bewusst allein, weil sie überzeugt ist, nur so einen echten Zugang zu den Menschen zu finden. Sie hat weite Teile Tibets durchquert, war in Pakistan, Nordindien und Nepal allein und zu Fuß unterwegs. Sie gehörte der ersten Frauen-Expedition an, die versuchte, das patagonische Inlandeis zu überqueren, und sie war Mitglied der ersten Bergsteiger-Expedition, die nach 20 Jahren Sperre wieder in den Wakhan-Korridor in Afghanistan gelangte. Sie stand auf drei Achttausendern und vielen anderen hohen Bergen rund um die Erde. Zwei besonders eindrucksvolle Filme gelangen ihr mit „Nenet – die Nomaden der Tundra" (2008), bei dem sie in Sibirien Nomaden mit ihren Rentieren begleitete, sowie "Ani – Nonnen in Sichuan" (2009), in dem sie das Leben von tibetischen Nonnen in den alten Klöstern der Kham-Region beobachtete. Derzeit arbeitet sie an einem Film, für den sie allein und im Winter den afghanischen Pamir besuchte. Seit 2010 produziert sie außerdem für das valdostanische Regionalprogramm der RAI eine Bergsteigersendung. Eloïse Barbieri lebt in Cervinia am Fuß des Matterhorns.