Pressetext       04/0ktober/2013

11. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee

Preis des Deutschen Alpenvereins für Autana

Die wilde Einsamkeit der Tafelberge Venezuelas waren nicht nur das Ziel des deutschen Kletterstars Stefan Glowacz. Gleich zwei weitere Teams – eines davon mit Musikinstrumenten im Gepäck – hatten sich auf den mühsamen Weg durch den Dschungel und die überhängenden Wände gemacht.
Das größte Budget hatten zweifellos Stefan Glowacz und seine „Jäger des Augenblicks“ zur Verfügung, ein perfekt inszenierter Film mit großartigen Kameraeinstellungen war das Ergebnis. Davon ließ sich die Jury zwar beeindrucken, aber den Preis für den besten Alpinismusfilm erkannte sie einem anderen Streifen zu.

Mit deutlich geringerem Technikaufwand machten sich der englische Filmemacher Alastair Lee, der 2010 in Tegernsee bereits den Preis für den besten Alpinfilm erhalten hatte, und Spitzenkletterer Leo Houlding auf den Weg. Mit nach Hause – und hierher mit nach Tegernsee – brachten sie eine Art Gegenentwurf zum klassischen Kletterfilm, der nicht nur die Juroren überzeugte, sondern vor allem auch das jüngere Publikum begeistert: Ein packendes, lustiges Road-Movie mit lauter coolen Typen, die sich selbst und ihr Tun nicht allzu ernst zu nehmen scheinen. Diese flapsige Offenheit täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass es sich hier um geniale Kletterer und einen großartigen, technisch versierten Filmemacher handelt.