Vielfach ausgezeichnete Filmer sind Stammgäste in Tegernsee - Presseinfo-12.Okt.2011

PT Internationales Bergfilm-Festival (Stammgäste)    10/2011

9. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee vom 19. - 23. Oktober 2011

Vielfach ausgezeichnete Filmer sind Stammgäste in Tegernsee

In den Händen hielten den „Großen Preis der Stadt Tegernsee“ – übrigens ein rustikaler, origineller Bergstock und ein Preisgeld von 3000 Euro – bereits namhafte Regisseure wie Philipp Stölzl, der Benno Fürmann in die Eiger-Nordwand schickte. Doch nicht immer haben die großen Namen die besten Produktionen abgeliefert. Erfreulich ist, dass viele der ausgezeichneten Filmemacher inzwischen Stammgäste in Tegernsee sind, wie die folgende – längst nicht vollständige – Liste zeigt:

Gerhard Baurs Geschichten aus der Unterwelt
Der renommierte deutsche Bergfilmer Gerhard Baur gehört nicht nur zu den Preisträgern, er saß in Tegernsee auch schon in der Jury. In diesem Jahr sind zwei seiner Filme zu sehen: „Wilde Wasser –  An der Iller“ und die spannenden „Geschichten aus der Unterwelt“, die das Publikum in die geheimnisvollen Tiefen des Hölllochs, einem weit verzweigten Höhlensystem im Allgäu, führt. Gerhard Baur hat die Geschichte der Entdeckung des Höhlensystems vor hundert Jahren und die neuesten Entdeckungen für diese Spieldokumentation geschickt verknüpft. Wie aufwendig und schwierig die Dreharbeiten waren, zeigt übrigens die sehenswerte Dokumentation von Gerhard Bauers Sohn Fridolin „Höllloch – Filmarbeit in ewiger Finsternis“, die ebenfalls in Tegernsee gezeigt wird. („Filmarbeit in ewiger Finsternis“: 20.10., 17 Uhr, Barocksaal; „Geschichten aus der Unterwelt“: 21.10., 17 Uhr, Thoma-Saal; „Wildes Wasser – An der Iller“: 20.10., 20 Uhr, Schalthaus)

Dramatisch: Gerald Salmina am Everest
Die atemberaubenden Ski-Szenen aus Gerald Salminas „Mount St. Elias“, der 2010 mit dem Großen Preis ausgezeichnet wurde, werden vielen Zuschauern noch immer sehr lebhaft in Erinnerung sein. Salmina ist in diesem Jahr gleich mit zwei Filmen in Tegernsee vertreten: Das Filmporträt „Mensch und Fels im Ausnahmezustand“ zeigt, wie der Allroundkletterer Herbert Ranggetiner sein Leben restlos dem Klettersport unterordnet. Packend wie ein guter Kriminalfilm ist Salminas zweiter Beitrag, die Dokumentation „Erster auf dem Everest“. Mit einem Team österreichischer Bergsteiger bricht der Alpinhistoriker Jochen Hemmleb 2010 auf, um endgültig eine der spannendsten Fragen der Alpingeschichte zu klären: War wirklich Edmund Hillary der erste Mensch auf dem Everest oder standen bereits lange zuvor George Mallory und Andrew Irvine auf dem Gipfel? Mallorys Leiche entdeckte Hemmleb bereits 1999. Nun will er die letzten entscheidenden Beweise finden: Die Leiche Andrew Irvines und seinen Fotoapparat. Eine dramatische Expedition – nicht nur was die Suche nach den Spuren der Vergangenheit betrifft – die Gerald Salmina beeindruckend auf die Leinwand bringt. („Mensch und Fels im Ausnahmezustand“: 19.10., 20 Uhr, Medius-Center; „Erster auf dem Everest“: 20.10., ca. 13.50 Uhr, Schalthaus und 22.10., 20 Uhr, Sporthalle, mit Jochen Hemmleb)

Leise Töne: Mit Björn Reinhardt in Obcina
Ganz andere Töne schlägt Björn Reinhardt (Rumänien) an, der 2009 für „Obcina“ den Großen Preis erhielt. Mit „Die dritte Violine“ beendet er die Trilogie um ein abgelegenes ruthenisches Bergdorf in Rumänien. Im Mittelpunkt steht dieses Mal der Bergbauer Ivan, der mehrere Instrumente spielt und einige davon auch selbst baut – für die Bewohner ein Zeichen der Hoffnung, dass die einmalige Bergsiedlung  Obcina weiterleben wird. (20.10., ca. 17.35 Uhr, Schalthaus)

Eiszeit mit Anne und Erik Lapied
Anne und Erik Lapied (Frankreich) wurden 2005 mit dem Preis für die überzeugendste Landschaftsdarstellung  und 2010 für die beste Kameraleistung ausgezeichnet. In diesem Jahr sind sie mit zwei Filmen in Tegernsee: In „Chadar, the Ice Trail“ steht wieder Zanskar, ein kleines, fast vergessenes Tal im Himalaya im Mittelpunkt, das im Winter nur über einen 140 Kilometer langen, vereisten und gefährlichen Pfad zu erreichen ist. In ihrem zweiten Film, der Dokumentation „Voyage au bout de l’hiver“,  haben sie sich in den Gran-Paradiso-Nationalpark begeben, wo Mensch und Tier mit allen Tricks versuchen, einem harten Winter Paroli zu bieten. („Chadar, the Ice Trail“: 20.10., 20 Uhr, Thoma-Saal; „Voyage au bout de l’hiver“: 22.10., 17 Uhr, Thoma-Saal)

Neu und ausgezeichnet: Vertical Sailing Greenland
Zum ersten Mal in Tegernsee ist hingegen der Belgier Seán Villanueva O’Driscoll, der sich mit „Vertical Sailing Greenland“ allerdings schon bald in die Liste der Sieger einreihen könnte. Den „Piolet d’Or“ –  quasi der Oscar der Bergsteiger – haben er und seine Kletterkollegen 2011 bereits erhalten für ihre außergewöhnliche alpine Höchstleistung: Sagenhafte neun neue Routen haben die vier Kletterer an den Bigwalls entlang der Küste von Grönland eröffnet. Ihr Basislager ist ein Segelschiff, das von einem 75-jährigen Schotten gesteuert wird. Im erfrischenden Kontrast zur Ernsthaftigkeit der Kletterrouten stehen der Spaß und die Lebensfreude, die das Team unterwegs in dieser bizarren Landschaft immer wieder vermittelt. (20.10., ca. 16.05 Uhr, Schalthaus und 20 Uhr, Medius-Center)

Infos, Karten, Programm: www.bergfilm-festival-tegernsee.de,
www.tegernsee.de, www.muenchenticket.de oder direkt bei der Tourist-Information Tegernsee Tel. 08022-180162.