Jury

> Jury 2011:

Bild Sarah SennSarah Senn-Hauser (Schweiz)
wurde 1971 in der Schweiz geboren, sie ist ausgebildete Fotografin und Kamerafrau. Sie hat ihr Stage als Kamerafrau beim Schweizer Fernsehen absolviert und sich seit 1996 auf Bergfilme spezialisiert. Sarah Senn-Hauser arbeitet heute als selbständige Kamerafrau, vor allem für die Redaktion Dokumentarfilm des Schweizer Fernsehens. Als Kamerafrau war sie an Produktionen wie „Eiger – Live“  (1999), „48 Stunden Matterhorn“(2004) oder an der co-Produktion mit arte „Forschung in eisigen Höhen“ (2006) am Muztagh Ata beteiligt, um nur einige zu nennen. Viele dieser Filme wurden an internationalen Festivals oder Wettbewerben ausgezeichnet. Beim Film „Sherpas – die wahren Helden am Everest“ (2009) war sie als erste Kamerafrau im Einsatz und außerdem Ausbilderin der Sherpas, die am Everest filmten. Die Dokumentation gewann vergangenes Jahr in Tegernsee den Publikumspreis und wurde in Kathmandu beim International Mountain Film Festival mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Sarah Senn-Hauser ist selbst eine begeisterte Berggängerin mit viel Gespür für die Natur und Interesse für die Menschen und Kulturen, in denen sie sich bewegt.



Françoise Guais

ist in Paris aufgewachsen. Sie hat zwei Leidenschaften: Journalismus und Bergsteigen. Bereits mit 14 Jahren stand ihr Entschluss fest, Journalistin zu werden, mit 16 Jahren war ihr klar, dass sie nur in den Bergen ihr Leben verbringen kann. Doch zuerst studierte sie Sozialwissenschaft in Göttingen, danach Journalismus in Straßburg. Nach dem Studium konnte sie endlich ins Herzen der Alpen ziehen, nach Grenoble. Dort arbeitet sie noch immer beim regionalen Fernsehkanal France 3 als Reporterin und Moderatorin oder sie steht selbst hinter der Kamera. Wann immer es möglich ist, zieht es sie in die Berge der Welt: zum Bergsteigen, Wandern und Klettern oder zum Trekking. Da sie am liebsten Beruf und Hobby verbindet, hat sie bereits mehrere interessante Dokumentationen zum Thema Bergsteigen gedreht, unter anderem ü̈ber die Gletscher der Alpen und ü̈ber Bergsteiger-Persönlichkeiten wie Reinhold Messner, Jean-Christophe Lafaille und Patrick Bérhault. 2007 hat Françoise Guais gemeinsam mit dem Meteorologen Yan Giezendanner das Buch „Routeur des Cimes“ geschrieben.

 

Ingrid Runggaldier

wurde 1963 in Bozen geboren. Sie ist in St. Ulrich im Grödnertal in einer Familie aufgewachsen, in der sich immer alles um das Berg- steigen gedreht hat: der Vater war Bergführer und Mitbegründer des Bergrettungs-dienstes Gröden, die Mutter ebenfalls begeisterte Bergsteigerin. Neben ihrer Muttersprache, dem Ladinischen, lernte sie von Anfang an auch Deutsch und Italienisch. Nach dem Abschluss des Sprachenlyzeums in Bozen studierte sie von 1982-1989 Germanistik und Anglistik an der Universität Innsbruck. Nach dem Studium unterrichtete sie zunächst Englisch an der Handelsober- und Mittelschule in St. Ulrich. Seit 1997 arbeitet sie als Übersetzerin im Amt für Sprachangelegenheiten der Autonomen Provinz Bozen. Sie lebt mit ihrer Familie in Bozen. Neben der beruflichen Übersetzungstätigkeit arbeitet sie als freie Publizistin, hat außerdem mehrere Texte aus dem Englischen ins Ladinische übersetzt. Seit über zehn Jahren ist sie auch als freie Mitarbeiterin für Radio und Fernsehen (RAI – Sender Bozen) tätig, wobei sie vor allem Fernsehdokumentationen und Radiosendungen in ladinischer Sprache gestaltet. Besondere Interessengebiete sind Minderheiten, Kleinsprachen, Frauenthemen, Alpinismus. Ihre letzten Filme sind „Daheim in Jerusalem“ (1998), „Frauen im Aufstieg“ (2002), „Worte im Kopf“ (2004). Außerdem ehrenamtliche Mitarbeit als Mitglied des Landesbeirats für Chancengleichheit zwischen Frau und Mann, Kulturreferentin beim Alpenverein Südtirol und Mitglied des Verwaltungsrates des Internationalen Bergfilmfestivals der Stadt Trient.

John Porter

1946 in Amerika geboren, war John Porter bereits als Teenager in den White Mountains in New Hampshire unterwegs, bevor er seine Bergsteiger-Lehrjahre in den Rocky Mountains und im Yosemite-Valley absolvierte. Nach Abschluss seines Studiums an der Universität von Oregon wechselte er nach Leeds, um seinen Doktortitel zu machen – und um mit den damals besten Kletterern unterwegs zu sein. Gemeinsam brachen sie mit minimalem Gepäck zu spektakulären Touren auf.  Er begegnete Alan Rouse und Joe Tasker, mit denen er im Winter 1980/81 die Westflanke des Mount Everest durchstieg. Doch nicht immer waren seine Unternehmungen vom Glück begünstigt: 1986, in jenem schicksalhaften Jahr, als über 20 Bergsteiger am K2 verunglückten, war er dort in der Nordwestwand unterwegs und bei einer Erstbegehung an der Annapurna verunglückte sein langjähriger Freund Alex MacIntyre tödlich. Doch in den folgenden Jahren eröffnete John Porter noch zahlreiche weitere Routen an den hohen Gipfeln des Garhwal Himal, im Karakorum, in Afrika, Tibet und Grönland. John Porter lebt mit seiner Familie in Großbritannien, im Lake District, wo er als freiberuflicher Berater tätig ist und sich maßgeblich an der Entwicklung diverser bergbezogener Kulturprojekte beteiligt. So hat er gemeinsam mit Brian Hall von 1980 bis 2007 das Kendal Mountain Film Festival veranstaltet; derzeit betreut er die Internetseite SteepEdge, eine Internetplattform zum Download von Abenteuerfilmen.

Hans-Martin Götz

1953 in München geboren, entdeckte Hans-Martin Götz mit 16 Jahren die Berge und besonders die Kletterei. Er studierte Theologie, was ihm in der Szene den Spitznamen „der Pater“ einbrachte, absolvierte aber gleichzeitig die Ausbildung zum staatlich geprüften Berg- und Skiführer. Früh knüpfte er Kontakte zu Reinhard Karl, Wolfgang Güllich und Kurt Albert, mit denen er zwischen Frankenjura und K2 unterwegs war. Bereits Mitte der 1970er Jahre reiste er erstmals zum Klettern nach Patagonien, wo er den amerikanischen Spitzenkletterer Yvon Chouinard kennenlernte; nach dieser Begegnung übernahm er den europäischen Generalimport für dessen Bergsportprodukte. In jenen Jahren war er auch Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks und produzierte eine ganze Reihe von Filmbeiträgen für Hermann Magerer und die Bergsteigersendung „Bergauf Bergab“. Im Lauf der Zeit rückten aber seine geschäftlichen Aktivitäten in den Vordergrund, wo er mit aufstrebenden Marken erfolgreich tätig war. Mitte der 1990er Jahre verließ er die Ausrüsterbranche und zog nach Arco am Gardasee, wo er zwei „Guesthouses“ betreibt. Im Mekka der Kletterer ist er wieder an seine Wurzeln zurückgekehrt. Seine Arbeit erlaubt es ihm, immer wieder an Auslandsreisen und Filmprojekten seiner professionellen Kletterfreunde teilzunehmen. Und dies mit durchschlagendem Erfolg: In Patagonien kletterte er so auf diversen Wegen auf seine Traumberge Cerro Torre und Fitz Roy.



> Juroren der Vorjahre:

Augusto Golin, Italien (Vorstand d. Bergfilmfestivals Trient)

Aleksander Lwow, Polen (Herausgeber u. Verleger "Berge & Alpinismus")

Lisa Eder, Deutschland (Reporterin)

Philipp Clarin, Deutschland (Regisseur, Autor)

Maciej Wojak, Polen (Produzent, Produktionsmanager, Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Zakopane)

Marion Poitevin, Frankreich (Kletter- und Trekkingführerin, Ausbilderin für Bergführer)

Alessandro Anderloni, Italien (Schriftseller, Theaterautor, Regisseur, Direktor Filmfestival Lessinia)

Nicholas Mailänder, Deutschland (Sportkletterer, Schriftsteller, Alpinliteratur)

Françoise Guais, Frankreich (Journalistin, Kamera, Mitarbeiterin Fernsehkanal France3, Bergsteigerin)

Gerhard Baur, Deutschland (Extrembergsteiger, Autor, Regisseur, eigene Produktionsfirma)

Jerzy Surdel, Polen (Regisseur, Kameramann, Teilnehmer an verschiedenen Expeditionen)

Ines Božič Skok , Slowenien (Bergsteigerin, Kletterin, Redakteurin, Übersetzerin, Lektorin)

Hermann Magerer, Deutschland (Redakteur, Moderator und Filmemacher von „Bergauf – Bergab“, der Bergsteigersendung des Bayerischen Rundfunks).

Christine Kopp, Schweiz (Dolmetscherin, Journalistin und Redakteurin bei der Neuen Züricher Zeitung).

Lutz Maurer, Österreich (Redakteur beim ORF. Mitbegründer der ORF-Dokumentarleiste »Land der Berge«).

Jürgen Eichinger, Deutschland (Betreibt eigene Produktionsfirma für Industrie- und Werbefilme, freier Autor und Regisseur für den Bayerischen Rundfunk)

Dr. Thomas Gayda, Österreich (Dramaturg, Autor und Kulturmanager)

Friederike Kaiser, Deutschland (Leiterin des Alpinen Museums des Deutschen Alpenvereins).

Giovanni Padovani, Italien (Chefredakteur der Jugendzeitschrift des Italienischen Alpenvereins „Giovane Montagna“, Literatur- und Bergfilmexperte).

Michael Heim,Deutschland (Redakteur, Ressortleiter Außenpolitik und Chefreporter des „Münchner Merkur“ bis 1982. Bis zur Pensionierung 2000 Leitender Redakteur und Filmautor des Bayerischen Fernsehens, u.a. „Abendschau“ und „Land und Leute“).

Ingrid Runggaldier, Italien (Südtiroler Fernsehjournalistin)

Gudrun Weikert, Deutschland (Bergführerin)