Pressemappe 11/10/2017 –  PT01_Allgemein

Bergfilm Tegernsee, 15. Internationales Festival, 18. – 22. Oktober 2017

Die Magie der Bilder erleben

Es stimmt – das Erlebnis Berg kann jeder hier am Tegernsee das ganze Jahr über genießen. Doch seit 2003 gelingt dies an fünf besonderen Tagen im Herbst auf ganz spezielle Art und Weise: Wenn beim Bergfilm-Festival die intensivsten Momente und die eindrucksvollsten Bilder aus der Welt der Berge auf den großen Kinoleinwänden lebendig werden.

„Bei unserem Festival gibt es das gesamte, weite Themenspektrum der Begegnung mit den Bergen“, schildert Festival-Direktor Michael Pause (Bayerischer Rundfunk). „Da kommen Menschen zusammen, die alle eine starke Leidenschaft für die Berge und die Natur eint.“
Beim 15. Festival werden in den sechs Kinosälen wieder über 90 Filme gezeigt, 85 davon bewertet die international besetzte Jury, doch nur einer der Produzenten darf sich am Ende über den Hauptpreis, den Großen Preis der Stadt Tegernsee, freuen. Spannung, Konzentration, Empathie und atemloses Staunen schaffen dabei eine einzigartige Atmosphäre im Publikum, bei den Filmemachern und Alpinisten, die auch Michael Pause begeistert: „Es ist immer aufs Neue faszinierend, zu beobachten, wie diese Filmbilder der Berge deren Kraft übertragen. Sie berühren Menschen jeden Alters, wecken Emotionen und hinterlassen Wirkung.“

Berührende Filme – authentische Geschichten
Dabei spielt es keine Rolle, ob großartige Alpinisten und Alpinistinnen aufgrund von Erlebnissen plötzlich auf die Idee kommen, in der Vergangenheit zu stöbern und dabei berührende Schicksale aufdecken, wie zum Beispiel in „Tupendeo – Ein Berg, zwei Geschichten“. Oder ob eine Frau auf den Spuren ihres Vaters die Südalpen Neuseelands mit Skiern durchstreift. Immer wichtiger scheint auch gerade Extremsportlern ihr „ökologischer Fußabdruck“ zu werden; gleich mehrere Dokumentationen zeigen hier interessante Ansätze: Bei Slacklinern, bei Extremskifahrern, Kletterern oder auch unterwegs mit einem Fahrrad aus Bambus. Dass es den Filmerinnen und Filmern gelingt, immer neue, beeindruckende Perspektiven zu entdecken, wird in Dokumentationen wie „Into Twin Galaxis“ deutlich: Mit Kayaks ziehen die Protagonisten durch die einzigartige Eiswelt Grönlands – magische Bilder, bei denen das an sich schon unglaubliche Abenteuer fast in den Hintergrund gedrängt wird.

Wo ist der Sinn?
Kletterer und Alpinisten, die alles riskieren und ihr gesamtes Leben einem einzigen Ziel unterordnen. Basejumper, die ihren immer enger werdenden Freundeskreis zu oft bei Trauerfeiern treffen. Einstellungen, die bei Außenstehenden oft nur Kopfschütteln hervorrufen. „Last Exit – Zwischen Sucht und Zweifel“ ist einer der Filme, die interessante Einblicke in das Seelenleben der Extremen geben und sich auf die Suche nach dem Sinn machen. Die Berge als Sinnstifter – ein altes Thema, das stets spannend bleibt und immer wieder berührt: Wenn die Lastenträger in der Hohen Tatra auf dem steilen Weg nach oben ein Stück Freiheit finden. Wenn ein Kuhhirte in den Pyrenäen entdeckt, dass Laufen sein Lebenselixier ist oder wenn ein junger Mönche im Himalaya aus seinem Kloster verwiesen wird und sich auf den Weg macht, um seine Bestimmung zu finden.

Ein Sauhaufen und schräge Töne
Doch es geht beim Berg(steigen) zum Glück auch einfach um den „Spaß an der Freud‘“ – selbst wenn es extrem wird: Wie bei der „Coconut-Connection“, wo eine schräge Multi-Kulti-Truppe aufbricht, um mit guter Musik und unglaublichem Kletterkönnen die Wände auf Baffin Island unsicher zu machen – oder wenn „a mords Sauhaufen in a z’kloan Zelt“ unterwegs ist von Abenteuer zu Abenteuer.

Mit Bergzeit in die Zukunft
Große Geschichte, mitreißende Bilder und authentische Typen, das sind Markenzeichen, die auch das 15. Festival charakterisieren. Doch es hat sich viel getan, seit die erste Videokassette in Tegernsee eingelegt wurde. „Seit unseren Anfängen hat sowohl der Bergfilm, als auch unsere Veranstaltung riesige Schritte getan“, erklärt Bürgermeister Johannes Hagn. „Sowohl die Qualität der Filme als auch die Erwartungen unseres Publikums sind stetig gestiegen.“ Statt auf Kassetten kommen die Filme in digitaler Form, die Vorführtechnik wurde laufend verbessert, die meisten ausländischen Filme sind übersetzt oder laufen mit Untertiteln. „Dank zahlreicher Unterstützer konnten wir Schritt halten und uns auf allen Ebenen immer weiter professionalisieren“, schildert Hagn. Dazu gehören die vielen freiwilligen Helfer und Helferinnen ebenso wie Sponsoren. „Es freut uns daher ganz besonders, dass wir langfristig mit Bergzeit einen lokal beheimateten und international agierenden Partner gefunden haben.“ Gemeinsam mit den Mitstreitern von Bayerischem Rundfunk, dem Deutschen Alpenverein und der Tegernseer Tal Tourismus GmbH werde es so gelingen, auch weiterhin auf dem modernsten Stand zu bleiben und die Magie der Bilder im besten Licht am Tegernsee wirken zu lassen.

Kontakt:
Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee
Rathausplatz 1
83684 Tegernsee
Tel. 08022/1801-37 oder 53
bergfilm@tegernsee.de
www.bergfilm-tegernsee.de